Evangelische Kirche von Weszfalen

Bericht Nr. 1

Projekt Rosenstrasse 76


Zu diesem Projekt waren Mädchen des Kirchenkreises Dortmund – Mitte –Nordost eingeladen. Es kamen 8 Mädchen, wobei 3 von ihnen aus dem Einzugsgebiet der Ev. Lydia – Kirchengemeinde gekommen sind. Unsere Kirchengemeinde ist mittlerweile die einzige evangelische Kirche in der Dortmunder Nordstadt, einem sozialen Brennpunkt. Über Übungen aus dem klassischen Deeskalationstraining stellten sie fest, dass sie beim Thema Gewalt bisher ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Mobbing wurde sehr schnell zum Hauptthema und daran wurde in Form von Rollenspielen, Benennung von Täter, Opfer und andere Beteiligte, Wahrnehmung eigener Gefühlsvielfalt bis zum Versuch zur Entwicklung von Empathie weitergearbeitet.
Wir haben uns dann mit dem Übersichtsplan der Wohnung Rosenstrasse 76 befasst und da vor allem mit dem PC im Kinderzimmer; obwohl er nicht explizit in der Liste genannt wird. Hier haben wir uns über die Chancen, Risiken und Grenzen von z. B. Schüler VZ und You tube ausgetauscht und praktische Beispiele (vor allem Negativbeispiele) angesehen, analysiert und reflektiert.
Aufgrund der schulischen Belastungen der Jugendlichen konnte eine kontinuierliche Weiterarbeit an diesem virtuellen Thema nicht verabredet werden, sodass wir uns im Rahmen der Ausstellung hier in Dortmund im Januar / Februar 09 erneut treffen werden und auch gemeinsam durch die Ausstellung gehen wollen.
Insgesamt lässt sich sagen, dass dieses Projekt gelungen ist, allein schon dadurch, dass sich Mädchen aus unterschiedlichen sozialen Schichten kennen lernten und Vorbehalte abgebaut werden konnten.

Kontakt:
Andrea Wähmann
Ev. Lydia - Kirchengemeinde
Markuszentrum
Gut - Heil - Str. 12
44145 Dortmund
Tel. 0231 / 84 79 69 41
andrea.waehmann@lydia-do.de

Bericht Nr. 2

Gewalt in Familien erkennen Themenwoche am Comenius Berufskolleg

Witten, 18. August 2008. Das Comenius Berufskolleg in Witten veranstaltet seit Montag für 32 angehende Erzieher der Oberstufe eine sogenannte Modulwoche zum Thema „Häusliche Gewalt". Die Themenwoche ist Teil des Projektes "Rosenstrasse 76, Häusliche Gewalt wahrnehmen, zum Thema machen, überwinden" der Ev. Kirche von Westfalen.
„Erzieherinnen und Erzieher müssen darin geschult sein, früh zu erkennen wenn ein Kind häusliche Gewalt erfährt und sie müssen wissen, wie sie sinnvoll helfen können", sagt Michael Haase, Leiter des Kollegs. Denn es sei sehr wahrscheinlich, dass sie in ihrem Berufsalltag mit Gewaltproblemen konfrontiert werden.
Insgesamt acht Fachleute, unter anderem aus den Bereichen, Kinder- und Jugendhilfe, Frauenberatung, Opfer- und Notfallschutz berichten im Laufe der Modulwoche von ihren Erfahrungen mit Gewalt in Familien. Täglich leitet einer der Dozenten die Schüler in Diskussionsrunden an. Die Themen sind „Sexueller Missbrauch", „Umgang mit Opfern von Gewalt" oder wichtige „Kontaktstellen".
Den Beginn der Themenwoche gestaltete Pfarrer Dr. Horst Hoffmann, von der westfälischen Informations- und Kontaktstelle Möwe, mit einem Vortrag zur Rolle der Kirchen bei der Gewaltprävention. Ausführlich ging er auf Formen der Gewalt ein und stellte darüber hinaus auch eine Wanderausstellung des Projekts „Rosenstraße76" vor. Hier werden die Besucher in einen Wohnraum geführt, können Filme anschauen, den Anrufbeantworter abhören oder den Kühlschrank öffnen. Dabei begegnen ihnen Eindrücke häuslicher Gewalt.
Bereits seit 1897 bildet das Wittener Comenius Berufskolleg Erzieherinnen und Erzieher aus. Zusätzlich bietet das Kolleg eine zweijährige Berufsfachschule mit Fachhochschulreife an. Seit 2005 ist das Comenius Berufskolleg Teil des Diakonischen Bildungszentrums BIZ gGmbH. Träger des Berufkollegs ist die Diakonie Ruhr.
www.comenius-berufskolleg.de

Kontakt:
Comenius Berufskolleg Michael J. Haase
Pferdebachstr. 41 58455 Witten
Tel.: 02302/175-2711 Fax: 02302/175-2716
eMail:
mjh@comenius-bk.de

Bericht Nr. 3

Häusliche Gewalt - Gewaltprävention in Familien
Bewältigungsstrategien, Umgang mit Krisen in der Familie / Köln

An zwei Tagen haben sich 14 Frauen mit insgesamt 11 Kindern mit dem Themenfeld „häusliche Gewalt“ auseinandergesetzt. Die Familien haben alle einen Migrationshintergrund. Für dieses Projekt konnten wir die Sozialpädagogin Günnay Köse aus Köln sowie eine zusätzliche türkischstämmige Kinderbetreuerin gewinnen.
Inhaltlich haben wir uns an den zwei Tagen mit folgenden Themen auseinandergesetzt:

    1.Tag: (5.April 2008)

Erwartungen und Wünsche der Teilnehmerinnen
Was ist Gewalt? Was ist häusliche Gewalt? Hierzu haben wir die Präsentation des Projekts Rosenstrasse 76 im Internet besucht und sind virtuell durch die Ausstellung „gegangen“ mit anschließender Diskussion in Kleingruppen. Wie wurde ich erzogen? Wie erziehe ich heute? Früherkennung von Krisen in der Familie und Bewältigungsstrategien, konstruktiver Umgang mit Stress und Wut, Wege aus der Gewaltspirale – Wer kann insbesondere in Köln helfen?

    2.Tag (6.April 2008)

Welche Themen haben uns besonders berührt? Umgang mit Gefühlen insbesondere bei dieser Thematik. Kreativer Umgang mit Gefühlen: Gedichte und kleine Rap-Songs selber machen zur Thematisierung von Gefühlen und Gewalt. Eigene Gewalterfahrungen , sexualisierte Gewalt / Gewalt in Partnerschaft und Ehe
Gewalt gegen Kinder . Gewalt der Kinder untereinander . Die Kinder haben sich während dieser Zeit mit spielerischen Übungen aus den Bereichen der sozialen Kompetenz und des friedlichen Miteinanders befasst.
Kommunikation in der Familie – Wie kann ich mit meinem Kind reden? Wie kann mein Kind mit mir/uns als Eltern(teil) reden? Gespräche führen in der Partnerschaft – Erkennen und Benennen von eigenen Grenzen
Medienkonsum: Wie stark ist der Einfluss der Medien auf unsere Familie?
Eine gemütliche Atmosphäre und insbesondere die Einbeziehung einer Sozialpädagogin aus dem gleichen Kulturkreis der Teilnehmenden war besonders hilfreich, um sich diesem Thema behutsam zu nähern.
Zu Beginn war das Thema sehr angstbesetzt. Ein Einstieg über die virtuelle Ausstellung erwies sich als hilfreich. Der Transfer in die eigenen Verhaltensweisen konnte gemacht werden. Sowohl die Kinder als auch die Mütter wurden zunehmend offener und haben zum Teil sehr persönliche Erfahrungen eingebracht. Einige Inhalte wurden gemeinsam mit den Kindern erarbeitet – andere wurden getrennt in zwei verschiedenen Runden (Elternrunde und Kinderrunde) thematisiert. Eine besondere Schwierigkeit war es, dass die Kinder einen hohen Altersunterschied aufwiesen. Methodisch konnten sich die Kinder eher über erlebnisnahe und spielerische Aktionen dem Thema nähern. Die Mütter nahmen diese Chance des spielerischen Miteinanders auch gerne an, jedoch benannten sie die Gesprächsrunden und die thematische Kleingruppenarbeit als besonders gelungen.
Die Fotos entstanden zum Teil bei den gemeinsamen Aktionen von Müttern und Kindern, aber auch in der Elternrunde.

Die Teilnehmenden bewerteten dieses zweitägige Seminar am Ende mit:
sehr hilfreich / tolle Tipps / gute Atmosphäre / hat mir selber gut getan / ich bin anerkannt worden / ich habe Vertrauen / anderen geht es ähnlich / hat auch Spaß gemacht / die Gedichte waren toll / mal über sich selber zu reden tut gut – ohne dass einen jemand komisch anguckt / ich würde wieder mitmachen / hat mir gut getan – war nur für mich. Veränderungswünsche: Bitte auch mal über Nacht mit wegfahren, aber nicht zu teuer / war gut wie es war – ich mache noch mal mit!

Kontakt:
Bianka Ledermann, (Lehrtrainerin der Gewalt Akademie Villigst und Familienbildungsreferentin des PEV NW e.V.)
Günnay Köse, (Sozialpädagogin)
Nermin Elbaylar, (Kinderbetreuerin)
PEV. Hohenstaufenallee 1
45888 Gelsenkirchen
Tel: 204558 / 202779

Bericht Nr. 4

Häusliche Gewalt - Gewaltprävention in Familien:
Mut zur Erziehung vom 07.-08.Juni 2008 in Köln

An zwei Tagen haben sich 14 Frauen mit insgesamt 16 Kindern mit dem Themenfeld „häusliche Gewalt“ auseinandergesetzt. Die Familien haben alle Migrationshintergrund. Für dieses Projekt konnten wir die Sozialpädagogin Günnay Köse aus Köln sowie eine zusätzliche türkischstämmige Kinderbetreuerin gewinnen.
Inhaltlich haben wir uns an den zwei Tagen mit folgenden Themen auseinandergesetzt:
Tag: (7.Juni 2008)
Erwartungen und Wünsche der Teilnehmerinnen
Film: „Gewaltfrei erziehen! Aber wie?“ von Besime Atasever mit anschließender Diskussion
Was ist häusliche Gewalt? Hierzu haben wir die Präsentation des Projekts Rosenstrasse 76 im Internet besucht und sind virtuell durch die Ausstellung „gegangen“ mit anschließender Diskussion in Kleingruppen
Kinderrechte: Gesetzlicher Schutz in Deutschland
Kinderrechte: Beispiele und Situationsschulung mit der Fragestellung, wie stattdessen angemessen und gewaltfrei reagiert werden kann
Was brauchen Kinder? Konsensfindung
Schwedisches Gedicht.: Was Kinder brauchen
Was löst das eigene Verhalten bei den Kindern aus? Arbeitsblätter

2. Tag (8.Juni 2008)
Welche Themen haben uns besonders berührt? Umgang mit Gefühlen insbesondere bei dieser Thematik
Rituale in der Familie: Wozu sind sie gut? Welche gibt es? Was tut uns allen gut?
Ein Erwachsener kommt zu Wort: Wie sage ich es meinem Kind? Kommunikation in der Familie – Wie kann ich mit meinem Kind reden? Wie kann mein Kind mit mir/uns als Eltern(teil) reden? Gespräche führen in der Familie– Erkennen und Benennen von eigenen Grenzen
Situationsschulung: Welche Konflikte gibt es immer wieder in Familien? Gemeinsame Ideen zu einer anderen Reaktion mit der Methde des Boalschen Theaters
Benennen von Täter – und Opfer-Verhalten
Gefühle erkennen und darstellen: Perspektivwechsel in der Erziehung (mit der Methode Statuentheater von Agosto Boal)

Eine gemütliche Atmosphäre und insbesondere die Einbeziehung einer Sozialpädagogin aus dem gleichen Kulturkreis der Teilnehmenden war besonders hilfreich, um sich diesem Thema behutsam zu nähern.
Ein Einstieg zunächst über den Film und danach über die virtuelle Ausstellung erwies sich als hilfreich. Der Transfer in die eigenen Verhaltensweisen konnte gemacht werden. Sowohl die Kinder als auch die Mütter wurden zunehmend offener und haben zum Teil sehr persönliche Erfahrungen eingebracht. Einige Inhalte wurden gemeinsam mit den Kindern erarbeitet – andere wurden getrennt in zwei verschiedenen Runden (Elternrunde und Kinderrunde) thematisiert. Eine besondere Schwierigkeit war es, dass die Kinder einen hohen Altersunterschied aufwiesen. Methodisch konnten sich die Kinder eher über erlebnisnahe und spielerische Aktionen dem Thema nähern. Die Mütter nahmen diese Chance des spielerischen Miteinanders auch gerne an, jedoch benannten sie die Gesprächsrunden und die thematische Kleingruppenarbeit als besonders gelungen.
Die Fotos entstanden zum Teil bei den gemeinsamen Aktionen von Müttern und Kindern, aber auch in der Elternrunde.
Die Teilnehmenden bewerteten dieses zweitägige Seminar am Ende mit:
Tat gut
gute Atmosphäre
ich bin anerkannt worden
ich habe Freunde gefunden
anderen geht es ähnlich
hat auch Spaß gemacht
ich würde wieder mitmachen
hat mir gut getan – war nur für mich
miteinander mit Kind an so ein Thema zu gehen war toll
das alle so mitgemacht haben war gut
wir konnten hier ganz offen sein

Für die zweitägige Veranstaltung in Köln:
Bianka Ledermann (Lehrtrainerin der Gewalt Akakdemie und Familienbildungsreferentin des PEV NW e.V.) sowie die Sozialpädagogin Günnay Köse und der Kinderbetreuerin Nermin Elbaylar.

Kontakt:
Bianka Ledermann, (Lehrtrainerin der Gewalt Akademie und Familienbildungsreferentin des PEV NW e.V.)
PEV. Hohenstaufenallee 1
45888 Gelsenkirchen
Tel: 20 45 58/ 20 27 79

Bericht Nr. 5

Rosenstrasse 76 / Bericht über die „Gestaltungsgruppe“

Idee: Gestaltung des Kinder- und Jugendzimmers der „Rosenstr. 76“ durch Jugendliche

Projektverlauf: Neben zahlreichen Schulen in Rheine stellte das Schulreferat zur „Euregio – Gesamtschule“ einen besonderen Kontakt her. In Kooperation mit der Schulsozialarbeiterin Katharina de Wiljes wurde die sog. „GestaltungsgruppenAG“ gebildet. Hier waren Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs in einer nachmittäglichen AG eingebunden.

Die AG traf sich mit Frau de Wiljes, Schulreferentin Kerstin Hemker und der Leiterin des Frauenhauses Rheine, Träger DW, Frau S. Fischediek in der Woche vor der Eröffnung der Ausstellung im Zeitraum 26. – 30.6.2008.. Nach verschiedenen Zugängen zum Themenbereich „Was ist Gewalt ? Wo erlebe ich Gewalt?“ informierten die Jugendlichen sich über die Grundstruktur und die Ziele der Ausstellung.
Ziel dieser AG war es
- das Kinder -/Jugendzimmer mit Plakaten, Büchern, CD-Hüllen, Spielen etc.so ein zu richten, dass es gegenwärtige Jugendkultur widerspiegelt.
- in das Zimmer Hinweise auf Gewaltförderung (z.B. Medien , Spielzeug), Gewalterfahrungen von Jugendlichen einzubauen.

Nach Aufbau der Ausstellung brachten die Jugendlichen entsprechende Materialien mit und gestalteten das Jugendzimmer.
Im Gesamtdiskussionsprozess wurde die Idee eines Gruppenmitgliedes aufgegriffen, den Lokalrundfunk einzubeziehen. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten Aspekte zum Thema „Gewalt im Leben von Jugendlichen“ und luden einen Redakteur des Lokalrundfunks ein.

Wirkung: Radiosendung vom Lokalrundfunk radio rst  gesendet am 30.6.2008
Die SchülerInnen beteiligten sich an der Werbung in der Schule und brachten FreundInnen in „ihr“ Jugendzimmer. Bei anderen Jugendlichen wurden Elemente wie z.B. der „Gewaltelefant“ (s. Foto als Anlass für Gespräche genommen)
Ein Anschlußtreffen mit Frau Fischdiek und weiteren Informationen über die Arbeit des Frauenhauses.

Kontakt:
Evang. Kirchenkreis  / Schulreferat
Kerstin-A. Hemker
Bohlenstiege 34
48565 Steinfurt

Bericht Nr. 6

Projektgruppe „Theater und Co“

Idee: Erfahrungen mit (häuslicher) Gewalt und Bewältigung von Gewalterfahrungen im Leben Jugendlicher

Projektverlauf: Der gesamte Jahrgang 6 der Euregio-Gesamtschule (5 Klassen) wurde in dieses Projekt einbezogen. Nach Vorgesprächen mit den KlassenlehrerInnen, die von der Schulreferentin Pfarrerin K. Hemker und der Sozialpädagogin Katharina de Wiljes geführt wurden, besuchten alle Klassen vor oder nach dem Theaterprojekttag die Ausstellung „Rosenstr.76“ . Der Besuch mit pädagogoischem Begleitprogramm wurde vom Schulreferat gestaltet und durchgeführt.

An der Euregio-Gesamtschule wurde dann am Mittwoch, den 11. Juni 2008 ein ganztägiger Projekttag in Kooperation mit der theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück mit dem Thema und Theaterstück „Große Klappe – stumme Schreie“ durchgeführt.

Der Projekttag begann mit dem gleichnamigen Theaterstück in der Aula. Im Klassenverband wurde dann mit TheaterpädagogInnen gearbeitet. Den Abschluss bildete eine gemeinsame Aufführung der von SchülerInnen erarbeiteten Szenen zunächst wieder im Klassenverband, danach im gesamten Jahrgang.

Zum Abschluss wurden alle Klassen noch einmal besucht. Mit der Erfahrung aus den vorhergehenden Projekttagen wurde der Film „Kennst Du das auch?“ bearbeitet. Der Schwerpunkt dieser Phase lag auf dem erstellen einer Hilfsliste für Kinder und Jugendlich in Rheine.

Wirkung: Durch die Kooperation mit der Schule wurde eine breite Öffentlichkeit in Schule und Elternhaus erreicht. Da die Resonanz bei allen Beteiligten so gut war, hat die Schule beschlossen, das Thema „Gewalt und Bewältigungsformen“ in den nächsten 2 Jahren in jedem 6.Jahrgang als festes Projekt zu etablieren.

Kontakt:
Evang. Kirchenkreis  / Schulreferat
Kerstin-A. Hemker
Bohlenstiege 34
48565 Steinfurt

Bericht Nr. 7

 Häusliche Gewalt bei Kindern erkennen
Schulung von MultiplikatorInnen, um häusliche Gewalt zu erkennen

Projektverlauf: In diesem Projekt standen MultiplikatorInnen aus Kindertageseinrichtungen, Fachschulen für Sozialpädagogik und LehrerInnen aus Rheiner Grundschulen im Mittelpunkt.

Die Unterstufen der beiden Fachschulen für Sozialpädagogik in Rheine wurden von der Schulreferentin Pfarrerin K. Hemker im Vorfeld besucht. Die Josef-Pieper-Schule entschied sich dann , an dem Projekt teilzunehmen.

Nach einem ausführlichen Besuch der Ausstellung Rosenstr. 76 fand am Montag, den 2. 6. 2008 ein mehrstündiges Seminar mit über 90 TeilnehmerInnen in der Euregio-Gesamtschule statt. Referentinnen und Leiterinnen der Workshopgruppen waren neben Frau Rita Kühn, ehemals DW Münster, jetzt Geschäftsführerin von pfo familia, Frau Sabine Fischediek, Frauenhaus Rheine, weitere pädagogische Mitarbeiterinnen des Frauenhauses Rheine, Frau Uta van Delden, Kirchenkreis Tecklenburg, Leiterin des Verbundes der Kindertagesstätten und Frau Reinhild Runde, kath. Schulseelsorgerin in Rheine.
In den Workshops und im Plenum wurden Erkennungszeichen von häuslicher Gewalt bei Kindern und Jugendlichen beschrieben, direkte Interventionsmodelle und vor allem präventive Schritte vorgestellt und erarbeitet.

In Verknüpfung mit Projekt Nr. 6 „Theater und Co“ wurden die Eltern der Jahrgänge 6 der Euregiongesamtschule am Dienstag, den 10.6.2008 zu einer Präsentation des Stückes „Große Klappe – stumme Schreie“ in die Schule eingeladen. In Kleingruppen wurde mit den Theaterpädagogen, den SchülerInnen der Fachschule für Sozialpädagogik von der Josef-Pieper-Schule, Rheine, dem Leiter des präventiven Rates bei Kreispolizei und den Eltern verschiedene Facetten und Erfahrungen mit (häuslicher) Gewalt sowie präventive Schritte besprochen.

Wirkungen: Gerade in den Verzahnungen der unterschiedlichen Zielgruppen ergab sich die gute Möglichkeit, der gegenseitigen Wahrnehmung und Vernetzung von Akteuren, die sich sonst kaum begegnen. Bei den TeilnehmerInnen aus den Schulen wurde die Tatsache, dass auch Jugendliche im Schulalter betroffen sind, ins Bewußtsein gerückt. Die Schulseelsorgerin R. Runde ist an mehreren Rheiner Schulen nach dem Projekt in Einzelfällen zur Unterstützung an Schulen gebeten worden.
Die Fachschule für Sozialpädagogik wird in der Ausbildung der ErzieherInnen den Aspekt „Gewalt erkennen und präventive Schritte gehen“ in Kooperation mit den örtlichen Partnern verstärkt berücksichtigen.

Kontakt:
Evang. Kirchenkreis  / Schulreferat
Kerstin-A. Hemker
Bohlenstiege 34
48565 Steinfurt

Bericht Nr. 8 + 9

Deeskalation

Die Kirchengemeinde Evingsen, insbesondere Pfr. Ernst Pallmann hat sich nach einigen Vorkommnissen im Dorf mit gewaltbereiten Jugendlichen entschieden, dem entgegen zu wirken. Daraus entstand eine Veranstaltungsreihe für 2008, die im Ev. Gemeindehaus, die Kinder,  Jugendlichen  und Eltern  gleichermaßen ansprechen soll.
Der Auftakt für die Veranstaltungsreihe war der  am 11.04.08 durchgeführte Schnupperabend für Jugendlich ab 12 Jahren zum Thema: „Will´se gleich eins in die Fresse, oder lieber später?“ Dieser fand großen Anklang unter den Jugendlichen, so dass  auch die anschließende Tagesveranstaltung am 26.04. mit ca. 20 Teilnehmern sehr gut besucht wurde. Die Jugendlichen treffen sich dort wöchentlich in eigenen Räumlichkeiten, so dass das Gemeindehaus vertraute Umgebung ist.

Uli Rentsch, Polizist im Kreis Unna „Kommissariates Vorbeugung“, Deeskalationstrainer und Mitarbeiter der Gewalt Akademie Villigst konnte mit seinem riesigen Repertoire an Spielen, Rollenspielen und Übungen die Jugendlichen begeistern. Zunächst gab es Spiele, die vom gegeneinander zum miteinander führten, und Fairness übten. Die Jugendlichen wurden sensibilisiert, sich selbst sowie auch andere Personen mit ihren Gefühlen wahrzunehmen. So haben z.B. alle Teilnehmenden ihren eigenen, inneren Schiedsrichter aktiviert, um eigenes Handeln zu überprüfen.
Anhand von praktischer Rollenspiele aus dem Lebensalltag: Situationen vom Schulweg, Bus, Pausen, aber auch in Gespräche mit Eltern oder Lehrern wurden Verhaltensmuster deutlich, Alternativen gesucht, neu erprobt und eingeübt. Es wurden Regeln von den Teilnehmern aufgestellt, die im Umgang miteinander wichtig wurden.
Bei „Spaßkämpfen“ in denen einzelne Personen oder Gruppen gegeneinander nach bestimmten Regeln antraten, wurde von allen Beteiligten darauf geachtet, dass diese eingehalten wurden . Diese von den Teilnehmenden  selber aufgestellten Regel, wurden im Umgang miteinander immer wichtiger, jede und jeder musste diese mittragen. Dabei erlebten die Jugendlichen nicht nur die „Pflicht“ sondern auch die Gemeinsamkeiten und die Sicherheiten, die es dadurch auch gab. So bekam das Wort „STOP“ eine wichtige Bedeutung, die deutlich  Grenzen aufzeigt, die eingehalten werden müssen.
Während der gesamten Veranstaltung über beide Tage gab es auch immer wieder Theoriefragen, die ebenfalls behandelt worden sind, so z.B. : Wo und wie kann ich mir Hilfe holen?, Wie reagiere ich bei verbalen Attacken ? Die Jugendlichen meldeten an beiden Tagen zurück, viel Spaß gehabt zu haben und neue Erkenntnisse bekommen zu haben.

Kontakt:
Evangelische Kirchengemeinde Evingsen
Pfarrer Ernst Pallmann & Jugendreferentin Sylvia Kothe – Frankholz
Auf dem Kamp 3
58762 Altena

Bericht Nr. 10

Besuch der Rosenstrasse 76

Am Samstag, den 19.04.08 besuchten Jugendliche des Ev. Jugendtreffs Evingsen die Ausstellung „Rosenstrasse 76“ in Unna zur Häuslichen Gewalt. Die Jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahren beschäftigten sich seit einiger Zeit mit den  Themen Gewalt, Deeskalation, Fairness und Respekt im Rahmen mehrerer Projekte.

Die Ausstellung in Form einer „ganz normalen“ Dreizimmerwohnung in der Stadtkirche wurde von den Teilnehmenden als lebensnah und interessant und empfunden. Die Vielfalt an Informationen und Statistiken war sehr groß. Besonders beschäftigten sich die Jugendlichen während der Besuchszeit vor Ort, sowie auch im Anschluss daran, mit den Zitaten von Opfern.  Es wurde von Tatsachen berichtet, die für einige unvorstellbar und für andere bekannt sind. Gefühlen wurden benannt und konnten von den Jugendlichen auf unterschiedliche weise nachvollzogen werden. Besonders wichtig wurde aufgrund der ausgelösten Gefühle die Gesprächsrunde im Anschluss. Unserer Gruppe stand Frau Plancke, eine Mitarbeiterin des Kinder – und Jugendseelsorgetelefons und eine Rechtsanwältin als Gesprächspartner zur Verfügung.
Insgesamt wurde die Ausstellung als wichtig, gut und aktuell von den Jugendlichen bewertet: „Gut dass wir uns sowas mal angetan haben und darüber nachdenken und sprechen konnten“.

Kontakt:
Evangelische Kirchengemeinde Evingsen
Pfarrer Ernst Pallmann & Jugendreferentin Sylvia Kothe – Frankholz
Auf dem Kamp 3
58762 Altena

Bericht Nr. 11

Gewalt Deeskalation  - Training für Konfirmand/innen

Während  des Konfirmandenunterrichts setzten wir uns mit dem Thema „Gewalt“ auseinander. Zunächst einmal wurde „Gewalt“ definiert und dann gesammelt, in welchen Bereichen Gewalt eine Rolle spielt Dazu wurden die Lebensbereiche Familie, Schule, Freundeskreise, Sportvereine und sogar die Konfirmandengruppe selber genauer untersucht.
Bald stand fest, dass fast in allen Bereichen Gewalt in unterschiedlicher Form und Stärke fester Bestandteil ist, so z.B. durch Mobbing  in der Schule, Ausgrenzung im Freundeskreis bzw. in der Klasse, aber ebenfalls in der Familie durch Geschwister oder Eltern. Gewalt scheint keine Seltenheit zu sein.
Die Formen der Gewalt wurden unterschiedlich bewertet, da sie einen mehr oder weniger treffen und belasten. Gewalt hat also mit Gefühlen zu tun, und je nachdem wie „weh“ es tut – trifft es den einzelnen mehr oder weniger.

Meistens mehr, als jede / jeder bereit ist zuzugeben.

Bei  Rollenspiele von Situationen, die jede/r Teilnehmende aus eigener Erfahrung oder aus Erzählungen kennt ( Streit unter Geschwistern, Krach mit den Eltern wegen der Schule, weil es unterschiedliche Ansichten zu einem Thema gibt, Stress in der Schule...) gab es Rollenspiele und die Aufgabe an alle Beteiligten bzw. die jeweiligen „Beobachter/innen“ genau auf Gefühle, Körpersprachen und Stimmen zu achten. Hier hatten alle Jugendlichen die Chance jeweils unterschiedliche Rollen in Konfliktsituationen einzunehmen. Eigenes Verhalten und das der Mitspieler wahrzunehmen und zu beschreiben, wurde geübt.
Im nächsten Schritt wurden Verhaltensmuster analysiert, ausprobiert, und auch weiterentwickelt.  Daraus formulierten die Jugendlichen  im Umgang miteinander Regeln, Grenzen und Bedürfnisse, die ihnen während des Trainings deutlich geworden sind.
Mit dem Ziel, diese beizubehalten, zu verinnerlichen und auszubauen  und einer Einladung zu den weiteren Projekten in der Kirchengemeinde (Kampfesspiele, Coolnesstraining, Selbstbehauptung) haben wir dieses Vorhaben nur vorläufig beendet.

Kontakt:
Evangelische Kirchengemeinde Evingsen
Pfarrer Ernst Pallmann & Jugendreferentin Sylvia Kothe – Frankholz
Auf dem Kamp 3
58762 Altena

Bericht Nr. 12 + 14

Kampfesspiele und Coolness

Der Großteil der Teilnehmenden der (zweimal) zweitägigen Veranstaltung „Kampfesspiele und Coolnesstraining“ hatte sich erste Grundlagen bereits in den vorhergehenden Trainings zur Deeskalation angeeignet, die Uli Rentsch (unser Trainer) bereits im Vorfeld hier durchgeführt hatte. Die neuen Teilnehmenden wurden mit einigen Übungen schnell in die Thematik miteinbezogen und in die Gruppe integriert.

Aufbauend auf unser Deeskalationstraining (Bericht Nr. 11) lag der Schwerpunkt hier im Bereich der Körpersprache, der Kommunikation und der Selbstkontrolle in Konflikt und Bedrohungssituationen.
Anhand von Rollenspielen, Konfliktgesprächen und Interviews wurde einerseits die Körpersprache genau betrachtet; also wie sehe ich andere Jugendliche und wie wirke ich selber mit meiner Körperhaltung auf andere Menschen? Hier gab es erst Aha - Erlebnisse.
Andererseits waren die jeweiligen Kommunikationsebenen ein weiterer Schwerpunkt. So wurden geübt, sich nicht sofort auf verbale Angriffe und Attacken einzulassen, sondern zunächst selber „cooler“ zu bleiben, zu reagieren und im nächsten Schritt sein Gegenüber z.B. mit geeigneten Fragen „runterzubringen“, um weitere Konflikteskalationsstufen zu umgehen.
Ein wichtiger Bereich waren auch der Umgang mit Schuldzuweisungen bzw. Selbstbeschuldigungen, die anhand unterschiedlicher  Kriterien wahrgenommen, in ihren möglichen Wirkungen eingeschätzt und der Umgang mit solchen Situationen ausprobiert wurde. Dabei spielt  auch die Gefühlsebene immer eine wichtige Rolle.

Die Jugendlichen bewerteten das Training als wichtige  Unterstützung für viele Alltagssituationen in Schule, Elternhaus und Berufsausbildung.

Kontakt:
Evangelische Kirchengemeinde Evingsen
Pfarrer Ernst Pallmann & Jugendreferentin Sylvia Kothe – Frankholz
Auf dem Kamp 3
58762 Altena

Bericht Nr. 13 + 16

Selbstbehauptung

Die (zweimal) zweitägige Veranstaltung zum Thema „Selbstbehauptung: Selbstsicherheit, Körpersprache und soziale Kompetenzen“ war so konzipiert, dass sie viele Mädchen zwischen 12 und 16 Jahren in unserer Gemeinde ansprach. Die Deeskalationstrainer Bianka Ledermann legte jeweils einen Schwerpunkt des Seminars auf „sichere“ und „unsichere“ Körpersprache. Dazu gab es verschiedene Rollenspiele aus dem Alltag der Mädchen.
Während der gespielten Situationen wurde bereits die Körpersprache durch verschiedene Rollen, z. B. Täter- und Opferrollen verdeutlicht. Jedes Mädchen hatte die Gelegenheit sich in beiden Rollen auszuprobieren. Wichtig wurde hier auch der Einsatz der eignen Stimme. Sich mal sehr lautstark durchzusetzten oder ein einfaches aber deutliches „NEIN“ war für einige Mädchen schon eine echte Herausforderung. In der inzwischen vertrauten Gruppe, wurde solange geübt, bis sich auch das letzte Mädchen dazu überwinden konnte.

In den anschließenden Auswertungsrunden, spielten die Gefühle der Mädchen eine große Rolle. Darüber hinaus konnten die Mädchen sich auch auf Übungen mit „Rangeleien“ einlassen und entdeckten daran Spaß zu haben bzw. Kräfte zu messen. Technisch wurden die statistisch häufigsten Angriffe gegen Mädchen und Frauen gezeigt und bearbeitet und dabei gelernt, wie jede für sich die Chance erhöht, aus so einer Situation heraus zukommen. Dazu vermittelte Frau Ledermann unterschiedliche Befreiungstechniken unter Einsatz verschiedener Körperteile, so dass sich jedes Mädchen letztendlich selber entscheiden konnte, mit welcher Technik sie speziell am besten zu Recht kommt. Diese Befreiungstechniken wurden geübt - sie sind natürlich keine Garantie aber geben jedem Mädchen mehr Sicherheit.
Durch verschiedene Rollenspiele wurden auch die Gefühle der Mädchen angesprochen, so wurden z.B. unterschiedliche Kräfteverhältnisse bearbeitet. Auch die rechtlichen Situationen wie zum Beispiel das Thema „Notwehr“ oder wann überschreite ich „Notwehr“, wurde thematisiert. Während der  gestellten Situationen wurden auch immer wieder Themen wie Mobbing, Umgang mit Außenseiter/innen oder Zivilcourage aufgegriffen. Die Mädchen haben mit viel Spaß, eine Menge Sicherheit gewonnen.

Kontakt:
Evangelische Kirchengemeinde Evingsen
Pfarrer Ernst Pallmann & Jugendreferentin Sylvia Kothe – Frankholz
Auf dem Kamp 3
58762 Altena

Bericht Nr. 15

Erlebnispädagogischer Tag

Im Rahmen unseres Projektes zur Thematisierung häuslicher Gewalt haben wir speziell für Jugendliche „erlebnispädagogische Tage“ eingebaut.   So trafen wir uns am Wochenende mit Jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahren im kircheneigenen Wald, um gemeinsam eine ungewöhnliche und abenteuerliche Zeit zu erleben. Die Jugendlichen besuchen zurzeit  den Konfirmandenunterricht oder den Jugendtreff Evingsen, hatten aber zum Teil keine Berührungspunkte im Alltag.

Nach einer ersten Kennlernphase bildeten die Jugendlichen 2er Teams, um Vertrauensspaziergänge zu unternehmen, dazu wurde jeweils einer/m Partner/ Partnerin die Augen verbunden, und der/die jeweils andere Partner/ Partnerin hatte die Verantwortung für den „Blinden“ und musste ihn/sie sicher durch den Wald führen. Dieser Teil wurde von den Teilnehmenden als eine sehr spannende - positive Erfahrung gewertet.
Anschließend gab es 2 Gruppenaufgaben: Jede Gruppe hatte 50 Minuten Zeit, um eine Murmelbahn zu bauen. Allgemein galt, es dürfte nur  Material verwendet werden, die der Waldboden so hergab. Die Bahn müsste ein klar definierten Anfang und Ende haben, sowie 3 m lang sein. Darüber hinaus gab es für jedes Team noch spezielle Vorgaben. So z. B. einen 90 Grad Winkel und eine Wippe, bzw. einen Tunnel und einen freien Fall einzubauen.
Ziel der jeweiligen Gruppen war es, Kreativität, die Kooperation und Teamfähigkeit untereinander zu fördern. Diese Aufgaben wurden von beiden Teams mit viel Spaß sehr gut umgesetzt.
Den Abschluss im Wald  bildete die Überwindung eine Seilbrücke, die  ca. 1m hoch und 4 Meter lang war. Alle Teilnehmenden machten hier ebenfalls gute Erfahrungen, beim Ausprobieren der verschieden Techniken und durch die Unterstützung der zusehenden Jugendlichen.
Danach gab es weitere Kooperationsspiele und Kommunikationsübungen im Gemeindehaus. Die Teilnehmenden verließen das Gemeindehaus mit dem Gefühl, dass alle die nicht dabei gewesen sind, etwas verpasst haben.

Kontakt:
Evangelische Kirchengemeinde Evingsen
Pfarrer Ernst Pallmann & Jugendreferentin Sylvia Kothe – Frankholz
Auf dem Kamp 3
58762 Altena

Bericht Nr. 17

Entmutigende Sätze mit Jugendlichen
im Alter von 16-20 Jahre


In diesem Projekt zur Thematisierung häuslicher Gewalt ging es darum, mit den Jugendlichen verschiedene Situationen aus ihrem Leben zu besprechen und Zitate und Sätze zu sammeln die junge Menschen entmutigen. Wir haben zusammen überlegt in welche Kategorien man die Sätze aufteilen kann. Die Jugendlichen haben drei verschiedene Kategorien gewählt und zwar (entmutigende Sätze von) Eltern, Freunde und Schule.
Dazu haben wir 3 verschiedene Plakate angefertigt und die Sätze aufgelistet. Danach haben die Jugendlichen gemeinsam überlegt wie man die entmutigenden Sätze umformulieren kann, sodass sie ermutigen. Auch hierzu wurde ein Plakat erstellt.

Ziel unseres Vorhabens ist es, Kinder und Jugendliche so zu stärken, dass sie bei Entmutigung, Kränkung, Erniedrigung nicht gleich resignieren oder woanders ihre Wut ablassen, sondern die vorhandene Demütigung beim Namen nennen, thematisieren und möglichst sogar im Gespräch mit dem/r Verursacher/in zur Sprache bringen und konstruktiv bearbeiten.


Hier eine Auflistung der:

entmutigenden Zitate von Eltern:
- Wir hätten dich „ nutzlos“ nennen sollen!
- Ich habe jetzt keine Zeit!
- Das macht man nicht!
- Lass mich das, das geht sonst bloß wieder schief!
- Du bist nichts wert!
- Du bist zu nichts zu gebrauchen!
- Du bist ein Hoffnungsloser Fall!
- Ich bin froh, wenn du ausgezogen bist!
- Du gehörst nicht mehr zu dieser Familie!
- Aus dir wird doch nie was!
- Du warst ein Unfall!
- Lass mich das lieber machen, du kannst das eh nicht!
- Lern doch mal, dann werden auch deine Noten bessert!
- Du bist so faul!
- Deine Geburt grenzt an Umweltverschmutzung!
- Du kommst ins Heim!
- Wenn dir das hier zu doof ist, dann zieh doch aus!

entmutigenden Sätze  aus dem privaten Umfeld / von Freunden:
- Hast du keine Hobbys?
- Hast du kein Zuhause?
- Hast du irgendwelche Probleme?
- Du kannst auch nichts!
- Jetzt halte einfach die Klappe!
- Ich mochte dich noch nie!
- Du bist so dumm wie scheiße!
- Du bist so doof wie Brot!
- Du kriegst nie eine/ einen ab!
- Du warst schon immer ein Außenseiter!
- Ich will dich nicht sehen!

entmutigenden Sätze aus der Schule:
- Wie willst du einen Schulabschluss kriegen?
- Du gehst mir auf den Keks!
- „Du Streber“
- „Du Schleimer“
- Versuch es erst gar nicht!
- Ihr seid so faul, das geht auf keine Kuhhaut!
- Kauf dir einfach ein T-Shirt auf dem „Opfer“ steht!
- Ich geh gleich, ihr könnt mich mal!
- Du sitzt nicht im Boot!
- Ich bin froh, wenn ich dich nicht mehr sehen muss!
- Ich dachte du wärst gut erzogen!

Ermutigende Sätze:
- Das machst du gut!
- So hätte ich das auch gemacht!
- Ich bin deiner Meinung!
- Ich hab dich lieb!
- Ich find dich toll!
- Du siehst gut aus!
- Du bist mein Vorbild!
- Aus dir wird bestimmt was!
- Das find ich super!
- Du bist mein Lieblingskind!
- Ich bin mit dir so zufrieden wie du bist!
- Du hast dein Zimmer toll aufgeräumt!
- Ohne dich würde mir was fehlen!
- Schön das es dich gibt!

„Das darfst du nicht“, sagte der Vater.
Gläubig blickte der Kleine zu ihm auf und ließ es zu.
„Dafür bist du noch zu klein“, erklärte die Mutter.
Respektvoll zog er sich zurück.
„Auch dies ist nicht gut“, erzog ihn der Vater.
„und jenes nicht recht“, erzog ihn die Mutter.
„Wenn große Leute sprechen, sagen Kinder nichts“, ermahnte man ihn.
Also schwieg er bescheiden.
„Gib dich nicht so dumm!“, rügte der Lehrer.
Und der Schüler ließ auch das Fragen.
„Er ist so linkisch und gar nicht gesprächig“, langweilten sich die Mädchen.
Das munterte auch nicht auf.
„Sitz nicht im Hause herum!“, rügte der Vater.
„Was suchst du auf der Straße?“, rügte die Mutter.
„Er scheint mir verklemmt“, meinte der Arzt.
„Verschlossen“, sagte der Lehrer.
„Verträumt. Was soll aus ihm werden?“
„Kann ich nicht brauchen“, urteilte der Chef.
„Vergrämt mir die Kundschaft. Spricht kaum.
Keinen eigenen Kopf. Fragt auch nichts. Seltsamer Kauz!“
„Organisch gesund“, sagte der Arzt.
„Und war so ein hübsches Kind“, flüsterten die Nachbarn.
„Alles kümmerte sich. Familie, Schule, nichts fehlte ihm.
Aber wird mit dem Leben nicht fertig.
Die armen Eltern.“
(aus: Theo Schmich, Die Blumen des Blinden, Chr. Kaiser Verlag)

Kontakt:
Jugendzentrum auf der Höhe
c/o Maj-Leena Posselt
Rheinstraße 162
45219 Essen
Tel: 02054-4648

Bericht Nr. 18

Foto-Projekt zu „entmutigenden Sätzen und Sprüchen“

In diesem Projekt haben wir mit ca. 15 Jugendlichen im Alter von 16-20 Jahre
Fotos zu verschiedenen (demütigenden – verletzenden) Situationen aus dem (häuslichen) Alltag der Jugendlichen gemacht. Vorlage dafür waren die gesammelten Sprüche und Sätze unseres anderen Projektes (Nr. 17) mit den entmutigenden Sätzen.

Die Jugendlichen überlegten wie man zum Beispiel den Satz: „Du hast ja überhaupt keine Freunde“ auf einem (gestellten) Foto darstellen kann. Nach je einem „Brainstorming“ diskutierten sie Ihre eigenen Vorstellungen und entwickelten Vorschläge zur Realisierung je einer bildlichen Darstellung (Foto).

Unsere Ziele dabei waren, dass die Jugendlichen ihre eigenen Ideen einbringen, diese ausprobieren und sich darüber einig werden wie sie über Körpersprache, Gestik und Mimik die Fotos gestalten wollen. Außerdem sollten sie erfahren und lernen, dass man bei vielen Projekten nur als Team zusammen arbeiten kann um Erfolg zu haben und um ein gutes Produkt zu bekommen.

Ziel unseres Vorhabens ist es, Kinder und Jugendliche so zu stärken, dass sie bei Entmutigung, Kränkung, Erniedrigung nicht gleich resignieren oder woanders ihre Wut ablassen, sondern die vorhandene Demütigung beim Namen nennen, thematisieren und möglichst sogar im Gespräch mit dem/r Verursacher/in zur Sprache bringen und konstruktiv bearbeiten.

Kontakt:
Jugendzentrum auf der Höhe
c/o Maj-Leena Posselt
Rheinstraße 162
45219 Essen
Tel: 02054-4648

Bericht Nr. 19

Gefühlsbilder einer Mädchengruppe

Mädchen im Alter von 8 - 12 Jahre

In dem Projekt ging es darum, mit Mädchen die verschiedenen Gefühle die ein Mensch haben und ausdrücken kann, vor- und darzustellen. Dazu haben wir uns mehrfach getroffen um mit den Mädchen erst einmal die verschiedenen Gefühle zu sammeln und zu besprechen. Die Mädchen sollten alle Gefühle die ihnen selbst eingefallen sind, ob positiv, negativ oder neutral auf einem Plakat auflisten.

Als kleine Hilfestellung hatten wir verschiedene Gefühlsbilder, die die Mädchen sich anschauen konnten. Die Mädchen sollten herausfinden um welche Gefühle es sich auf diesen Bildern handelte.
Bei dem nächsten Treffen haben wir mit den Mädchen Fotos gemacht, auf denen sie selbst die gesammelten Gefühle ausdrücken sollten. Dabei sind viele Fotos mit verschiedenen Gefühlen entstanden. Unser Ziel dabei war das die Kinder sich über viele verschiedene Gefühle die ein Mensch haben kann im Klaren werden. Außerdem konnten die Mädchen über ihre eigenen Erfahrungen mit Gefühlen sprechen, zum Beispiel was einen traurig oder glücklich macht. Die Mädchen konnten sich austauschen wie man mit verschiedenen Gefühlen umgeht und wie man sich in verschiedenen Situationen am besten verhalten kann und soll.

Hier ist eine Auflistung der Gefühle die wir gesammelt haben:

Positive Gefühle
- fröhlich
- freundlich
- verliebt
- verträumt
- erstaunt
- stolz

Neutrale Gefühle
- nervös
- nachdenklich
- schämen
- aufgeregt
- gelangweilt

Negative Gefühle
- ängstlich
- traurig
- böse
- sauer
- verletzt
- wütend
- eifersüchtig
- geschockt
- enttäuscht
- frech
- bockig
- einsam
- zickig
- unsicher

Kontakt:
Jugendzentrum auf der Höhe
c/o Maj-Leena Posselt
Rheinstraße 162
45219 Essen
Tel: 02054-4648

Bericht Nr. 20 und 21

Zu zwei zweitägigen Trainings  „Gewalt sehen – Gewalt erfahren“.


Kinder und Jugendliche finden in der Schule im Klassenverband eine Sozialstruktur, die von bekannten und akzeptierten Regeln und Normen geprägt ist. Das soziale Miteinander weist feste Eckpunkte und ein berechenbares, weil bekanntes, Verhalten der Gleichaltrigen auf.
Im Vergleich zu anderen Orten ist die Schule für Kinder und Jugendliche ein relativ sicherer und geschützter Bereich.
Außerhalb dieses Bereiches gelten die vereinbarten oder gewachsenen Regeln nicht, besonders Gewalterfahrungen, ob selbst als Opfer oder als Beobachter von Partnergewalt, treffen die Kinder und Jugendlichen oft unerwartet.

Dies gilt insbesondere, wenn Kinder und Jugendliche auf mehreren Ebenen (Familie, Gleichaltrige, Freizeitbereich, sozialräumliches Umfeld)   Belastungen ausgesetzt sind, wenn Gewalterfahrungen aus einem Umfeld kommen, das vertraut ist und dem ein seit früher Kindheit gewachsenes Vertrauen entgegen gebracht wird.
Das gilt insbesondere für die Familie, aber auch für Personen, die in unterschiedlichem Umfeld unterschiedliche Verhaltensmuster zeigen („Mein Klassenkamerad verhält sich in unserer Siedlung ganz anders“).

In zwei zweitägigen Projekten (ca. 16 Std.) in den Klassen 6. a + b einer Hauptschule haben wir mit Übungen, Reflexionen, Rollenspielen und szenischem Theater  die Teilnehmer/-innen sensibilisiert. Die Teilnehmer/ -innen   waren in der Lage, gewalthaltiges und  gewalttätiges Verhalten, wie es in der Familie und/oder dem sozialräumlichen Umfeld möglich ist, zu erkennen,  zu benennen und negativ zu werten.

War zu Beginn des Projektes die Konfliktlösungskompetenz noch sehr gering, waren am Ende Ansätze eigener Lösungsstrategien erkennbar und umsetzbar.

Kontakt:
Pauli – Hauptschule
Walter Frigger
Müllingser Weg 31
59494 Soest

Bericht Nr. 22 + Nr. 23 + Nr. 24 + Nr. 25

Zum Projekt „Häusliche Gewalt“ des Kunstvereins östliches Sauerland

1. Austellung „Eva hat das Leiden satt“
/ Projekt 25

Der Kunstverein östliches Sauerland hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kunst als Medium einer Wahrnehmungsdifferenzierung in die regionale Öffentlichkeit zu tragen. Vor diesem Anspruch wurde als erste große Ausstellung des noch jungen Vereins (Grü25ndung 2007) die Wanderausstellung „Eva hat das Leiden satt“ des Frauenmuseums Bonn in das Kloster Bredelar im Hochsauerlandkreis geholt. Die Exponate der beteiligten Künstlerinnen stießen sowohl bei der einheimischen Bevölkerung, Schulklassen aus dem näheren Umfeld, aber auch bei Besuchern aus entfernteren Gegenden auf Interesse. Begleitet wurde die Ausstellung durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit in den regionalen Medien (Zeitungen, Radio Sauerland), die das tabuisierte Thema der häuslichen Gewalt in den Blickpunkt rückte.
Die Sensibilisierung für das Thema „Häusliche Gewalt“ erfolgte vor allem auch über ein zielgruppenorientiertes Begleitprogramm:

2. Workshop „Traumaarbeit“ / Projekt 23

 Für die Zielgruppe der Pädagogen, die mit traumatisierten oder von Traumata bedrohten Kindern und Jugendlichen arbeiten, wurde zur Vertiefung des Themenfeldes
ein workshop mit dem Traumatherapeuten Joachim Häcker angeboten. In diesem Workshop wurden sowohl die Traumaursachen, die Traumadynamik als auch die Traumatherapie vorgestellt. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen kamen aus den Bereichen verschiedener Schulformen, Jugendhilfeeinrichtungen und Beratungsstellen . Es fand ein intensiver Austausch statt, der auch den Vernetzungsgedanken der professionellen Helfer aktivierte.

3. Präventionsarbeit (Klassen 8-10) – Frauenhaus / Projekt 22

Das Frauenhaus Arnsberg stellte auf einer Veranstaltung sein Präventionskonzept gegen häusliche Gewalt vor Schülern und Schülerinnen verschiedener Jahrgangsstufen vor. Vor allem die Broschüre „Warnzeichen“ stieß bei den Mädchen und jungen Frauen auf großes Interesse. Ergänzend zu dieser öffentlichen Veranstaltung arbeiteten die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses Arnsberg noch mit einer Klassen der gymnasialen Oberstufe eines regionalen Gymnasiums. Durch beide Veranstaltungen konnte erreicht werden, dass das Frauenhaus als Ort der Hilfe bei  und Prävention von  häuslicher Gewalt stärker in das Bewusstsein der Menschen im hiesigen Raum trat.

4. Anti-Gewalt-Training mit Schülern / Projekt 24

Der Anti-Gewalt-Trainer Ulf Hecht arbeitete im Rahmen des Ausstellungsprojektes mit Schülergruppen an zwei Schulen in Brilon. Zum einen mit
einer Gruppe an der Heinrich-Lübke-Schule (Haupschule) und mit der Christopherus-Schule
(Förderschule Lernen). In beiden Schulen wurde das Projekt, das durch den Kunstverein für die Schüler und Schülerinnen kostenfrei angeboten wurde, mit sehr guter Resonanz aufgenommen und auch durch entsprechende Medienberichte in die Öffentlichkeit getragen.

Resümee:

Durch die vier miteinander eng vernetzten Projekte konnte erreicht werden, dass das Thema „häusliche Gewalt“ in unserer Region sowohl in der Fachöffentlichkeit, in der medialen Öffentlichkeit und auch bei potentiell Betroffenen kommunizierbar wurde. Durch die große Medienpräsenz während der Ausstellung  dürfte ein Bewusstsein sowohl über die Tragweite des Problems als auch über die verschiedenen Möglichkeiten der Hilfe und der Prävention entstanden sein.

Kontakt:
Kunstverein östl. Sauerland e.V.
Edith Schlömer-Bracht
Pulvermühle 7
59929 Brilon

Bericht Nr. 26

„Schritte gegen Tritte“

An zwei Tagen haben sich die Schüler und Schülerinnen aller 8. Jahrgänge mit dem Thema Gewalt und Mobbing beschäftigt. Neben der Begriffsbestimmung standen vor allem die Gewalt an Schulen und häusliche Gewalt im Vordergrund.

Tag 1
Was ist Gewalt? Was gehört dazu? Was fällt dir dazu ein? Der erste Teil des Projekttages diente dazu, die Ideen zum Thema mit Hilfe eines Brainstormings zu sammeln und daraufhin zu sortieren. Schnell wurde deutlich, dass man den Begriff „Gewalt“ differenziert betrachten muss. Den Schüler/-innen wurden verschiedene Formen der Gewalt kurz erläutert und vorgestellt. Im weiteren Verlauf des Tages wurden diese verschiedenen Bereiche, beispielsweise in Form von häuslicher Gewalt oder Gewalt in der Schule, in Filmbeispielen immer wieder thematisiert. Die Filmsequenzen wurden in Kleingruppen reflektiert und bearbeitet.
Im zweiten Teil des Projekttages wurde der Besuch eines Polizeikommissares mit den Schüler/-innen vorbereitet. Es entstand ein Fragenkatalog, der das kommende Gespräch erleichtern sollte. Zusätzlich wurden die Jugendlichen über weitere Hilfsangebote informiert. So kann es beispielsweise im Falle von häuslicher Gewalt manchmal hilfreicher sein, zunächst Außenstehende (Schulsozialarbeiter, Kinder- und Jugendtelefon usw.) als Anlaufstelle nutzen zu können.

Tag 2
Am zweiten Tag des Projektes „Schritte gegen Tritte“ wurden zunächst die verschiedenen Formen von Gewalt in einer Diskussionsrunde mit der jeweiligen Klasse noch einmal aufgegriffen. Dieser Wiederholung folgte ein Film, welcher speziell häusliche Gewalt thematisierte.
Um den Jugendlichen einen vertrauenswürdigen Ansprechpartner vorzustellen, wurde abschließend ein Kommissar der Polizei eingeladen, der sich auf „Gewalt“ spezialisiert hat. An diesen konnten die Schüler/-innen ihre Fragen loswerden. Er gab außerdem Tipps, wie man mit häuslicher Gewalt umgehen sollte und verwies zudem auf Handlungsalternativen.
Durch die intensive Arbeit in den zwei Projekttagen, haben die Jugendlichen sowohl einen Überblick über die Begrifflichkeit an sich und die verschiedenen Formen von Gewalt bekommen. Mit Hilfe von mehreren Methoden gewannen sie zudem einen Einblick in die Bereiche, die von Gewalt betroffen sein können.

Kontakt:
Förderverein Ernst Wiechert Schule
Ingo Prein
Isenstedter Straße 75
32339 Espelkamp
Tel: 05772-5551

Bericht  Nr. 27

zur Realisierung eines Projektes Thema: Eltern AG (Schüler/innen + Eltern)
Als „Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh“ entwickelt sich seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit von Verantwortlichen aus Schulen, Jugendarbeit, Kirche und Polizei u.a. zur Gewaltprävention. Eine dabei entwickelte und erfolgreiche Arbeitsform ist die „Eltern-AG“. Im Rahmen einer wöchentlichen Schulstunde praktizieren Eltern – zunächst im Rahmen einer halbjährlichen, fachlichen  Begleitung das, was im Lehrplänen „soziales Lernen“ genannt wird.

Im abgelaufenen Schulhalbjahr haben sich einige der Schulklassen – initiiert durch den Impuls des Projekts Rosenstraße 76 – besonders mit dem Thema der häuslichen Gewalt beschäftigt. Im Rahmen eines unter den Fachleuten abgestimmten Rahmenprogramms ging es dabei im Rahmen von Spielen und Übungen zunächst darum, mit den Kindern und Jugendlichen Formen der (auch häuslicher) Gewalt zu erkennen und benennen zu können. Erstaunlich war für viele der begleitenden Eltern, wie einfach Kinder den Gewaltbegriff füllen, denn Gewalt „tut weh“ – sei es nun „am Körper“ (physisch) oder „am Herzen“ (psychisch).

Aus dieser Erkenntnis konnten dann regelmäßig (Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen) im Rahmen von Übungen zur Wahrnehmung, Sensibilisierung und Kommunikation Erkenntnisse über die Grenzen der eigenen Person und von Anderen mit allen Sinnen abgeleitet werden. Erkenntnisse über das eigene (Selbstwert-)Gefühl konnten übertragbar gemacht werden auch auf andere Personen, was einerseits Mitleidsempfindungen erzeugen kann und so Hilfsangebote für andere Menschen selbstverständlicher werden ließ. Andererseits erschloss sich dadurch aber auch für das (gefühlte) „Opfer“ regelmäßig ein erleichterter Zugang zum Hilfe-Holen und Hilfe-Annehmen.

Im Rahmen der Entwicklung von Schutzfaktoren wurden die Kinder und Jugendlichen auch gebeten, zu beschreiben, was nach ihrer Einschätzung und Erfahrung helfen könne, Formen der (häuslichen) Gewalt zu mindern. Sehr häufig ergaben sich Rückmeldungen, die unter die Überschriften „Anerkennung und Wertschätzung“ passten. Daneben ergaben sich auch regelmäßig Entdeckungen in den Bereich der Selbstbehauptung, z.B. durch Körpersprache-Training.

Zwei Besonderheiten seien zum Abschluss erwähnt: Zum einen ergab eine im Rahmen von Fallstudienarbeiten der Uni Bielefeld in den beteiligten sechsten Klassen durchgeführte Evaluation des (Eltern-AG-)Programms signifikante positive Veränderungen bei den Schülerinnen und Schülern. Daneben dürfte der Einfluss auf die beteiligten Elternteile (pro Klasse mindestens sechs) nicht zu unterschätzen sein. Überdurchschnittlich häufig ergaben sich Rückmeldungen persönlicher Weiterentwicklungen aus dem genannten Personenkreis.

Das vorliegende Bild zeigt die Klasse 3 b der Overbergschule in Gütersloh.

Kontakt:
Heike Schlingplässer-Dotzki
Titanweg 22, 33334 Gütersloh
Tel. 0 52 41/ 68 7519
e-Mail:
ahdotzki@t-online.de

Bericht Nr. 28

Als „Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh“ entwickelt sich seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit von Verantwortlichen aus Schulen, Jugendarbeit, Kirche und Polizei u.a. zur Gewaltprävention. Eine dabei entwickelte und erfolgreiche Arbeitsform ist die „Eltern-AG“. Im Rahmen einer wöchentlichen Schulstunde praktizieren Eltern – zunächst im Rahmen einer halbjährlichen, fachlichen  Begleitung das, was im Lehrplänen „soziales Lernen“ genannt wird.

Im abgelaufenen Schulhalbjahr haben sich einige der Schulklassen – initiiert durch den Impuls des Projekts Rosenstraße 76 – besonders mit dem Thema der häuslichen Gewalt beschäftigt. Im Rahmen eines unter den Fachleuten abgestimmten Rahmenprogramms ging es dabei im Rahmen von Spielen und Übungen zunächst darum, mit den Kindern und Jugendlichen Formen (auch häuslicher) Gewalt zu erkennen und benennen zu können. Erstaunlich war für viele der begleitenden Eltern, wie einfach Kinder den Gewaltbegriff füllen, denn Gewalt „tut weh“ – sei es nun „am Körper“ (physisch) oder „am Herzen“ (psychisch).

Aus dieser Erkenntnis konnten dann regelmäßig (Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen) im Rahmen von Übungen zur Wahrnehmung, Sensibilisierung und Kommunikation Erkenntnisse über die Grenzen der eigenen Person und von Anderen mit allen Sinnen abgeleitet werden. Erkenntnisse über das eigene (Selbstwert-)Gefühl konnten übertragbar gemacht werden auch auf andere Personen, was einerseits Mitleidsempfindungen erzeugen kann und so Hilfsangebote für andere Menschen selbstverständlicher werden ließ. Andererseits erschloss sich dadurch aber auch für das (gefühlte) „Opfer“ regelmäßig ein erleichterter Zugang zum Hilfe-Holen und Hilfe-Annehmen.

Im Rahmen der Entwicklung von Schutzfaktoren wurden die Kinder und Jugendlichen auch gebeten, zu beschreiben, was nach ihrer Einschätzung und Erfahrung helfen könne, Formen der (häuslichen) Gewalt zu mindern. Sehr häufig ergaben sich Rückmeldungen, die unter die Überschriften „Anerkennung und Wertschätzung“ passten. Daneben ergaben sich auch regelmäßig Entdeckungen in den Bereich der Selbstbehauptung, z.B. durch Körpersprache-Training.

Zwei Besonderheiten seien zum Abschluss erwähnt: Zum einen ergab eine im Rahmen von Fallstudienarbeiten der Uni Bielefeld in den beteiligten sechsten Klassen durchgeführte Evaluation des (Eltern-AG-)Programms signifikante positive Veränderungen bei den Schülerinnen und Schülern. Daneben dürfte der Einfluss auf die beteiligten Elternteile (pro Klasse mindestens sechs) nicht zu unterschätzen sein. Überdurchschnittlich häufig ergaben sich Rückmeldungen persönlicher Weiterentwicklungen aus dem genannten Personenkreis.

Das vorliegende Bild zeigt die Klasse 1a der Lindenschule bei einer konstruktiven Problemlösung.

Kontakt:
Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh
c/o Carl W. Borgstedt
Herzebrocker Straße 142, 33334 Gütersloh
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Bericht Nr. 29

Als „Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh“ entwickelt sich seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit von Verantwortlichen aus Schulen, Jugendarbeit, Kirche und Polizei u.a. zur Gewaltprävention. Eine dabei entwickelte und erfolgreiche Arbeitsform ist die „Eltern-AG“. Im Rahmen einer wöchentlichen Schulstunde praktizieren Eltern – zunächst im Rahmen einer halbjährlichen, fachlichen  Begleitung das, was im Lehrplänen „soziales Lernen“ genannt wird.

Im abgelaufenen Schulhalbjahr haben sich einige der Schulklassen – initiiert durch den Impuls des Projekts Rosenstraße 76 – besonders mit dem Thema der häuslichen Gewalt beschäftigt. Im Rahmen eines unter den Fachleuten abgestimmten Rahmenprogramms ging es dabei im Rahmen von Spielen und Übungen zunächst darum, mit den Kindern und Jugendlichen Formen (auch häuslicher) Gewalt zu erkennen und benennen zu können. Erstaunlich war für viele der begleitenden Eltern, wie einfach Kinder den Gewaltbegriff füllen, denn Gewalt „tut weh“ – sei es nun „am Körper“ (physisch) oder „am Herzen“ (psychisch).

Aus dieser Erkenntnis konnten dann regelmäßig (Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen) im Rahmen von Übungen zur Wahrnehmung, Sensibilisierung und Kommunikation Erkenntnisse über die Grenzen der eigenen Person und von Anderen mit allen Sinnen abgeleitet werden. Erkenntnisse über das eigene (Selbstwert-)Gefühl konnten übertragbar gemacht werden auch auf andere Personen, was einerseits Mitleidsempfindungen erzeugen kann und so Hilfsangebote für andere Menschen selbstverständlicher werden ließ. Andererseits erschloss sich dadurch aber auch für das (gefühlte) „Opfer“ regelmäßig ein erleichterter Zugang zum Hilfe-Holen und Hilfe-Annehmen.

Im Rahmen der Entwicklung von Schutzfaktoren wurden die Kinder und Jugendlichen auch gebeten, zu beschreiben, was nach ihrer Einschätzung und Erfahrung helfen könne, Formen der (häuslichen) Gewalt zu mindern. Sehr häufig ergaben sich Rückmeldungen, die unter die Überschriften „Anerkennung und Wertschätzung“ passten. Daneben ergaben sich auch regelmäßig Entdeckungen in den Bereich der Selbstbehauptung, z.B. durch Körpersprache-Training.

Zwei Besonderheiten seien zum Abschluss erwähnt: Zum einen ergab eine im Rahmen von Fallstudienarbeiten der Uni Bielefeld in den beteiligten sechsten Klassen durchgeführte Evaluation des (Eltern-AG-)Programms signifikante positive Veränderungen bei den Schülerinnen und Schülern. Daneben dürfte der Einfluss auf die beteiligten Elternteile (pro Klasse mindestens sechs) nicht zu unterschätzen sein. Überdurchschnittlich häufig ergaben sich Rückmeldungen persönlicher Weiterentwicklungen aus dem genannten Personenkreis.

Das vorliegende Bild zeigt die Klasse 1c der Lindenschule beim Bau einer Pyramide; es ist nicht ganz einfach, jemanden Bekanntes zu nahe bei sich zu ertragen. Allerdings macht das Ergebnis auch stolz – zwei (scheinbar) widerstreitende Gefühle, die harmonisierbar sind.

Kontakt:
Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh
c/o Carl W. Borgstedt
Herzebrocker Straße 142, 33334 Gütersloh
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Bericht Nr. 30

Als „Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh“ entwickelt sich seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit von Verantwortlichen aus Schulen, Jugendarbeit, Kirche und Polizei u.a. zur Gewaltprävention. Eine dabei entwickelte und erfolgreiche Arbeitsform ist die der Aus- und Fortbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Einerseits sind das Menschen, die sich aus Gründen ihres Berufes um das Thema Gewalt kümmern, zum anderen aber auch solche, die das tun aus Gründen einer Berufung, nämlich als ehrenamtlich Tätige und besonders auch als Eltern. Für diesen Personenkreis bieten wir regelmäßig zwei- bis dreitägige Workshops an, innerhalb derer auch das eigene Methodenrepertoire erweitert werden soll. Im Rahmen einer Diplomarbeit an der Universität Bielefeld wurde diese Arbeitsform evaluiert, wobei positive Effekte belegt werden konnten. In diesem Jahr wurde  - initiiert durch das Projekt „Rosenstraße 76“ – von den Verantwortlichen ein Schwerpunkt bei der  Bearbeitung des Themas der „häuslichen Gewalt“ gesetzt.

Das Programm basiert auf spielerischen Impulsen zur Thematisierung des vielschichtigen Bereiches der Gewalt; mit allen Sinnen sollen die Teilnehmer/-innen Erfahrungen machen und im doppelten Sinne „begreifen“ können. Zunächst geht es darum, unterschiedliche Formen (auch häuslicher) Gewalt zu erkennen und zu benennen. Schnell wird klar, dass die Fokussierung auf die Sicht des Leidenden (des „Opfers“) den sonst oft sperrigen Gewaltbegriff ganz leicht erfassbar macht, denn Gewalt „tut weh“ – sei es nun „am Körper“ (physisch) oder „in der Seele“ (psychisch). Auch die häufig integrierte Machtkomponente beim „Täter“ lässt sich durch entsprechende Übungen schnell und hautnah fühlbar machen.

Aus dieser neuen Position können dann im Rahmen von Übungen zur Wahrnehmung, Sensibilisierung und Kommunikation neue Erkenntnisse über die Grenzen der eigenen Person und von Anderen mit allen Sinnen abgeleitet werden. Neue Erfahrungen mit dem eigenen (Selbstwert-)Gefühl können übertragbar gemacht werden auch auf andere Personen, was einerseits Mitleidsempfindungen erzeugen kann und so Hilfsangebote für andere Menschen selbstverständlicher werden lässt. Andererseits erschließt sich dadurch aber auch für das (gefühlte) „Opfer“ regelmäßig ein erleichterter Zugang zum Hilfe-Holen und Hilfe-Annehmen. Daneben ergaben sich auch regelmäßig Entdeckungen in den Bereich der Selbstbehauptung, z.B. durch Körpersprache-Training.

Bei der Frage nach wirksamen Schutzfaktoren vor (häuslicher) Gewalt wird schnell klar, dass Machtkreisläufe eher von außen durchbrochen werden können und daher Aufmerksamkeit zu fördern ist ebenso wie die Bereitschaft zur und das Wissen um deeskalative Möglichkeiten der Intervention.

Das Bild zeigt eine (zunächst etwas ratlose?) Multiplikatoren-Gruppe in Gütersloh bei einer Kooperationsübung im Februar 2008.

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Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh
c/o Carl W. Borgstedt
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Bericht Nr. 31

Als „Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh“ entwickelt sich seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit von Verantwortlichen aus Schulen, Jugendarbeit, Kirche und Polizei u.a. zur Gewaltprävention. Eine dabei entwickelte und erfolgreiche Arbeitsform ist die der Aus- und Fortbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Einerseits sind das Menschen, die sich aus Gründen ihres Berufes um das Thema Gewalt kümmern, zum anderen aber auch solche, die das tun aus Gründen einer Berufung, nämlich als ehrenamtlich Tätige und besonders auch als Eltern. Für diesen Personenkreis bieten wir regelmäßig zwei- bis dreitägige Workshops an, innerhalb derer auch das eigene Methodenrepertoire erweitert werden soll. Im Rahmen einer Diplomarbeit an der Universität Bielefeld wurde diese Arbeitsform evaluiert, wobei positive Effekte belegt werden konnten. In diesem Jahr wurde  - initiiert durch das Projekt „Rosenstraße 76“ – von den Verantwortlichen ein Schwerpunkt bei der  Bearbeitung des Themas der „häuslichen Gewalt“ gesetzt.

Das Programm basiert auf spielerischen Impulsen zur Thematisierung des vielschichtigen Bereiches der Gewalt; mit allen Sinnen sollen die Teilnehmer/-innen Erfahrungen machen und im doppelten Sinne „begreifen“ können. Zunächst geht es darum, unterschiedliche Formen (auch häuslicher) Gewalt zu erkennen und zu benennen. Schnell wird klar, dass die Fokussierung auf die Sicht des Leidenden (des „Opfers“) den sonst oft sperrigen Gewaltbegriff ganz leicht erfassbar macht, denn Gewalt „tut weh“ – sei es nun „am Körper“ (physisch) oder „in der Seele“ (psychisch). Auch die häufig integrierte Machtkomponente beim „Täter“ lässt sich durch entsprechende Übungen schnell und hautnah fühlbar machen.

Aus dieser neuen Position können dann im Rahmen von Übungen zur Wahrnehmung, Sensibilisierung und Kommunikation neue Erkenntnisse über die Grenzen der eigenen Person und von Anderen mit allen Sinnen abgeleitet werden. Neue Erfahrungen mit dem eigenen (Selbstwert-)Gefühl können übertragbar gemacht werden auch auf andere Personen, was einerseits Mitleidsempfindungen erzeugen kann und so Hilfsangebote für andere Menschen selbstverständlicher werden lässt. Andererseits erschließt sich dadurch aber auch für das (gefühlte) „Opfer“ regelmäßig ein erleichterter Zugang zum Hilfe-Holen und Hilfe-Annehmen. Daneben ergaben sich auch regelmäßig Entdeckungen in den Bereich der Selbstbehauptung, z.B. durch Körpersprache-Training.

Bei der Frage nach wirksamen Schutzfaktoren vor (häuslicher) Gewalt wird schnell klar, dass Machtkreisläufe eher von außen durchbrochen werden können und daher Aufmerksamkeit zu fördern ist ebenso wie die Bereitschaft zur und das Wissen um deeskalative Möglichkeiten der Intervention.

Das Bild zeigt eine (zupackende?) Multiplikatoren-Gruppe im Haus Villigst  bei einer Kooperations- und Vertrauensübung im Februar 2008.

Kontakt:
Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh
c/o Carl W. Borgstedt
Herzebrocker Straße 142, 33334 Gütersloh
Tel. 05241/8691870
carl-wilhelm.borgstedt@polizei.nrw.de

Bericht Nr. 32

Als „Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh“ entwickelt sich seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit von Verantwortlichen aus Schulen, Jugendarbeit, Kirche und Polizei u.a. zur Gewaltprävention. Eine dabei entwickelte und erfolgreiche Arbeitsform ist die der Aus- und Fortbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Einerseits sind das Menschen, die sich aus Gründen ihres Berufes um das Thema Gewalt kümmern, zum anderen aber auch solche, die das tun aus Gründen einer Berufung, nämlich als ehrenamtlich Tätige und besonders auch als Eltern. Für diesen Personenkreis bieten wir regelmäßig zwei- bis dreitägige Workshops an, innerhalb derer auch das eigene Methodenrepertoire erweitert werden soll. Im Rahmen einer Diplomarbeit an der Universität Bielefeld wurde diese Arbeitsform evaluiert, wobei positive Effekte belegt werden konnten. In diesem Jahr wurde  - initiiert durch das Projekt „Rosenstraße 76“ – von den Verantwortlichen ein Schwerpunkt bei der  Bearbeitung des Themas der „häuslichen Gewalt“ gesetzt.

Das Programm basiert auf spielerischen Impulsen zur Thematisierung des vielschichtigen Bereiches der Gewalt; mit allen Sinnen sollen die Teilnehmer/-innen Erfahrungen machen und im doppelten Sinne „begreifen“ können. Zunächst geht es darum, unterschiedliche Formen (auch häuslicher) Gewalt zu erkennen und zu benennen. Schnell wird klar, dass die Fokussierung auf die Sicht des Leidenden (des „Opfers“) den sonst oft sperrigen Gewaltbegriff ganz leicht erfassbar macht, denn Gewalt „tut weh“ – sei es nun „am Körper“ (physisch) oder „in der Seele“ (psychisch). Auch die häufig integrierte Machtkomponente beim „Täter“ lässt sich durch entsprechende Übungen schnell und hautnah fühlbar machen.

Aus dieser neuen Position können dann im Rahmen von Übungen zur Wahrnehmung, Sensibilisierung und Kommunikation neue Erkenntnisse über die Grenzen der eigenen Person und von Anderen mit allen Sinnen abgeleitet werden. Neue Erfahrungen mit dem eigenen (Selbstwert-)Gefühl können übertragbar gemacht werden auch auf andere Personen, was einerseits Mitleidsempfindungen erzeugen kann und so Hilfsangebote für andere Menschen selbstverständlicher werden lässt. Andererseits erschließt sich dadurch aber auch für das (gefühlte) „Opfer“ regelmäßig ein erleichterter Zugang zum Hilfe-Holen und Hilfe-Annehmen. Daneben ergaben sich auch regelmäßig Entdeckungen in den Bereich der Selbstbehauptung, z.B. durch Körpersprache-Training.

Bei der Frage nach wirksamen Schutzfaktoren vor (häuslicher) Gewalt wird schnell klar, dass Machtkreisläufe eher von außen durchbrochen werden können und daher Aufmerksamkeit zu fördern ist ebenso wie die Bereitschaft zur und das Wissen um deeskalative Möglichkeiten der Intervention.

Das Bild zeigt eine (zupackende? tragfähige?) Multiplikatoren-Gruppe im Haus Villigst  bei einer Übung im März 2008.

Kontakt:
Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh
c/o Carl W. Borgstedt
Herzebrocker Straße 142, 33334 Gütersloh
Tel. 05241/8691870
carl-wilhelm.borgstedt@polizei.nrw.de

Bericht  Nr. 33

Als „Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh“ entwickelt sich seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit von Verantwortlichen aus Schulen, Jugendarbeit, Kirche und Polizei u.a. zur Gewaltprävention. Eine dabei entwickelte und erfolgreiche Arbeitsform ist die „Eltern-AG“. Im Rahmen einer wöchentlichen Schulstunde praktizieren Eltern – zunächst im Rahmen einer halbjährlichen, fachlichen  Begleitung das, was im Lehrplänen „soziales Lernen“ genannt wird.

Im abgelaufenen Schulhalbjahr haben sich einige der Schulklassen – initiiert durch den Impuls des Projekts Rosenstraße 76 – besonders mit dem Thema der häuslichen Gewalt beschäftigt. Im Rahmen eines unter den Fachleuten abgestimmten Rahmenprogramms ging es dabei im Rahmen von Spielen und Übungen zunächst darum, mit den Kindern und Jugendlichen Formen (auch häuslicher) Gewalt zu erkennen und benennen zu können. Erstaunlich war für viele der begleitenden Eltern, wie einfach Kinder den Gewaltbegriff füllen, denn Gewalt „tut weh“ – sei es nun „am Körper“ (physisch) oder „am Herzen“ (psychisch).

Aus dieser Erkenntnis konnten dann regelmäßig (Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen) im Rahmen von Übungen zur Wahrnehmung, Sensibilisierung und Kommunikation Erkenntnisse über die Grenzen der eigenen Person und von Anderen mit allen Sinnen abgeleitet werden. Erkenntnisse über das eigene (Selbstwert-)Gefühl konnten übertragbar gemacht werden auch auf andere Personen, was einerseits Mitleidsempfindungen erzeugen kann und so Hilfsangebote für andere Menschen selbstverständlicher werden ließ. Andererseits erschloss sich dadurch aber auch für das (gefühlte) „Opfer“ regelmäßig ein erleichterter Zugang zum Hilfe-Holen und Hilfe-Annehmen.

Im Rahmen der Entwicklung von Schutzfaktoren wurden die Kinder und Jugendlichen auch gebeten, zu beschreiben, was nach ihrer Einschätzung und Erfahrung helfen könne, Formen der (häuslichen) Gewalt zu mindern. Sehr häufig ergaben sich Rückmeldungen, die unter die Überschriften „Anerkennung und Wertschätzung“ passten. Daneben ergaben sich auch regelmäßig Entdeckungen in den Bereich der Selbstbehauptung, z.B. durch Körpersprache-Training.

Aus den Erfahrungen dieser Eltern-AG wurde auch ein „Kurzprogramm“ entwickelt, das auf vergleichbare Zielgruppen (z.B. ehrenamtlich Tätige in der Kinder- und Jugendarbeit oder Konfirmandinnen und Konfirmanden) ausgerichtet ist, dabei jedoch (nur) einen Zeitansatz von zwei bis drei Tagen aufweist.

Das vorliegende Bild zeigt eine Konfirmandengruppe in der Kirchengemeinde Steinhagen, zunächst bei Konkurrenzen untereinander, dann aber auch beim „Geben und Nehmen“.
 
Kontakt:
Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh
c/o Carl W. Borgstedt
Herzebrocker Straße 142, 33334 Gütersloh
Tel. 05241/8691870
carl-wilhelm.borgstedt@polizei.nrw.de

Bericht Nr. 34

Als „Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh“ entwickelt sich seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit von Verantwortlichen aus Schulen, Jugendarbeit, Kirche und Polizei u.a. zur Gewaltprävention. Eine dabei entwickelte und erfolgreiche Arbeitsform ist die der Aus- und Fortbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Einerseits sind das Menschen, die sich aus Gründen ihres Berufes um das Thema Gewalt kümmern, zum anderen aber auch solche, die das tun aus Gründen einer Berufung, nämlich als ehrenamtlich Tätige und besonders auch als Eltern. Für diesen Personenkreis bieten wir regelmäßig zwei- bis dreitägige Workshops an, innerhalb derer auch das eigene Methodenrepertoire erweitert werden soll. Im Rahmen einer Diplomarbeit an der Universität Bielefeld wurde diese Arbeitsform evaluiert, wobei positive Effekte belegt werden konnten. In diesem Jahr wurde  - initiiert durch das Projekt „Rosenstraße 76“ – von den Verantwortlichen ein Schwerpunkt bei der  Bearbeitung des Themas der „häuslichen Gewalt“ gesetzt.

Das Programm basiert auf spielerischen Impulsen zur Thematisierung des vielschichtigen Bereiches der Gewalt; mit allen Sinnen sollen die Teilnehmer/-innen Erfahrungen machen und im doppelten Sinne „begreifen“ können. Zunächst geht es darum, unterschiedliche Formen (auch häuslicher) Gewalt zu erkennen und zu benennen. Schnell wird klar, dass die Fokussierung auf die Sicht des Leidenden (des „Opfers“) den sonst oft sperrigen Gewaltbegriff ganz leicht erfassbar macht, denn Gewalt „tut weh“ – sei es nun „am Körper“ (physisch) oder „in der Seele“ (psychisch). Auch die häufig integrierte Machtkomponente beim „Täter“ lässt sich durch entsprechende Übungen schnell und hautnah fühlbar machen.

Aus dieser neuen Position können dann im Rahmen von Übungen zur Wahrnehmung, Sensibilisierung und Kommunikation neue Erkenntnisse über die Grenzen der eigenen Person und von Anderen mit allen Sinnen abgeleitet werden. Neue Erfahrungen mit dem eigenen (Selbstwert-)Gefühl können übertragbar gemacht werden auch auf andere Personen, was einerseits Mitleidsempfindungen erzeugen kann und so Hilfsangebote für andere Menschen selbstverständlicher werden lässt. Andererseits erschließt sich dadurch aber auch für das (gefühlte) „Opfer“ regelmäßig ein erleichterter Zugang zum Hilfe-Holen und Hilfe-Annehmen. Daneben ergaben sich auch regelmäßig Entdeckungen in den Bereich der Selbstbehauptung, z.B. durch Körpersprache-Training.

Bei der Frage nach wirksamen Schutzfaktoren vor (häuslicher) Gewalt wird schnell klar, dass Machtkreisläufe eher von außen durchbrochen werden können und daher Aufmerksamkeit zu fördern ist ebenso wie die Bereitschaft zur und das Wissen um deeskalative Möglichkeiten der Intervention.

Das Bild zeigt eine Gruppe von Eltern und andere MultiplikatorInnen im Rahmen eines Fortbildungs-Seminars.

Kontakt:
Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh
c/o Carl W. Borgstedt
Herzebrocker Straße 142, 33334 Gütersloh
Tel. 05241/8691870
carl-wilhelm.borgstedt@polizei.nrw.de

Projekt Nr. 35

Als „Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh“ entwickelt sich seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit von Verantwortlichen aus Schulen, Jugendarbeit, Kirche und Polizei u.a. zur Gewaltprävention. Eine dabei entwickelte und erfolgreiche Arbeitsform ist die der Aus- und Fortbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Einerseits sind das Menschen, die sich aus Gründen ihres Berufes um das Thema Gewalt kümmern, zum anderen aber auch solche, die das tun aus Gründen einer Berufung, nämlich als ehrenamtlich Tätige und besonders auch als Eltern. Für diesen Personenkreis bieten wir regelmäßig zwei- bis dreitägige Workshops an, innerhalb derer auch das eigene Methodenrepertoire erweitert werden soll. Im Rahmen einer Diplomarbeit an der Universität Bielefeld wurde diese Arbeitsform evaluiert, wobei positive Effekte belegt werden konnten. In diesem Jahr wurde  - initiiert durch das Projekt „Rosenstraße 76“ – von den Verantwortlichen ein Schwerpunkt bei der  Bearbeitung des Themas der „häuslichen Gewalt“ gesetzt.

Das Programm basiert auf spielerischen Impulsen zur Thematisierung des vielschichtigen Bereiches der Gewalt; mit allen Sinnen sollen die Teilnehmer/-innen Erfahrungen machen und im doppelten Sinne „begreifen“ können. Zunächst geht es darum, unterschiedliche Formen (auch häuslicher) Gewalt zu erkennen und zu benennen. Schnell wird klar, dass die Fokussierung auf die Sicht des Leidenden (des „Opfers“) den sonst oft sperrigen Gewaltbegriff ganz leicht erfassbar macht, denn Gewalt „tut weh“ – sei es nun „am Körper“ (physisch) oder „in der Seele“ (psychisch). Auch die häufig integrierte Machtkomponente beim „Täter“ lässt sich durch entsprechende Übungen schnell und hautnah fühlbar machen.

Aus dieser neuen Position können dann im Rahmen von Übungen zur Wahrnehmung, Sensibilisierung und Kommunikation neue Erkenntnisse über die Grenzen der eigenen Person und von Anderen mit allen Sinnen abgeleitet werden. Neue Erfahrungen mit dem eigenen (Selbstwert-)Gefühl können übertragbar gemacht werden auch auf andere Personen, was einerseits Mitleidsempfindungen erzeugen kann und so Hilfsangebote für andere Menschen selbstverständlicher werden lässt. Andererseits erschließt sich dadurch aber auch für das (gefühlte) „Opfer“ regelmäßig ein erleichterter Zugang zum Hilfe-Holen und Hilfe-Annehmen. Daneben ergaben sich auch regelmäßig Entdeckungen in den Bereich der Selbstbehauptung, z.B. durch Körpersprache-Training.

Bei der Frage nach wirksamen Schutzfaktoren vor (häuslicher) Gewalt wird schnell klar, dass Machtkreisläufe eher von außen durchbrochen werden können und daher Aufmerksamkeit zu fördern ist ebenso wie die Bereitschaft zur und das Wissen um deeskalative Möglichkeiten der Intervention.

Das Bild zeigt eine (noch etwas leidende?) Multiplikatoren-Gruppe im Haus Villigst bei einer Kooperationsübung im Juli 2008, bei der zuweilen eigene Grenzen und die anderer Menschen überschritten werden (mussten ?), um gemeinsam Erfolg zu haben.

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Bericht Nr. 36

Als „Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh“ entwickelt sich seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit von Verantwortlichen aus Schulen, Jugendarbeit, Kirche und Polizei u.a. zur Gewaltprävention. Eine dabei entwickelte und erfolgreiche Arbeitsform ist die der Aus- und Fortbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Einerseits sind das Menschen, die sich aus Gründen ihres Berufes um das Thema Gewalt kümmern, zum anderen aber auch solche, die das tun aus Gründen einer Berufung, nämlich als ehrenamtlich Tätige und besonders auch als Eltern. Für diesen Personenkreis bieten wir regelmäßig zwei- bis dreitägige Workshops an, innerhalb derer auch das eigene Methodenrepertoire erweitert werden soll. Im Rahmen einer Diplomarbeit an der Universität Bielefeld wurde diese Arbeitsform evaluiert, wobei positive Effekte belegt werden konnten. In diesem Jahr wurde  - initiiert durch das Projekt „Rosenstraße 76“ – von den Verantwortlichen ein Schwerpunkt bei der  Bearbeitung des Themas der „häuslichen Gewalt“ gesetzt.

Das Programm basiert auf spielerischen Impulsen zur Thematisierung des vielschichtigen Bereiches der Gewalt; mit allen Sinnen sollen die Teilnehmer/-innen Erfahrungen machen und im doppelten Sinne „begreifen“ können. Zunächst geht es darum, unterschiedliche  Formen (auch häuslicher) Gewalt zu erkennen und zu benennen. Schnell wird klar, dass die Fokussierung auf die Sicht des Leidenden (des „Opfers“) den sonst oft sperrigen Gewaltbegriff ganz leicht erfassbar macht, denn Gewalt „tut weh“ – sei es nun „am Körper“ (physisch) oder „in der Seele“ (psychisch). Auch die häufig integrierte Machtkomponente beim „Täter“ lässt sich durch entsprechende Übungen schnell und hautnah fühlbar machen.

Aus dieser neuen Position können dann im Rahmen von Übungen zur Wahrnehmung, Sensibilisierung und Kommunikation neue Erkenntnisse über die Grenzen der eigenen Person und von Anderen mit allen Sinnen abgeleitet werden. Neue Erfahrungen mit dem eigenen (Selbstwert-)Gefühl können übertragbar gemacht werden auch auf andere Personen, was einerseits Mitleidsempfindungen erzeugen kann und so Hilfsangebote für andere Menschen selbstverständlicher werden lässt. Andererseits erschließt sich dadurch aber auch für das (gefühlte) „Opfer“ regelmäßig ein erleichterter Zugang zum Hilfe-Holen und Hilfe-Annehmen. Daneben ergaben sich auch regelmäßig Entdeckungen in den Bereich der Selbstbehauptung, z.B. durch Körpersprache-Training.

Bei der Frage nach wirksamen Schutzfaktoren vor (häuslicher) Gewalt wird schnell klar, dass Machtkreisläufe eher von außen durchbrochen werden können und daher Aufmerksamkeit zu fördern ist ebenso wie die Bereitschaft zur und das Wissen um deeskalative Möglichkeiten der Intervention.

Das Bild zeigt eine Gruppe von Eltern und Lehrerinnen im Rahmen einer (zunächst) bedrückend erscheinenden Situation, die sich jedoch mit gemeinsamer Anstrengung für alle befriedigend entwickeln ließ.

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Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh
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Bericht Nr. 38

„Gewalt erkennen – Gewalt benennen“

Zu Beginn der Oberstufe nahm die Klasse der angehenden ErzieherInnen der Fachschule für Sozialpädagogik des BKH an einer Projektwoche zur Häuslichen Gewalt teil.
Dabei wurden im 1. Projekt das Thema „Gewalt erkennen – Gewalt benennen“ erarbeitet. Aus den eigenen Erfahrungen, Beobachtungen und Vermutungen und dem Vorwissen wurde zunächst eine Definition des Begriffes versucht. Anhand von Rollenspielen und theaterpädagogischen Elementen wurde diese „praktisch“ überprüft. Es war gut zu beobachten, wie die Teilnehmer/innen sich intensiv mit dem Thema auseinander setzten und die notwendig gewordene Erweiterung der Definition kontrovers diskutierten. Die Seminarleiterinnen Frau Grünschläger-Brenneke und Frau Jansing verstanden es sehr gut, diesen Prozess zu begleiten und zu einem spannenden, praxisnahen „Erlebnis“ werden zu lassen. Die Schüler/innen wurden sensibilisiert und geschult. Dabei erwies sich die Reflexion über die Übertragbarkeit der Übungen in die eigene Praxis von besonderem Interesse. Aufkommende Fragen wurden flexibel aufgenommen und in neue Übungen integriert. Die Thematisierung von Gewalt in der Familie und den möglicherweise daraus erwachenden Verhaltensmustern rief eine besondere Betroffenheit bei den Schüler/innen hervor. Dabei war zu erkennen, dass neben dem großen Interesse für diesen Bereich auch das Gefühl „ein Tabubereich“ anzusprechen teilweise auch Konflikte hervorrief. Die abschließende Definition wurde nach intensiver Diskussion im Konsens beschlossen. „Wenn wir (…) verstehen lernen, wie Gewalt und Konflikte entstehen, können wir Strategien benutzen, die den möglichen Verlauf eines Konflikts entschärfen“ begründet einer der Teilnehmerinnen die Bedeutung des Trainingsprogramms.

Kontakt:
Berufskolleg Hattingen
Sabine Wenske – Batzer
Raabestraße 15
45525 Hattingen

Bericht Nr. 39

"Möglichkeiten der praktischen Intervention bei Konflikten und Gewalt"


In unserem zweiten Seminar zum Thema Häusliche Gewalt stand der Erwerb von Verhaltensmöglichkeiten in Konflikt-, Bedrohungs- und Gewaltsituationen im Mittelpunkt, um Selbstvertrauen und Selbstsicherheit entwickeln zu können. „In erster Linie geht es dabei immer um Kommunikation und Kooperation zwischen den Konfliktparteien.“, so ein Zitat aus der Gruppenarbeit. Neben der notwendigen Sensibilisierung für gewalthaltige Situationen (Ursachen und Wirkung), der Fähigkeit aufmerksam zu werden und eine „Kultur des Hinsehens“ zu ermöglichen, sind gerade auch die praxistauglichen Inhalte von den Teilnehmer/innen gut angenommen worden. „Wir können (nun) Strategien benutzen, die den möglichen Verlauf eines Konflikts entschärfen, die deeskalierend wirken, unnötige Kränkungen verhindern und Lösungen für die Konfliktparteien ermöglichen“, so eine Teilnehmerin. Die Seminarleiterinnen Frau Grünschläger-Brenneke und Frau Jansing standen auch hier als kompetente Beraterinnen jederzeit zur Verfügung. Sie reagierten flexibel und ermöglichten ein vertrautes Lernklima. Am Schluss der Projektwoche war allen Schüler/innen bewusst, dass neben den beantworteten Fragen auch noch viele unbeantwortete Fragen aufgeworfen wurden. Die Projektwoche sahen jedoch viele als einen gelungen Einstieg, eine Vertiefung in das Thema. Die anhaltenden Diskussionen gingen in die nachfolgende Unterrichtsarbeit mit ein. Dabei wurde auch vertiefend der Aspekt  „Wie Kinder häusliche Gewalt erleben“ behandelt. Die Schüler/innen nehmen mit, dass couragiertes, reflektiertes Handeln und Verhalten in Konflikt-, und Gewaltsituationen sicherlich deeskalierend wirken kann. Die Hilfestellungen für akute Konflikt- und Krisensituationen haben das Verhaltensrepertoire der Teilnehmer/innen bereichert.

Kontakt:
Berufskolleg Hattingen
Sabine Wenske – Batzer
Raabestraße 15
45525 Hattingen

Bericht Nr. 40

Standpunkte gegen Gewalt einnehmen

Kurz vor den Sommerferien (11.06.2008 und 12.06.2008) haben sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a der Gesamtschule Bad Oeynhausen für ein interessantes, aber auch unter die Haut gehendes Thema entschieden:
Körperliche und seelische Gewalt. Unter der Leitung der Schulsozialarbeiter Ingo Prein (Ernst-Wiechert-Schule Espelkamp) und Claudia Jungmann (Gesamtschule Bad Oeynhausen) wurde zwei Tage über alle Formen von Gewalt gesprochen, diskutiert und informiert. Rollenspiele und Kleingruppendiskussionen vertieften die Thematik. In Informationsrunden mit den Sozialarbeitern wurden Hilfsmöglichkeiten und Kontaktadressen kennen gelernt und gesammelt, so dass alle teilnehmenden Jugendlichen jetzt als Helfer bei betroffenen Freundinnen und Freunden weiterhelfen können.
Einen besonderen Schwerpunkt nahm in diesem Projekt das Thema „Häusliche Gewalt“ ein. Gefördert durch die Evangelische Kirche von Westfalen (Projektbüro Rosenstraße 76) und dem Förderverein der Gesamtschule Bad Oeynhausen konnte der Weimarer Kultur-express sein Stück „Nein –Über Gewalt in der Familie“ aufführen. Bruder und Schwester werden durch Streitigkeiten der Eltern untereinander und Gewalt gegen die Kinder belastet. Nach einem Anruf der Klassenlehrerin und einer erneuten gewalttätigen Auseinendersetzung der Eltern werden beide Kinder in den Keller gesperrt und müssen dort mehrere Stunden gemeinsam verbringen. Es ist nicht das erste Mal. Das Mädchen Anne möchte fliehen, egal wohin und egal was danach kommt. Sie will sich die Schläge und die Brutalität nicht mehr gefallen lassen. Der Bruder Tim stellt sich gegen sie. Ihn verbindet mit dem Vater eine Art Komplizenschaft und er hat Angst vor den Konsequenzen. Die Gefühle der Kinder wechseln zwischen Zusammenhalt, Erinnerungen an glückliche Zeiten, Wut auf die Eltern, Angst, Einsamkeit, Scham aber auch Streit untereinander. Verzweifelte Versuche die Außenwelt zur Hilfe zu bewegen scheitern erst, da ihre Hilferufe von Passanten nicht ernst genommen werden. Am Ende können sie sich befreien…Aber die seelischen Verletzungen sind tief.

Die beiden jungen Schauspieler Anita Stenke und Andreas Meyer spielen die Gefühlsachterbahnen der Kinder so authentisch und klar, dass die Schülerinnen und Schüler sehr bewegt und ruhig die Geschichte von Anne und Tim verfolgen konnten.
Im Anschluss an das Stück gab es für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit alle Fragen und Eindrücke in Form von Gesprächen und Rollenspielen einzuordnen und zu verarbeiten.
Frau Birgit Thinnes (Kommissariat Vorbeugung der Kreispolizeibehörde Minden) und die Schulsozialarbeiter standen den Jugendlichen für Fragerunden und Diskussionen zur Verfügung. Immer wieder wurde die Frage gestellt: „Was macht ihr, wenn ein Freund/eine Freundin Hilfe braucht?“ Die Schüler berichten nach Ende des Projekts: „ Wir sind jetzt gut informiert und fühlen uns stark anderen zu helfen!“

Das Projekt „Schritte gegen Tritte“ wird im nächsten Schuljahr mit verschiedenen anderen Klassen fortgesetzt. Das Ziel der Schulsozialarbeiter ist es möglichst viele Schüler und Schülerinnen über die Formen von Gewalt zu informieren, damit jeder für sich gut gestärkt entscheiden kann, was sie oder er tun kann, um Hilfe zu holen oder Hilfe zu leisten!

Kontakt:
Gesamtschule Bad Oeynhausen
Claudia Jungmann
In der Wiehwisch 12
32549 Bad Oeynhausen

Projekt Nr. 41

Als „Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh“ entwickelt sich seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit von Verantwortlichen aus Schulen, Jugendarbeit, Kirche und Polizei u.a. zur Gewaltprävention. Eine dabei entwickelte und erfolgreiche Arbeitsform ist die „Eltern-AG“. Im Rahmen einer wöchentlichen Schulstunde praktizieren Eltern – zunächst im Rahmen einer halbjährlichen, fachlichen  Begleitung das, was im Lehrplänen „soziales Lernen“ genannt wird.

Im abgelaufenen Schulhalbjahr haben sich einige der Schulklassen – initiiert durch den Impuls des Projekts Rosenstraße 76 – besonders mit dem Thema der häuslichen Gewalt beschäftigt. Im Rahmen eines unter den Fachleuten abgestimmten Rahmenprogramms ging es dabei im Rahmen von Spielen und Übungen zunächst darum, mit den Kindern und Jugendlichen Formen (auch häuslicher) Gewalt zu erkennen und benennen zu können. Erstaunlich war für viele der begleitenden Eltern, wie einfach Kinder den Gewaltbegriff füllen, denn Gewalt „tut weh“ – sei es nun „am Körper“ (physisch) oder „am Herzen“ (psychisch).

Aus dieser Erkenntnis konnten dann regelmäßig (Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen) im Rahmen von Übungen zur Wahrnehmung, Sensibilisierung und Kommunikation Erkenntnisse über die Grenzen der eigenen Person und von Anderen mit allen Sinnen abgeleitet werden. Erkenntnisse über das eigene (Selbstwert-)Gefühl konnten übertragbar gemacht werden auch auf andere Personen, was einerseits Mitleidsempfindungen erzeugen kann und so Hilfsangebote für andere Menschen selbstverständlicher werden ließ. Andererseits erschloss sich dadurch aber auch für das (gefühlte) „Opfer“ regelmäßig ein erleichterter Zugang zum Hilfe-Holen und Hilfe-Annehmen.

Im Rahmen der Entwicklung von Schutzfaktoren wurden die Kinder und Jugendlichen auch gebeten, zu beschreiben, was nach ihrer Einschätzung und Erfahrung helfen könne, Formen der (häuslichen) Gewalt zu mindern. Sehr häufig ergaben sich Rückmeldungen, die unter die Überschriften „Anerkennung und Wertschätzung“ passten. Daneben ergaben sich auch regelmäßig Entdeckungen in den Bereich der Selbstbehauptung, z.B. durch Körpersprache-Training.

Zwei Besonderheiten seien zum Abschluss erwähnt: Zum einen ergab eine im Rahmen von Fallstudienarbeiten der Uni Bielefeld in den beteiligten sechsten Klassen durchgeführte Evaluation des (Eltern-AG-)Programms signifikante positive Veränderungen bei den Schülerinnen und Schülern. Daneben dürfte der Einfluss auf die beteiligten Elternteile (pro Klasse mindestens sechs) nicht zu unterschätzen sein. Überdurchschnittlich häufig ergaben sich Rückmeldungen persönlicher Weiterentwicklungen aus dem genannten Personenkreis.

Das vorliegende Bild zeigt die Klasse 2c der GS Steinhagen bei der „Reise nach Solidarien“

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c/o Carl W. Borgstedt
Herzebrocker Straße 142, 33334 Gütersloh
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Projekt Nr. 42

Als „Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh“ entwickelt sich seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit von Verantwortlichen aus Schulen, Jugendarbeit, Kirche und Polizei u.a. zur Gewaltprävention. Eine dabei entwickelte und erfolgreiche Arbeitsform ist die „Eltern-AG“. Im Rahmen einer wöchentlichen Schulstunde praktizieren Eltern – zunächst im Rahmen einer halbjährlichen, fachlichen  Begleitung das, was im Lehrplänen „soziales Lernen“ genannt wird.

Im abgelaufenen Schulhalbjahr haben sich einige der Schulklassen – initiiert durch den Impuls des Projekts Rosenstraße 76 – besonders mit dem Thema der häuslichen Gewalt beschäftigt. Im Rahmen eines unter den Fachleuten abgestimmten Rahmenprogramms ging es dabei im Rahmen von Spielen und Übungen zunächst darum, mit den Kindern und Jugendlichen Formen (auch häuslicher) Gewalt zu erkennen und benennen zu können. Erstaunlich war für viele der begleitenden Eltern, wie einfach Kinder den Gewaltbegriff füllen, denn Gewalt „tut weh“ – sei es nun „am Körper“ (physisch) oder „am Herzen“ (psychisch).

Aus dieser Erkenntnis konnten dann regelmäßig (Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen) im Rahmen von Übungen zur Wahrnehmung, Sensibilisierung und Kommunikation Erkenntnisse über die Grenzen der eigenen Person und von Anderen mit allen Sinnen abgeleitet werden. Erkenntnisse über das eigene (Selbstwert-)Gefühl konnten übertragbar gemacht werden auch auf andere Personen, was einerseits Mitleidsempfindungen erzeugen kann und so Hilfsangebote für andere Menschen selbstverständlicher werden ließ. Andererseits erschloss sich dadurch aber auch für das (gefühlte) „Opfer“ regelmäßig ein erleichterter Zugang zum Hilfe-Holen und Hilfe-Annehmen.

Im Rahmen der Entwicklung von Schutzfaktoren wurden die Kinder und Jugendlichen auch gebeten, zu beschreiben, was nach ihrer Einschätzung und Erfahrung helfen könne, Formen der (häuslichen) Gewalt zu mindern. Sehr häufig ergaben sich Rückmeldungen, die unter die Überschriften „Anerkennung und Wertschätzung“ passten. Daneben ergaben sich auch regelmäßig Entdeckungen in den Bereich der Selbstbehauptung, z.B. durch Körpersprache-Training.

Zwei Besonderheiten seien zum Abschluss erwähnt: Zum einen ergab eine im Rahmen von Fallstudienarbeiten der Uni Bielefeld in den beteiligten sechsten Klassen durchgeführte Evaluation des (Eltern-AG-)Programms signifikante positive Veränderungen bei den Schülerinnen und Schülern. Daneben dürfte der Einfluss auf die beteiligten Elternteile (pro Klasse mindestens sechs) nicht zu unterschätzen sein. Überdurchschnittlich häufig ergaben sich Rückmeldungen persönlicher Weiterentwicklungen aus dem genannten Personenkreis.

Das vorliegende Bild zeigt die Klasse 2b der GS Steinhagen bei intensiver Diskussion des Problems, ob es denn zu schaffen ist, gemeinsam alle über dieses Seil zu bringen. 

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Bericht Nr. 43

Als „Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh“ entwickelt sich seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit von Verantwortlichen aus Schulen, Jugendarbeit, Kirche und Polizei u.a. zur Gewaltprävention. Eine dabei entwickelte und erfolgreiche Arbeitsform ist die „Eltern-AG“. Im Rahmen einer wöchentlichen Schulstunde praktizieren Eltern – zunächst im Rahmen einer halbjährlichen, fachlichen  Begleitung das, was im Lehrplänen „soziales Lernen“ genannt wird.

Im abgelaufenen Schulhalbjahr haben sich einige der Schulklassen – initiiert durch den Impuls des Projekts Rosenstraße 76 – besonders mit dem Thema der häuslichen Gewalt beschäftigt. Im Rahmen eines unter den Fachleuten abgestimmten Rahmenprogramms ging es dabei im Rahmen von Spielen und Übungen zunächst darum, mit den Kindern und Jugendlichen Formen (auch häuslicher) Gewalt zu erkennen und benennen zu können. Erstaunlich war für viele der begleitenden Eltern, wie einfach Kinder den Gewaltbegriff füllen, denn Gewalt „tut weh“ – sei es nun „am Körper“ (physisch) oder „am Herzen“ (psychisch).

Aus dieser Erkenntnis konnten dann regelmäßig (Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen) im Rahmen von Übungen zur Wahrnehmung, Sensibilisierung und Kommunikation Erkenntnisse über die Grenzen der eigenen Person und von Anderen mit allen Sinnen abgeleitet werden. Erkenntnisse über das eigene (Selbstwert-)Gefühl konnten übertragbar gemacht werden auch auf andere Personen, was einerseits Mitleidsempfindungen erzeugen kann und so Hilfsangebote für andere Menschen selbstverständlicher werden ließ. Andererseits erschloss sich dadurch aber auch für das (gefühlte) „Opfer“ regelmäßig ein erleichterter Zugang zum Hilfe-Holen und Hilfe-Annehmen.

Im Rahmen der Entwicklung von Schutzfaktoren wurden die Kinder und Jugendlichen auch gebeten, zu beschreiben, was nach ihrer Einschätzung und Erfahrung helfen könne, Formen der (häuslichen) Gewalt zu mindern. Sehr häufig ergaben sich Rückmeldungen, die unter die Überschriften „Anerkennung und Wertschätzung“ passten. Daneben ergaben sich auch regelmäßig Entdeckungen in den Bereich der Selbstbehauptung, z.B. durch Körpersprache-Training.

Zwei Besonderheiten seien zum Abschluss erwähnt: Zum einen ergab eine im Rahmen von Fallstudienarbeiten der Uni Bielefeld in den beteiligten sechsten Klassen durchgeführte Evaluation des (Eltern-AG-)Programms signifikante positive Veränderungen bei den Schülerinnen und Schülern. Daneben dürfte der Einfluss auf die beteiligten Elternteile (pro Klasse mindestens sechs) nicht zu unterschätzen sein. Überdurchschnittlich häufig ergaben sich Rückmeldungen persönlicher Weiterentwicklungen aus dem genannten Personenkreis.

Das vorliegende Bild zeigt die Klasse 2a der GS Steinhagen bei „Grenzüberschreitungen“ mit Schaumstoff-Schlägern.  

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Bericht Nr. 44

Als „Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh“ entwickelt sich seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit von Verantwortlichen aus Schulen, Jugendarbeit, Kirche und Polizei u.a. zur Gewaltprävention. Eine dabei entwickelte und erfolgreiche Arbeitsform ist die „Eltern-AG“. Im Rahmen einer wöchentlichen Schulstunde praktizieren Eltern – zunächst im Rahmen einer halbjährlichen, fachlichen  Begleitung das, was im Lehrplänen „soziales Lernen“ genannt wird.

Im abgelaufenen Schulhalbjahr haben sich einige der Schulklassen – initiiert durch den Impuls des Projekts Rosenstraße 76 – besonders mit dem Thema der häuslichen Gewalt beschäftigt. Im Rahmen eines unter den Fachleuten abgestimmten Rahmenprogramms ging es dabei im Rahmen von Spielen und Übungen zunächst darum, mit den Kindern und Jugendlichen Formen (auch häuslicher) Gewalt zu erkennen und benennen zu können. Erstaunlich war für viele der begleitenden Eltern, wie einfach Kinder den Gewaltbegriff füllen, denn Gewalt „tut weh“ – sei es nun „am Körper“ (physisch) oder „am Herzen“ (psychisch).

Aus dieser Erkenntnis konnten dann regelmäßig (Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen) im Rahmen von Übungen zur Wahrnehmung, Sensibilisierung und Kommunikation Erkenntnisse über die Grenzen der eigenen Person und von Anderen mit allen Sinnen abgeleitet werden. Erkenntnisse über das eigene (Selbstwert-)Gefühl konnten übertragbar gemacht werden auch auf andere Personen, was einerseits Mitleidsempfindungen erzeugen kann und so Hilfsangebote für andere Menschen selbstverständlicher werden ließ. Andererseits erschloss sich dadurch aber auch für das (gefühlte) „Opfer“ regelmäßig ein erleichterter Zugang zum Hilfe-Holen und Hilfe-Annehmen.

Im Rahmen der Entwicklung von Schutzfaktoren wurden die Kinder und Jugendlichen auch gebeten, zu beschreiben, was nach ihrer Einschätzung und Erfahrung helfen könne, Formen der (häuslichen) Gewalt zu mindern. Sehr häufig ergaben sich Rückmeldungen, die unter die Überschriften „Anerkennung und Wertschätzung“ passten. Daneben ergaben sich auch regelmäßig Entdeckungen in den Bereich der Selbstbehauptung, z.B. durch Körpersprache-Training.

Zwei Besonderheiten seien zum Abschluss erwähnt: Zum einen ergab eine im Rahmen von Fallstudienarbeiten der Uni Bielefeld in den beteiligten sechsten Klassen durchgeführte Evaluation des (Eltern-AG-)Programms signifikante positive Veränderungen bei den Schülerinnen und Schülern. Daneben dürfte der Einfluss auf die beteiligten Elternteile (pro Klasse mindestens sechs) nicht zu unterschätzen sein. Überdurchschnittlich häufig ergaben sich Rückmeldungen persönlicher Weiterentwicklungen aus dem genannten Personenkreis.

Das vorliegende Bild zeigt die Klasse  3a der Grundschule Isselhorst in der Auftaktphase zweier Projekttage bei der Arbeit mit dem Schwungtuch, das allerdings auch Menschen tragfähig erscheinen lässt.

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Bericht Nr. 45

„Konfirmanden Lünen, Auf dem Weg zu mir“
                                                                                                
An 4 Tagen haben wir zusammen mit der Pfarrerin Frau Reifenberger mit ihrer Konfirmandengruppe an dem Thema „ Auf dem Weg zu mir“ gearbeitet.
Unser besonderes Augenmerk lag auf der Thematik des Umgangs mit häuslicher Gewalt. Was ist häusliche Gewalt, von wem kann sie ausgehen, wie gehen wir damit um, wo gibt es von außen Hilfe etc. waren Fragen, mit denen sich die Jugendlichen engagiert auseinander setzten.

Unser Ziel war es, die Jugendlichen darin zu stärken, Gefühle wahrnehmen, erkennen und benennen zu können und sie in die Lage zu versetzen, die musikalische Umsetzung von Gefühlen als eine Möglichkeit des Ausdrucks von Gefühlen kennen zu lernen.

Dabei stellten wir die Frage, wie wir mit Aggressionen umgehen können, in den Vordergrund und haben daran gearbeitet, wie wir die eher aggressiven Gefühlen in einen „friedlichen“ Ausdruck bringen können.
Dazu haben wir die Jugendlichen mit einem spielerischen Umgang verschiedener Percussioninstrumente ( Trommeln, Gongs, Becken, Waterphone, Vibrafon, Winddreher, Oceandrum, Flöten u.a.) bekannt gemacht, um ihnen musikalisches Handeln und Erleben als eine Möglichkeit des Ausdrucks von Gefühlen vorzustellen.

Zunächst haben wir mit den Jugendlichen anhand unterschiedlicher Darstellungen mehrere Gefühle benannt und mit ihnen gemeinsam darüber gesprochen, ob und wie sie diese Gefühle erleben und ob, bzw. wie sie ihnen Ausdruck verleihen können.

An Fallbeispielen präsentierten die Jugendlichen in Rollenspielen die ihnen bekannten Verhaltensmuster im Ausdruck der zuvor besprochenen Gefühle.
Im Folgenden haben wir mit den Jugendlichen an den Musikinstrumenten gearbeitet und sie im experimentellen Spielen erproben lassen, welche Darstellungsmöglichkeiten zum Ausdruck der Gefühle sie an den Instrumenten entwickeln.

Mit viel Konzentration und Freude entwickelten die Jugendlichen kreative musikalische Ideen, um die Bandbreite ihrer Gefühle auszudrücken. Es entstanden spannende Sequenzen, dabei nahmen die Kinder die Möglichkeit wahr, ihren Gefühlen im Einzelnen aber auch im Kontakt mit Anderen Ausdruck zu verleihen. 
In einer Geschichte, die die Jugendlichen musikalisch darstellten, wurde abschließend ein breites Spektrum an Gefühlen mit Hilfe der unterschiedlichsten Instrumente dargestellt.

Kontakt:
Purpur Projekt e.V zur Förderung von Kreativität und künstlerischer Bildung:
c/o Arinya Berges
Nienburgstr.148
48147 Münster
Telefon: 0251-778202
Mail:
Arinya.Berges@gmx.de

Claudia Reifenberger (Pfarrerin)
Paul- Gerhardt Gemeinde
Heinrich-Imigstr.3
44534 Lünen

Bericht Nr. 46

„Eltern Kind Gruppe Do. Du und ich. Gemeinsam spielen“
                                                                                                

Im Rahmen einer Eltern Kind Gruppe habe ich zwei Tage lang mit Kindern im Alter von 10-12 Jahren und deren Mütter an dem Thema „Du und ich. Gemeinsam spielen“ gearbeitet.

Es war unser Ziel, das Bewusstsein der Kinder und der Eltern für ihre eigenen Gefühle zu schärfen und ihnen mit ihrer Stimme und verschiedenen Musikinstrumenten eine Möglichkeit des Ausdrückens für ihre Gefühle anzubieten.
Zudem wollten wir die  Beteiligten mit einer anderen Art des Miteinander Kommunizierens bekannt machen.
Vor allem aber sollte die Freude am alleinigen und gemeinsamen Singen und Musizieren im Mittelpunkt stehen.

Wir begannen mit dem Erlernen des indianischen Kinderliedes „Navajo Stone Game“ und dem Einüben des dazugehörigen Spieles. Es handelt sich dabei um ein recht  archaisches indianisches Lied mit einem ausgesprochen fröhlichen Spielablauf, indem Steine in einem bestimmten Bewegungsablauf von Hand zu Hand immer im Kreis wandern, dabei werden die Bewegungen und der Gesang der Kinder immer schneller, bis der Kreislauf meist unter großem Gelächter der Beteiligten zusammenbricht.
Obwohl eine insgesamt sehr schöne, entspannte Atmosphäre herrschte, kam es durch den Ehrgeiz einiger Kinder zu kleinen Streitereien mit ihren Müttern – denn die Kinder zeigten sich zum Teil sehr geschickt und schnell – und es waren eher einige Mütter, die den Kreis zum Erliegen brachten.

In einem reflektierenden Gespräch äußerten sich Mütter und Kinder und konnten ihre Gefühle von Spaß, Freude, bis hin zu Verärgerung und Enttäuschung (über den unterbrochenen Spielfluss) gut benennen.

In ihrer Mitteilungsfreude haben besonders die Kinder auch gerne über Gefühle berichtet, die ihnen bekannt sind, die sie aber im Verlauf des Spielliedes nicht erlebt hatten.
So hatten wir bald eine Bandbreite von Gefühlen zusammengetragen; es war für die Gruppe auch leicht möglich, die mitgebrachte Abbildungen den genannten Gefühlen zuzuordnen.

Im Folgenden bat ich die Kinder und Eltern, die vielfältigen Instrumente, die wir mitgebracht hatten (Trommeln, Gongs, Becken, Waterphone, Vibraphon, Winddreher, Oceandrum, Flöten u.v.a.), einfach auszuprobieren und darauf zu spielen.
Durch den hohen Aufforderungscharakter der Instrumente waren sie im positiven Sinne „hemmungslos“ und es entstand eine lang andauernde Phase, indem sie mit großer Freude drauf losgespielt haben und sich mit den unterschiedlichen Klängen vertraut gemacht haben.

Nach der Ausprobierphase bat ich die Kinder, sich mit ihren Müttern und Instrumenten ihrer Wahl zusammenzusetzen und sich eine der Abbildungen mit den dargestellten Gefühlen auszusuchen. Ich bat sie, im Folgenden, auf der Grundlage des gewählten Gefühls musikalisch miteinander „in’s Gespräch zu kommen“.
Dabei waren Absprachen über reale oder fiktive Situationen erlaubt – diese konnten dann musikalisch dargestellt werden. 
Im Mittelpunkt sollte aber das Aufeinander Eingehen – Zuhören und Antworten – stehen, und das ohne Worte, eben nur mit musikalischen Mitteln.
Es entstanden interessante und vielfältige Spielsequenzen, in denen sich die Partner intensiv mit den Gefühlen beschäftigten.
In einer Präsentationsphase wurden die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten der Gefühle dargestellt - interessant war es hierbei zu sehen, wie viele verschiedene Ausdrucks- und damit Umgangsmöglichkeiten es für ein und dasselbe Gefühl geben kann!
Insgesamt zeigten die Kinder mit ihren Müttern viel Mut, sich darzustellen und hatten nach anfänglicher Scheu auch viel Freude beim Experimentieren mit den Instrumenten.
Zwischendurch habe ich mit ihnen einen einfachen Groove eingeübt, so dass am Schluss neben den Spielszenen auch ein gemeinsames Stück gespielt werden konnte.

Kontakt:
Purpur Projekt e.V zur Förderung von Kreativität und künstlerischer Bildung:
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Bericht Nr. 47

„Himmelhochjauchzend“
Liebig Grundschule Dortmund 
                                                                                             

An 4 Tagen habe ich zusammen mit der Ganztagsbetreuung Frau Gebhard im Rahmen des offenen Ganztags mit SchülerInnen aus der 3./4. Klasse an dem Thema „ Himmelhochjauchzend“ gearbeitet.

Es war unser Ziel, das Bewusstsein der Kinder für ihre eigenen Gefühle zu schärfen und ihnen mit ihrer Stimme und verschiedenen Musikinstrumenten eine Möglichkeit des Ausdrückens für ihre Gefühle anzubieten.
Dabei sollten die Freude am alleinigen und gemeinsamen Singen und Musizieren im Mittelpunkt stehen.

Wir begannen mit dem Erlernen des indianischen Kinderliedes „Navajo Stone Game“ und dem Einüben des dazugehörigen Spieles. Es handelt sich dabei um ein recht  archaisches indianisches Lied mit einem ausgesprochen fröhlichen Spielablauf, indem Steine in einem bestimmten Bewegungsablauf von Hand zu Hand immer im Kreis wandern, dabei werden die Bewegungen und der Gesang der Kinder immer schneller, bis der Kreislauf meist unter großem Gelächter der Beteiligten zusammenbricht.
Trotz des jungen Alters der Kinder war ein reflektierendes Gespräch über diese Phase möglich und die Kinder haben auf unsere Fragen ihre Gefühle bei diesem Spiellied durchaus benennen können.
In ihrer Mitteilungsfreude haben die Kinder auch gerne über Gefühle berichtet, die ihnen bekannt sind, die sie aber im Verlauf des Spielliedes nicht erlebt hatten.
So hatten wir bald eine Bandbreite von Gefühlen zusammengesammelt; die von den Kindern genannten Gefühle haben wir durch die mitgebrachten Abbildungen festgehalten, indem wir die verschiedenen Darstellungen an die Wand hefteten.

Im Folgenden baten wir die Kinde, die vielfältigen Instrumente, die wir mitgebracht hatten (Trommeln, Gongs, Becken, Waterphone, Vibraphon, Winddreher, Oceandrum, Flöten u.v.a.), einfach auszuprobieren und darauf zu spielen.
Durch den hohen Aufforderungscharakter der Instrumente und wegen des jungen Alters der Kinder waren sie im positiven Sinne „hemmungslos“ und es entstand eine lang andauernde Phase, indem sie mit großer Freude drauf losgespielt haben und sich mit den unterschiedlichen Klängen vertraut gemacht haben.
Es war den Kindern deutlich anzusehen, dass sie dabei neben dem Experimentieren mit den Klängen und dem Ausprobieren der Instrumente unbewusst
unterschiedlichste Gefühle zum Ausdruck brachten.

Im weiteren Verlauf der Einheit haben wir dann auf die ausgewählten Darstellungen der Gefühle, die wir ja an der Wand fixiert hatten, zurückgegriffen und haben mit den Kindern gemeinsam Instrumente und Klänge ausgewählt, um die verschiedenen Gefühle auszudrücken. Es war vielen Kindern sogar möglich, Begründungen zu formulieren, warum sie gerade diesen oder jenen Klang für ein bestimmtes Gefühl ausgewählt hatten.

Nachdem wir uns für alle unsere ausgewählten Darstellungen auf einen gemeinsamen musikalischen Ausdruck einigen konnten, haben wir mit den Kindern noch mehrere Spielsequenzen durchgeführt – sie konnten dabei kurze Geschichten musikalisch umsetzen, was sie mit großer Freude und kreativen Ideen durchgeführt haben. 



Kontakt:
Purpur Projekt e.V zur Förderung von Kreativität und künstlerischer Bildung:
c/o Arinya Berges
Nienburgstr.148
48147 Münster
Telefon: 0251-778202
Mail: Arinya.Berges@gmx.de

Frau Gebhard (Leiterin des offenen Ganztags)
Liebig Grundschule
Essenerstr.7
44139 Dortmund

Bericht Nr. 48

„Lehrerfortbildung Dinslaken. Du und ich. Gemeinsam spielen“
                                                                                                
Im Rahmen einer Lehrerfortbildung habe ich drei Tage lang mit Grundschullehrern und-lehrerinnen an dem Thema „Du und ich. Gemeinsam spielen“ gearbeitet.
Ziel war, das Bewusstsein der LehrerInnen für das Themengebiet „Häusliche Gewalt“ zu sensibilisieren und ihnen ressourcenorientierte Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die zur Stärkung der von ihnen unterrichteten Kinder führen können.

Im ersten Teil der Fortbildung arbeiteten wir an dem Thema „Häusliche Gewalt“

  • Was kennzeichnet häusliche Gewalt?
  • Wie gehe ich als LehrerIn damit um?
  • Welche institutionelle Hilfen gibt es?
  • Wie erkenne ich traumatisierte Kinder? etc.

Im zweiten Teil ging es um Ich-Stärkung der Schüler, Sensibilisierung für die eigenen Gefühle und deren Darstellung.
Konkrete Handlungsmöglichkeiten wurden aufgezeigt:

  • Wahrnehmen und Benennen der eigenen Gefühle
  • Möglichkeiten des Ausdrückens eigener Gefühle :
    • in Rollenspielen, angeleiteten Theaterimprovisationen
    • mit ihrer Stimme in verschiedenen Texten (Gedichte, Märchen etc.)
    • mit verschiedenen Musikinstrumenten aus der Percussion (Trommeln,               Gongs, Becken, Waterphone, Vibraphon, Winddreher, Oceandrum, Flöten
      u.v.a.).

Dazu wurde von mir die Handhabung/ Spieltechnik der einzelne Instrumente ausführlich beschrieben und erläutert, um anschließend in Spielsequenzen erprobt und geübt zu werden.
Die einzelnen Spielabläufe wurden genauso durchgeführt, als wenn sie mit SchülerInnen im Grundschulalter gespielt würden, sodass eine direkte Übertragung in Unterricht möglich ist.
Im Mittelpunkt stand das Aufeinander Eingehen – Zuhören und Antworten – nur mit musikalischen Mitteln.
Es entstanden interessante und vielfältige Spielsequenzen, in denen sich die Partner intensiv mit den Gefühlen beschäftigten.
In einer Präsentationsphase wurden die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten der Gefühle dargestellt - interessant war es hierbei zu sehen, wie viele verschiedene Ausdrucks- und damit Umgangsmöglichkeiten es für ein und dasselbe Gefühl geben kann!

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Bericht Nr. 49

„Himmelhochjauchzend“
Averbruch Grundschule                                                                                               

An 2 Tagen habe ich zusammen mit der Lehrerin Frau Schröder in der Klasse 4 a  mit 26 Schüler/innen an dem Thema „ Himmelhochjauchzend“ gearbeitet.

Das Thema „Häusliche Gewalt“ wurde behutsam mit Hilfe einer Geschichte behandelt. Möglichkeiten der Unterstützung und Hilfe wurden aufgezeigt.
Es war unser Ziel, das Bewusstsein der Kinder für ihre eigenen Gefühle zu schärfen und ihnen mit ihrer Stimme und verschiedenen Musikinstrumenten eine Möglichkeit des Ausdrückens für ihre Gefühle anzubieten.
Dabei sollten die Freude am alleinigen und gemeinsamen Singen und Musizieren im Mittelpunkt stehen.

Wir begannen mit dem Erlernen des indianischen Kinderliedes „Navajo Stone Game“ und dem Einüben des dazugehörigen Spieles. Es handelt sich dabei um ein recht  archaisches indianisches Lied mit einem ausgesprochen fröhlichen Spielablauf, indem Steine in einem bestimmten Bewegungsablauf von Hand zu Hand immer im Kreis wandern, dabei werden die Bewegungen und der Gesang der Kinder immer schneller, bis der Kreislauf meist unter großem Gelächter der Beteiligten zusammenbricht.
Trotz des jungen Alters der Kinder war ein reflektierendes Gespräch über diese Phase möglich und die Kinder haben auf unsere Fragen ihre Gefühle bei diesem Spiellied durchaus benennen können.
In ihrer Mitteilungsfreude haben die Kinder auch gerne über Gefühle berichtet, die ihnen bekannt sind, die sie aber im Verlauf des Spielliedes nicht erlebt hatten.
So hatten wir bald eine Bandbreite von Gefühlen zusammengesammelt; die von den Kindern genannten Gefühle haben wir durch die mitgebrachten Abbildungen festgehalten, indem wir die verschiedenen Darstellungen an die Wand hefteten.

Im Folgenden baten wir die Kinde, die vielfältigen Instrumente, die wir mitgebracht hatten (Trommeln, Gongs, Becken, Waterphone, Vibraphon, Winddreher, Oceandrum, Flöten u.v.a.), einfach auszuprobieren und darauf zu spielen.
Durch den hohen Aufforderungscharakter der Instrumente und wegen des jungen Alters der Kinder waren sie im positiven Sinne „hemmungslos“ und es entstand eine lang andauernde Phase, indem sie mit großer Freude drauf losgespielt haben und sich mit den unterschiedlichen Klängen vertraut gemacht haben.
Es war den Kindern deutlich anzusehen, dass sie dabei neben dem Experimentieren mit den Klängen und dem Ausprobieren der Instrumente unbewusst
unterschiedlichste Gefühle zum Ausdruck brachten.

Im weiteren Verlauf der Einheit haben wir dann auf die ausgewählten Darstellungen der Gefühle, die wir ja an der Wand fixiert hatten, zurückgegriffen und haben mit den Kindern gemeinsam Instrumente und Klänge ausgewählt, um die verschiedenen Gefühle auszudrücken. Es war vielen Kindern sogar möglich, Begründungen zu formulieren, warum sie gerade diesen oder jenen Klang für ein bestimmtes Gefühl ausgewählt hatten.

Nachdem wir uns für alle unsere ausgewählten Darstellungen auf einen gemeinsamen musikalischen Ausdruck einigen konnten, haben wir mit den Kindern noch mehrere Spielsequenzen durchgeführt – sie konnten dabei kurze Geschichten musikalisch umsetzen, was sie mit großer Freude und kreativen Ideen durchgeführt haben. 



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Frau Schröder (Lehrerin)
Averbruch Grundschule
Rosenstr.47
46537 Dinslaken

Bericht Nr. 50

„Himmelhochjauchzend“
Dinslaken Klara Grundschule                                                                                               

An 2 Tagen habe ich zusammen mit der Lehrerin Frau Hollstege in der Klasse 3a  mit 24 Schüler/innen an dem Thema „ Himmelhochjauchzend“ gearbeitet.

Es war unser Ziel, das Bewusstsein der Kinder für ihre eigenen Gefühle zu schärfen und ihnen mit ihrer Stimme und verschiedenen Musikinstrumenten eine Möglichkeit des Ausdrückens für ihre Gefühle anzubieten.
Dabei sollten die Freude am alleinigen und gemeinsamen Singen und Musizieren im Mittelpunkt stehen.

Wir begannen mit dem Erlernen des indianischen Kinderliedes „Navajo Stone Game“ und dem Einüben des dazugehörigen Spieles. Es handelt sich dabei um ein recht  archaisches indianisches Lied mit einem ausgesprochen fröhlichen Spielablauf, indem Steine in einem bestimmten Bewegungsablauf von Hand zu Hand immer im Kreis wandern, dabei werden die Bewegungen und der Gesang der Kinder immer schneller, bis der Kreislauf meist unter großem Gelächter der Beteiligten zusammenbricht.
Trotz des jungen Alters der Kinder war ein reflektierendes Gespräch über diese Phase möglich und die Kinder haben auf unsere Fragen ihre Gefühle bei diesem Spiellied durchaus benennen können.
In ihrer Mitteilungsfreude haben die Kinder auch gerne über Gefühle berichtet, die ihnen bekannt sind, die sie aber im Verlauf des Spielliedes nicht erlebt hatten.
So hatten wir bald eine Bandbreite von Gefühlen zusammengesammelt; die von den Kindern genannten Gefühle haben wir durch die mitgebrachten Abbildungen festgehalten, indem wir die verschiedenen Darstellungen an die Wand hefteten.

Im Folgenden baten wir die Kinde, die vielfältigen Instrumente, die wir mitgebracht hatten (Trommeln, Gongs, Becken, Waterphone, Vibraphon, Winddreher, Oceandrum, Flöten u.v.a.), einfach auszuprobieren und darauf zu spielen.
Durch den hohen Aufforderungscharakter der Instrumente und wegen des jungen Alters der Kinder waren sie im positiven Sinne „hemmungslos“ und es entstand eine lang andauernde Phase, indem sie mit großer Freude drauf losgespielt haben und sich mit den unterschiedlichen Klängen vertraut gemacht haben.
Es war den Kindern deutlich anzusehen, dass sie dabei neben dem Experimentieren mit den Klängen und dem Ausprobieren der Instrumente unbewusst
unterschiedlichste Gefühle zum Ausdruck brachten.

Im weiteren Verlauf der Einheit haben wir dann auf die ausgewählten Darstellungen der Gefühle, die wir ja an der Wand fixiert hatten, zurückgegriffen und haben mit den Kindern gemeinsam Instrumente und Klänge ausgewählt, um die verschiedenen Gefühle auszudrücken. Es war vielen Kindern sogar möglich, Begründungen zu formulieren, warum sie gerade diesen oder jenen Klang für ein bestimmtes Gefühl ausgewählt hatten.

Nachdem wir uns für alle unsere ausgewählten Darstellungen auf einen gemeinsamen musikalischen Ausdruck einigen konnten, haben wir mit den Kindern noch mehrere Spielsequenzen durchgeführt – sie konnten dabei kurze Geschichten musikalisch umsetzen, was sie mit großer Freude und kreativen Ideen durchgeführt haben. 



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Frau Hollstege (Lehrerin)
Klara Grundschule
Elisabethstr.54
46537 Dinslaken

Bericht Nr. 51

„Raus ins Leben“
Everswinkel 10 Klasse HS
                                                                     

An 2 Tagen haben wir zusammen mit der Lehrerin Frau Röhl in  der Klasse 5a mit 18 Schüler/innen an dem Thema „ Raus ins Leben“ gearbeitet.

Es war unser Ziel, die Kinder darin zu befähigen, die Bandbreite der eigenen Gefühlswelt zu erkennen, eigene Gefühle gezielter wahrnehmen zu können und ihnen dadurch einen bewussteren Umgang mit den eigenen Gefühlen zu ermöglichen.
Wir wollten sie damit bekannt machen, musikalisches Handeln und Erleben als eine Möglichkeit des Umgangs mit den Gefühlen zu erfahren.

Wir haben in dieser Einheit das Augenmerk auf das gemeinsame musikalische Kommunizieren gelegt und damit begonnen, die Schülerinnen und Schüler auf den mitgebrachten Instrumenten frei experimentieren zu lassen.
Es entstand eine lang andauernde Phase des Ausprobierens der Instrumente (Trommeln, Gongs, Becken, Waterphone, Vibraphon, Winddreher, Oceandrum, Flöten u.v.a.), in der die Kinder mit großer Freude und Experimentierlust, z. T. aber auch mit Scheu und großer Vorsicht die vielfältigen Möglichkeiten der Instrumente erprobten.

Im anschließenden Auswertungsgespräch lenkten wir das Thema gezielt auf die mit dem Spielen der Instrumente verbundenen Gefühle und teilten den Kindern unsere Beobachtungen mit. Die Kinder haben dieses Thema recht gerne aufgegriffen und übertragen, so dass sie recht bald dabei waren, verschiedene Gefühle zu beschreiben, die sie beim Spielen und Hören er Instrumente während der Experimentierphase erlebt haben. Damit diese Gefühle nicht in Vergessenheit gerieten, haben wir die entsprechenden Darstellungen zu den von den Kindern beschriebenen Gefühlen gezeigt und an einer Wand aufgehängt.
Wir haben die Kinder dann gebeten, weitere, ihnen bekannte Gefühle zu benennen und Situationen zu beschreiben, aus denen sie diese Gefühle kennen. Auf diesem Wege hatten wir bald eine große Bandbreite von erlebten Gefühlen, in Darstellungen ausgedrückt, an der Wand hängen.

In einer weiteren Phase forderten wir die Schülerinnen und Schüler auf, die nun genannten Gefühle auf den Instrumenten darzustellen. Die Kinder haben dieses Angebot mit großer Freude angenommen und entwickelten mit viel Kreativität und Ausdauer musikalische Ideen. Es entstanden spannende und interessante Sequenzen; dabei nahmen die Kinder die Möglichkeit wahr, ihren Gefühlen im Einzelnen, aber auch im Kontakt mit Anderen Ausdruck zu verleihen.
Die Kinder waren auch in der Lage, zu begründen, warum sie gerade diesen oder jenen Klang für genau dieses Gefühl ausgewählt haben – d.h. sie haben sich recht bewusst mit der Bedeutung des jeweiligen Gefühls auseinandergesetzt.

Abschließend haben die Schülerinnen und Schüler mit unserer Hilfe eine Geschichte entwickelt, die sie musikalisch darstellen konnten und in der sie ein breites Spektrum an Gefühlen mit unterschiedlichsten Instrumenten darstellen konnten.


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Brigitte Röhl (Lehrerin)
Hauptschule Everswinkel
Alverskirchenerstr. 19

Bericht Nr. 52

„Auf dem Weg zu mir“
Gesamtschule Neuwerk Mönchengladbach
                                                                     

An 2 Tagen haben wir zusammen mit der Lehrerin Frau Hüsch während der Projektwoche der Schule mit 18 Schüler/innen aus den Klassen 5-9 an dem Thema „ Auf dem Weg zu mir“ gearbeitet.

Es war unser Ziel, die Schüler zu befähigen, eigene Gefühle wahrnehmen zu können, sie erkennen und benennen zu können und zugleich Mitmenschen, in diesem Fall Mitschüler- und schülerinnen in deren Gefühlen wahrnehmen zu können.
Die Wechselwirkungen der aufeinander prallenden Gefühlsregungen sollten thematisiert und bewusst gemacht werden.

Wir haben damit begonnen, indem wir mit den Kindern eine große Bandbreite der ihnen bekannten Gefühlen gesammelt haben und uns von ihnen Situationen haben erzählen lassen, aus denen sie diese Gefühle kennen.
Um auch in „schwierigere“ Gefühlsbereiche, wie Ärger, Trauer, Wut, Aggressionen vorzust0ßen, haben wir vertiefende Darstellungen von Gefühlen verwendet.

In dieser Phase ist schnell eine entspannte und vertrauensvolle Atmosphäre entstanden, die es ermöglichte, tiefer in die „Gefühlswelten“ einzusteigen.
In Rollenspielen, die den Schülern viel Spaß gemacht haben, wurden einige der erlebten Situationen dargestellt und in den Besprechungen der Rollenspiele wurden den Schülern und Schülerinnen schnell die eigenen Verhaltensweisen in Bezug auf ihre Gefühle und die Wechselwirkungen des Verhaltens im Umgang mit dem Mitmenschen bewusst.

Im Folgenden boten wir den Kindern an, die unterschiedlichen Gefühle auf den mitgebrachten Perkussionsinstrumenten (Trommeln, Gongs, Becken, Waterphone, Vibraphon, Winddreher, Oceandrum, Flöten u.v.a.) darzustellen.
Schnell überwanden die Kinder ihre Scheu, vor uns und den anderen Schülern etwas zu musizieren und sie begannen mit großer Freude und Experimentierlust, auf den Instrumenten zu spielen. Nach einer ausgiebigen Phase des freien Spielens, auch um die Möglichkeiten der Instrumente zu erfahren, forderten wir die Kinder auf, die zuvor besprochenen Gefühle auf den Instrumenten darzustellen. Mit großer Kreativität entwickelten die Schüler hierzu musikalische Ideen und präsentierten mit Freude ihre kleinen Werke.

In einer weiteren Phase ermutigten wir die Schüler, ohne Worte, „nur“ mit den Klängen der Instrumente miteinander in Kontakt zu gehen. Dabei sollten sie durchaus Stimmungen in Musik umsetzen und mit diesem musikalischem Ausdruck in Kontakt mit Anderen gehen.
Zunächst ist es den Schülern schwer gefallen, ohne Worte in Kontakt zu gehen, aber mit zunehmenden Verlauf der Übung war es deutlich, dass sie über die Musik kommunizierten, dass es ihnen gelang, Stimmungen aufzunehmen und unterschiedlich – so wie es ihnen zumute war – darauf zu reagieren. Es ist ein sehr schönes und vielfältiges Frage- und Antwortspiel entstanden, zwischen Paaren, aber auch zwischen Einzelnen und Gruppen und zwischen Gruppen untereinander.
Im anschließenden Auswertungsgespräch realisierten die Schülerinnen und Schüler die musikalische Umsetzung von Gefühlen als eine positive Möglichkeit des Ausdrucks von Gefühlen.




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Astrid Hüsch(Lehrerin)
Gesamtschule Neuwerk
Nespelerstr. 75
41066 Mönchengladbach

Bericht Nr. 53

„Himmelhochjauchzend“
Liebig Grundschule Dortmund 
                                                                                             

An 4 Tagen habe ich zusammen mit der Ganztagsbetreuung Frau Gebhard im Rahmen des offenen Ganztags mit SchülerInnen aus der 1./2. Klasse an dem Thema „ Himmelhochjauchzend“ gearbeitet.

Es war unser Ziel, das Bewusstsein der Kinder für ihre eigenen Gefühle zu schärfen und ihnen mit ihrer Stimme und verschiedenen Musikinstrumenten eine Möglichkeit des Ausdrückens für ihre Gefühle anzubieten.
Dabei sollten die Freude am alleinigen und gemeinsamen Singen und Musizieren im Mittelpunkt stehen.

Wir begannen mit dem Erlernen des indianischen Kinderliedes „Navajo Stone Game“ und dem Einüben des dazugehörigen Spieles. Es handelt sich dabei um ein recht  archaisches indianisches Lied mit einem ausgesprochen fröhlichen Spielablauf, indem Steine in einem bestimmten Bewegungsablauf von Hand zu Hand immer im Kreis wandern, dabei werden die Bewegungen und der Gesang der Kinder immer schneller, bis der Kreislauf meist unter großem Gelächter der Beteiligten zusammenbricht.
Trotz des jungen Alters der Kinder war ein reflektierendes Gespräch über diese Phase möglich und die Kinder haben auf unsere Fragen ihre Gefühle bei diesem Spiellied durchaus benennen können.
In ihrer Mitteilungsfreude haben die Kinder auch gerne über Gefühle berichtet, die ihnen bekannt sind, die sie aber im Verlauf des Spielliedes nicht erlebt hatten.
So hatten wir bald eine Bandbreite von Gefühlen zusammengesammelt; die von den Kindern genannten Gefühle haben wir durch die mitgebrachten Abbildungen festgehalten, indem wir die verschiedenen Darstellungen an die Wand hefteten.

Im Folgenden baten wir die Kinde, die vielfältigen Instrumente, die wir mitgebracht hatten (Trommeln, Gongs, Becken, Waterphone, Vibraphon, Winddreher, Oceandrum, Flöten u.v.a.), einfach auszuprobieren und darauf zu spielen.
Durch den hohen Aufforderungscharakter der Instrumente und wegen des jungen Alters der Kinder waren sie im positiven Sinne „hemmungslos“ und es entstand eine lang andauernde Phase, indem sie mit großer Freude drauf losgespielt haben und sich mit den unterschiedlichen Klängen vertraut gemacht haben.
Es war den Kindern deutlich anzusehen, dass sie dabei neben dem Experimentieren mit den Klängen und dem Ausprobieren der Instrumente unbewusst
unterschiedlichste Gefühle zum Ausdruck brachten.

Im weiteren Verlauf der Einheit haben wir dann auf die ausgewählten Darstellungen der Gefühle, die wir ja an der Wand fixiert hatten, zurückgegriffen und haben mit den Kindern gemeinsam Instrumente und Klänge ausgewählt, um die verschiedenen Gefühle auszudrücken. Es war vielen Kindern sogar möglich, Begründungen zu formulieren, warum sie gerade diesen oder jenen Klang für ein bestimmtes Gefühl ausgewählt hatten.

Nachdem wir uns für alle unsere ausgewählten Darstellungen auf einen gemeinsamen musikalischen Ausdruck einigen konnten, haben wir mit den Kindern noch mehrere Spielsequenzen durchgeführt – sie konnten dabei kurze Geschichten musikalisch umsetzen, was sie mit großer Freude und kreativen Ideen durchgeführt haben. 



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Nienburgstr.148
48147 Münster
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Frau Gebhard (Leiterin des offenen Ganztags)
Liebig Grundschule
Essenerstr.7
44139 Dortmund

Bericht Nr. 54

„Raus ins Leben“
Everswinkel 10 Klasse HS          
                                                           

An 2 Tagen haben wir zusammen mit der Lehrerin Frau Röhl in  der Klasse 5b mit 17 Schüler/innen an dem Thema „ Raus ins Leben“ gearbeitet.

Es war unser Ziel, die Kinder darin zu befähigen, die Bandbreite der eigenen Gefühlswelt zu erkennen, eigene Gefühle gezielter wahrnehmen zu können und ihnen dadurch einen bewussteren Umgang mit den eigenen Gefühlen zu ermöglichen.
Wir wollten sie damit bekannt machen, musikalisches Handeln und Erleben als eine Möglichkeit des Umgangs mit den Gefühlen zu erfahren.

Wir haben in dieser Einheit das Augenmerk auf das gemeinsame musikalische Kommunizieren gelegt und damit begonnen, die Schülerinnen und Schüler auf den mitgebrachten Instrumenten frei experimentieren zu lassen.
Es entstand eine lang andauernde Phase des Ausprobierens der Instrumente (Trommeln, Gongs, Becken, Waterphone, Vibraphon, Winddreher, Oceandrum, Flöten u.v.a.), in der die Kinder mit großer Freude und Experimentierlust, z. T. aber auch mit Scheu und großer Vorsicht die vielfältigen Möglichkeiten der Instrumente erprobten.

Im anschließenden Auswertungsgespräch lenkten wir das Thema gezielt auf die mit dem Spielen der Instrumente verbundenen Gefühle und teilten den Kindern unsere Beobachtungen mit. Die Kinder haben dieses Thema recht gerne aufgegriffen und übertragen, so dass sie recht bald dabei waren, verschiedene Gefühle zu beschreiben, die sie beim Spielen und Hören er Instrumente während der Experimentierphase erlebt haben. Damit diese Gefühle nicht in Vergessenheit gerieten, haben wir die entsprechenden Darstellungen zu den von den Kindern beschriebenen Gefühlen gezeigt und an einer Wand aufgehängt.
Wir haben die Kinder dann gebeten, weitere, ihnen bekannte Gefühle zu benennen und Situationen zu beschreiben, aus denen sie diese Gefühle kennen. Auf diesem Wege hatten wir bald eine große Bandbreite von erlebten Gefühlen, in Darstellungen ausgedrückt, an der Wand hängen.

In einer weiteren Phase forderten wir die Schülerinnen und Schüler auf, die nun genannten Gefühle auf den Instrumenten darzustellen. Die Kinder haben dieses Angebot mit großer Freude angenommen und entwickelten mit viel Kreativität und Ausdauer musikalische Ideen. Es entstanden spannende und interessante Sequenzen; dabei nahmen die Kinder die Möglichkeit wahr, ihren Gefühlen im Einzelnen, aber auch im Kontakt mit Anderen Ausdruck zu verleihen.
Die Kinder waren auch in der Lage, zu begründen, warum sie gerade diesen oder jenen Klang für genau dieses Gefühl ausgewählt haben – d.h. sie haben sich recht bewusst mit der Bedeutung des jeweiligen Gefühls auseinandergesetzt.

Abschließend haben die Schülerinnen und Schüler mit unserer Hilfe eine Geschichte entwickelt, die sie musikalisch darstellen konnten und in der sie ein breites Spektrum an Gefühlen mit unterschiedlichsten Instrumenten darstellen konnten.

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Nienburgstr.148
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Brigitte Röhl (Lehrerin)
Hauptschule Everswinkel
Alverskirchenerstr. 19

Bericht Nr. 55

„Du und Ich, Dortmund 3“ Liebig Grundschule Dortmund
                                                                                           
An 4 Tagen habe ich zusammen mit der Ganztagsbetreuung Frau Gebhard im Rahmen des offenen Ganztags mit SchülerInnen aus der 3./4. Klasse an dem Thema „ Du und Ich“ gearbeitet.
Das Thema „Häusliche Gewalt“ wurde behutsam mit Hilfe einer Geschichte behandelt. Möglichkeiten der Unterstützung und Hilfe wurden aufgezeigt.

Es war unser Ziel, das Bewusstsein der Kinder für ihre eigenen Gefühle zu schärfen und ihnen mit ihrer Stimme und verschiedenen Musikinstrumenten eine Möglichkeit des Ausdrückens für ihre Gefühle anzubieten.
Dabei sollten die Freude am alleinigen und gemeinsamen Singen und Musizieren im Mittelpunkt stehen.

Wir begannen mit dem Erlernen des indianischen Kinderliedes „Navajo Stone Game“ und dem Einüben des dazugehörigen Spieles. Es handelt sich dabei um ein recht  archaisches indianisches Lied mit einem ausgesprochen fröhlichen Spielablauf, indem Steine in einem bestimmten Bewegungsablauf von Hand zu Hand immer im Kreis wandern, dabei werden die Bewegungen und der Gesang der Kinder immer schneller, bis der Kreislauf meist unter großem Gelächter der Beteiligten zusammenbricht.
Trotz des jungen Alters der Kinder war ein reflektierendes Gespräch über diese Phase möglich und die Kinder haben auf unsere Fragen ihre Gefühle bei diesem Spiellied durchaus benennen können.
In ihrer Mitteilungsfreude haben die Kinder auch gerne über Gefühle berichtet, die ihnen bekannt sind, die sie aber im Verlauf des Spielliedes nicht erlebt hatten.
So hatten wir bald eine Bandbreite von Gefühlen zusammengesammelt; die von den Kindern genannten Gefühle haben wir durch die mitgebrachten Abbildungen festgehalten, indem wir die verschiedenen Darstellungen an die Wand hefteten.

Im Folgenden baten wir die Kinde, die vielfältigen Instrumente, die wir mitgebracht hatten (Trommeln, Gongs, Becken, Waterphone, Vibraphon, Winddreher, Oceandrum, Flöten u.v.a.), einfach auszuprobieren und darauf zu spielen.
Durch den hohen Aufforderungscharakter der Instrumente und wegen des jungen Alters der Kinder waren sie im positiven Sinne „hemmungslos“ und es entstand eine lang andauernde Phase, indem sie mit großer Freude drauf losgespielt haben und sich mit den unterschiedlichen Klängen vertraut gemacht haben.
Es war den Kindern deutlich anzusehen, dass sie dabei neben dem Experimentieren mit den Klängen und dem Ausprobieren der Instrumente unbewusst
unterschiedlichste Gefühle zum Ausdruck brachten.

Im weiteren Verlauf der Einheit haben wir dann auf die ausgewählten Darstellungen der Gefühle, die wir ja an der Wand fixiert hatten, zurückgegriffen und haben mit den Kindern gemeinsam Instrumente und Klänge ausgewählt, um die verschiedenen Gefühle auszudrücken. Es war vielen Kindern sogar möglich, Begründungen zu formulieren, warum sie gerade diesen oder jenen Klang für ein bestimmtes Gefühl ausgewählt hatten.

Nachdem wir uns für alle unsere ausgewählten Darstellungen auf einen gemeinsamen musikalischen Ausdruck einigen konnten, haben wir mit den Kindern noch mehrere Spielsequenzen durchgeführt – sie konnten dabei kurze Geschichten musikalisch umsetzen, was sie mit großer Freude und kreativen Ideen durchgeführt haben. 



Kontakt:
Purpur Projekt e.V zur Förderung von Kreativität und künstlerischer Bildung:
c/o Arinya Berges
Nienburgstr.148
48147 Münster
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Frau Gebhard (Leiterin des offenen Ganztags)
Liebig Grundschule
Essenerstr.7
44139 Dortmund

Bericht Nr. 56

„Raus ins Leben…“
                                                                                                
An 4 Tagen haben wir zusammen mit einem Sozialarbeiter mit einer Gruppe Jugendlicher im Alter von 13- 17 Jahren an dem Thema „ Raus ins Leben“ gearbeitet.
Unser besonderes Augenmerk lag auf der Thematik des Umgangs mit häuslicher Gewalt. Was ist häusliche Gewalt, von wem kann sie ausgehen, wie gehen wir damit um, wo gibt es von außen Hilfe etc. waren Fragen, mit denen sich die Jugendlichen engagiert auseinander setzten.

Unser Ziel war es, die Jugendlichen darin zu stärken, Gefühle wahrnehmen, erkennen und benennen zu können und sie in die Lage zu versetzen, die musikalische Umsetzung von Gefühlen als eine Möglichkeit des Ausdrucks von Gefühlen kennen zu lernen.

Dabei stellten wir die Frage, wie wir mit Aggressionen umgehen können, in den Vordergrund und haben daran gearbeitet, wie wir die eher aggressiven Gefühlen in einen „friedlichen“ Ausdruck bringen können.
Dazu haben wir die Jugendlichen mit einem spielerischen Umgang verschiedener Percussioninstrumente ( Trommeln, Gongs, Becken, Waterphone, Vibrafon, Winddreher, Oceandrum, Flöten u.a.) bekannt gemacht, um ihnen musikalisches Handeln und Erleben als eine Möglichkeit des Ausdrucks von Gefühlen vorzustellen.

Zunächst haben wir mit den Jugendlichen anhand unterschiedlicher Darstellungen mehrere Gefühle benannt und mit ihnen gemeinsam darüber gesprochen, ob und wie sie diese Gefühle erleben und ob, bzw. wie sie ihnen Ausdruck verleihen können.

An Fallbeispielen präsentierten die Jugendlichen in Rollenspielen die ihnen bekannten Verhaltensmuster im Ausdruck der zuvor besprochenen Gefühle.
Im Folgenden haben wir mit den Jugendlichen an den Musikinstrumenten gearbeitet und sie im experimentellen Spielen erproben lassen, welche Darstellungsmöglichkeiten zum Ausdruck der Gefühle sie an den Instrumenten entwickeln.

Mit viel Konzentration und Freude entwickelten die Jugendlichen kreative musikalische Ideen, um die Bandbreite ihrer Gefühle auszudrücken. Es entstanden spannende Sequenzen, dabei nahmen die Kinder die Möglichkeit wahr, ihren Gefühlen im Einzelnen aber auch im Kontakt mit Anderen Ausdruck zu verleihen. 
In einer Geschichte, die die Jugendlichen musikalisch darstellten, wurde abschließend ein breites Spektrum an Gefühlen mit Hilfe der unterschiedlichsten Instrumente dargestellt.

Kontakt:
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c/o Arinya Berges
Nienburgstr.148
48147 Münster
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Juk-Haus Ahlen
Urim Kodzadziku
Im Burbecksort 7
59229 Ahlen

Bericht Nr. 57

„Auf dem Weg zu mir „
Purpurprojekt Münster                                                                                               

An 2 Tagen haben wir zusammen mit der Schulsozialarbeiterin Frau Foitzik in der Klasse 5 d mit 30 Schüler/innen an dem Thema „ Auf dem Weg zu mir…“ gearbeitet.
Unser Ziel war es, die Schülerinnen und Schüler darin zu stärken, Gefühle wahrnehmen, erkennen und benennen zu können und sie in die Lage zu versetzen, die musikalische Umsetzung von Gefühlen als eine Möglichkeit des Ausdrucks von Gefühlen kennen zu lernen.

Unser besonderes Augenmerk lag auf der Thematik des Umgangs mit Gewalt. Dabei stellten wir die Frage, wie wir mit Aggressionen umgehen können, in den Vordergrund und haben daran gearbeitet, wie wir die eher aggressiven Gefühlen in einen „friedlichen“ Ausdruck bringen können.
Dazu haben wir die Kinder mit einem spielerischen Umgang verschiedener Percussioninstrumente ( Trommeln, Gongs, Becken, Waterphone, Vibrafon, Winddreher, Oceandrum, Flöten u.a.) bekannt gemacht, um ihnen musikalisches Handeln und Erleben als eine Möglichkeit des Ausdrucks von Gefühlen vorzustellen.

Zunächst haben wir mit den Schülerinnen und Schülern anhand unterschiedlicher Darstellungen mehrere Gefühle benannt und mit ihnen gemeinsam darüber gesprochen, ob und wie sie diese Gefühle erleben und ob, bzw. wie sie ihnen Ausdruck verleihen können.

An Fallbeispielen präsentierten die Schüler und Schülerinnen in Rollenspielen die ihnen bekannten Verhaltensmuster im Ausdruck der zuvor besprochenen Gefühle.
Im Folgenden haben wir mit den Schülerinnen und Schülern an den Musikinstrumenten gearbeitet und sie im experimentellen Spielen erproben lassen, welche Darstellungsmöglichkeiten zum Ausdruck der Gefühle sie an den Instrumenten entwickeln.

Mit viel Konzentration und Freude entwickelten die Schüler kreative musikalische Ideen, um die Bandbreite ihrer Gefühle auszudrücken. Es entstanden spannende Sequenzen, dabei nahmen die Kinder die Möglichkeit wahr, ihren Gefühlen im Einzelnen aber auch im Kontakt mit Anderen Ausdruck zu verleihen.  
In einer Geschichte, die die Schülerinnen und Schüler musikalisch darstellten, wurde abschließend ein breites Spektrum an Gefühlen mit Hilfe der unterschiedlichsten Instrumente dargestellt.

Kontakt:
Purpurprojekt e.V zur Förderung von Kreativität und künstlerischer Bildung:
c/o Arinya Berges
Nienburgstr.148
48147 Münster
Telefon: 0251-778202
Mail:
Arinya.Berges@gmx.de

Nathalie Foitzik (Schulsozialarbeiterin)
in der Klasse 5d der Realschule im
Schulzentrum Telgte
August-Winkhaus-Straße 4
48291 Telgte

Bericht Nr. 58

Zum Beginn haben wir quasi ohne Vorwarnung uns die Bilder einer Ausstellung an-gesehen. Zuerst ist uns gar nicht so viel aufgefallen, es waren Bilder einer Wohnung, wie wir sie von Freunden, Nachbarn Großeltern kennen. Etwas, wie Spießer halt so leben.
Doch als uns die Referentin aufmerksam gemacht hat, auf die stillen und versteckten Anzeichen gegeben hat, worauf wir achten sollten, haben wir die Ausstellung noch einmal von Beginn an angesehen. Wir konnten es gar nicht glauben, das die Statistik belegt, jede vierte Frau, die in Deutschland lebt hat die körperliche wie sexuelle Ge-walt erlebt. Das muss doch auffallen. Wie können wir als junge Frauen uns davor schützen? Gibt es da Wege wollten wir wissen?

Und damit sind wir mitten in das Seminar gestartet. Angelika hat uns gezeigt, Netz-werke mit vertrauten Personen sind wichtig, Freundinnen, Nachbarn und Verwandt können genau dann, wenn wir mit ihnen ein gutes, glaubwürdiges und ehrliches Ver-hältnis haben, uns gegenseitig unterstützen.

In den weiteren Gesprächen haben wir vorsichtig versucht, festzustellen, wer von uns schon einmal in dem geschützten Rahmen der Wohnung, des Hauses in der Familie Erfahrungen gesammelt hat, die man üblicherweise zur Gewalt zählen kann. War es die Mutter, die Geschwister? Woran machen wir es fest? Was waren die Auslöser? Schlechte Zensuren, Ungeduld, wenn es darum ging, einen Auftrag zu erledigen? Die schnelle Ohrfeige?
Ein anstrengendes Wochenende, das uns sicher noch lange zu denken gibt.

Kontakt:
Lea Ströher
Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder
Grüne Kobra / Stamm Weiße Rose
Am Dreisch 9
44269 Dortmund

Bericht Nr. 59

Ein etwas anderes Wochenende im Pfadfinderheim.

Schon früh hatte uns Angelika Christiansen dazu aufgefordert, mal wieder an einem Wochenende inhaltlich zu Arbeiten – und da sie auch gleich ein Thema vorgeschlagen hat, haben wir es in unsere Jahresplanung mit aufgenommen. Doch wir hatten uns das bei der Zusage zu diesem Termin sehr viel leichter vorgestellt, als es nachher gewesen ist. Angelika hat neben der praktischen Aktionen wie zum Beispiel die Herstellung von Zeichnungen „Wo befindet sich in eurer Wohnung ein Platz, an dem ihr euch sicher und geborgen fühlt,“ auch einiges theoretisch mit uns besprochen. Heiße Diskussionen hatten wir, als wir auf dem Boden die Skala der häuslichen Gewalt legen sollten. Was für einzelne Beteiligte überhaupt kein Problem war, hat bei anderen einen Widerspruch hervorgerufen.
Später dann, als wir uns mit dem PC und dem Beamer die Ausstellung auf der Leinwand Rosenstraße 76 angesehen haben gab es noch einmal eine Diskussion, denn die Symbole, an der die häusliche Gewalt festgemacht wurde konnten wir nicht sofort erkennen und wir waren froh, von Angelika eine „Übersetzungshilfe“ zu bekommen, die uns das alles viel deutlicher sehen ließ.
Auf jeden Fall haben wir beschlossen, nach diesem Wochenende werden wir uns die Ausstellung, wenn sie nach Dortmund kommt auch noch einmal direkt anzusehen, denn es wird sicher eine andere Wirkung auf uns haben als nur die platten Bilder.


Kontakt:
Charlotte Müller
Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder
Orca / Stamm Weiße Rose
Wieselweg 9
44267 Dortmund

Bericht Nr. 60

 zum Coolnesstrainings der Tagesgruppe Ypsilon

In der Tagesgruppe Ypsilon werden ältere Kinder und Jugendliche (Aufnahmealter zwischen 10 und 13 Jahren) und deren Familien pädagogisch begleitet, die in solch belasteter Situation leben, dass eine ambulante Hilfe (Beratung, Therapie) allein nicht ausreicht.
In der pädagogischen Arbeit, die 4 wesentliche Grundlagen (Einzelförderung, Familienarbeit, Gruppenarbeit, „externe“ Helfer wie z.B. Schulen, Vereine und das Jugendamt) mit ein bezieht, bietet die Tagesgruppe u.a. durch die zeitweise räumliche Trennung des Jugendlichen Entlastung und Neuorientierung. Die eng vernetzte Zusammenarbeit aller Beteiligten soll die familiären Beziehungen unterstützen und ein stabiles System entwickeln.
Die Idee für ein Coolnesstraining in der Tagesgruppe Ypsilon für ältere Kinder und Jugendliche begleitete das pädagogische Team der Tagesgruppe schon seit einiger Zeit.
Täglich haben wir mit dem Thema „Gewalt“ in vielfältiger Äußerung, Ausprägung und Auswirkung zu tun: Sei es durch den verbalen oder körperlichen Ausdruck der Kinder und Jugendlichen, durch deren Erzählungen aus Schulen oder ihrem Freizeitbereich sowie den individuellen Erfahrungen eines jeden Einzelnen – nicht zuletzt durch das familiäre, häusliche Umfeld und den sich angeeigneten Umgang damit.

An dem Coolnesstraining nahmen an 4 Tagen 5 Mädchen und 5 Jungen im Alter zwischen 12 und 15 Jahren teil, u.a. aus unterschiedlichen Kulturkreisen und den verschiedensten Verhaltensausprägungen und emotionaler Bedürftigkeit der einzelnen Kids.

Der engagierte Anti-Gewalt Trainer gestaltete die Arbeit methodenreich. Zum Beispiel durch Kooperationsspiele, mit denen Erfolg durch gemeinsame, kreative Zusammenarbeit erfahrbar gemacht wurde oder Selbstbehauptungs- und Kampfspiele, um eigene Stärken und Ressourcen zu erkennen und aktivieren. Aber in Rollenspielen oder in der Darstellung von konflikthaften Situationen („Dunkle Gasse“) bekamen die Kids ebenso einen guten Einblick in die (Aus)Wirkungen eigener Verhaltensweisen. Während der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen ergaben sich spontan auch Situationen, in denen sie sich mit Opposition und Aggression ausprobieren konnten und neue Grenzerfahrungen machten.

Fazit: Mitmachen – mutig sein - Gemeinschaft (er-) leben!

Kontakt:
Tagesgruppe Scharade
Bianca Röttgen
Holweider Str. 36
51065 Köln

Bericht Nr. 61

 „Gefühle erkennen“
Tagesgruppe Scharade

Im Juli 2008 haben wir mit den Kindern der Tagesgruppe Scharade im Rahmen einer Projektwoche an dem Thema „Gefühle“ gearbeitet.

Die Tagesgruppe Scharade ist eine ambulante Hilfe für Grundschulkinder im Aufnahmealter von 6-10 Jahren, in deren Familien komplexe Problemlagen eine gesunde Entwicklung dieser verhindert, gefährdet oder bereits geschädigt haben.

Zu Beginn bastelten die Kinder in Kleingruppen jeweils einen lebensgroßen Gefühlsmenschen und benannten alle Gefühle, welche ihnen bekannt waren. Es wurde besprochen wann und wo die Kinder diese Gefühle erleben. Diese wurden dann an den Körperstellen des Menschen eingeklebt an denen man das jeweilige Gefühl spürt. Die Kleingruppen stellten anschließend ihr Werk den anderen Gruppen vor. Es gab erhebliche Unterschiede in den Kleingruppen, Gefühle zu benennen. Manche Kinder kannten sehr viele verschiedene Gefühle, andere konnten nur unter Anleitung einige benennen. Ziel war es, dass die Kinder erkennen, welche Gefühle es in ihnen gibt und wann sie diese spüren.

In einem weiteren Schritt wurden alle Kinder im Laufe der Woche mehrmals fotografiert. Sie sollten versuchen verschiedene Gefühle mit ihrer Mimik darzustellen. Auch dies funktionierte bei einigen sehr gut, andere wurden von uns spontan in Aktionen fotografiert um ihre Mimik einzufangen.
Als die Fotos entwickelt waren, konnte jedes Kind aus seinen Portraits 4-5 Bilder auswählen, die unterschiedliche Gefühle darstellten. Anhand der Bilder sollten die Kinder ihre dargestellten Gefühle wiedererkennen. Nun wurden die Fotos aufgeklebt und die Kinder überlegten sich wobei sie die dargestellten Gefühle empfinden. Zu den entsprechenden Bildern schrieben sie die Zusammenhänge auf , z.B. „Ich bin böse, wenn mich jemand haut!“.

Diese Bilderreihen wurden in unserer Gruppe aufgehängt und ebenfalls den Kindern für sich und ihre Eltern mit nach Hause gegeben. Als Abschluss dieses Projektes stand ein Ausflug in das „Erfahrungsfeld der Sinne“ nach Essen in die Zeche Zollverein auf dem Programm. Bei einer tollen Führung konnten die Kinder alle ihre Sinne durch Ausprobieren und Mitmachen aktivieren.

Kontakt:
Tagesgruppe Scharade
c/o Bianca Röttgen
Holweiderstr. 36
51065 Köln
Tel.: (0221) 6161229
Email:
sjs-scharade@t-online.de

Bericht Nr. 62

Projekt „Körpergefühl“ der Tagesgruppe Scharade

Von Juni bis voraussichtlich November 2008 machen wir mit den Kindern der Tagesgruppe Scharade im Rahmen eines Projektes einen Schwimmkurs mit dem Schwerpunkt Wahrnehmung und Steigerung der eigenen Körpergefühls.

Die Tagesgruppe Scharade ist eine ambulante Hilfe für Grundschulkinder im Aufnahmealter von 6-10 Jahren, in deren Familien komplexe Problemlagen eine gesunde Entwicklung dieser verhindert, gefährdet oder bereits geschädigt haben.

Grundlegend wichtig erscheint uns hierbei die Erkenntnis eines jeden Kindes, dass jeder Mensch anders ist und auch anders aussieht. Jeder sollte die Chance haben sich in seiner eigenen Haut wohl zu fühlen. Dies kann nur funktionieren, wenn die Grenzen eines jeden anderen Kindes gewahrt werden.
Im anfänglichen Schwimm-Training geht es zunächst darum Schwimmtechniken zu vermitteln, Sicherheit zu erreichen um so das Selbstwertgefühl der Kinder zu stärken. Schnell kam es zu ersten Erfolgen, zwei Kinder schafften bereits das Seepferdchen und waren mächtig stolz. So steigt der Ehrgeiz und die Kinder arbeiten mit viel Biss und Durchhaltevermögen an ihrem Ziel auch ein Seepferdchen zu schaffen und ein Scharade Kind zu werden, welches sich im Schwimmbad frei bewegen darf.
Im Anschluss an das Schwimm-Training stehen Spiel und Spaß auf dem Programm. Die Kinder sollen die Turbulenzen und Sorgen des Alltags hinter sich lassen, lernen sich zu entspannen und zu sich zu kommen. Dabei eignet sich Wasser als hervorragendes Medium Entspannung zu erzeugen, sich selbst zu spüren und auch sehr unruhige Kinder zur Ruhe kommen zu lassen.
Bei „Spaß-Kämpfchen“ unter den Kindern gilt es wiederum die Grenzen des Anderen zu wahren, dem Gegenüber nicht zu nahe zu kommen und auch die Gefahren des Wassers einschätzen zu lernen.
Allgemein gilt, dass es wichtig ist auf sich und auf andere Acht zu geben, die Angst des Anderen ernst zu nehmen, seine eigenen Grenzen zu spüren und lernen diese zu verbalisieren. Gleichzeitig als Gruppe füreinander Sorge zu tragen, dass jeder Schwimmbad Besuch für alle ein besonderes Erlebnis wird.


Kontakt:
Tagesgruppe Scharade
Bianca Röttgen
Holweider Str. 36
51065 Köln

Bericht Nr. 63

Gefühlsbilder

Manchmal ist es schwer, Worte zu finden, um zu sagen wie ich mich fühle, was mich bedrückt, dass ich mich geborgen und gut fühle, was in mir vor sich geht.
Es kann auch sein, wir haben wenig oder keine gemeinsame Zeit, sind schlecht drauf und wollen gar nicht reden oder treffen auf gar kein offenes Ohr.

Das Malen mit bestimmten Farben kann ein Weg sein, um sich auszudrücken, wenn andere Möglichkeiten fehlen. Wir Menschen erkennen Zusammenhänge zwischen Gefühlen und Farben. Es gibt zwei Arten der Farbwahrnehmung:
1.Wir entwickeln im Laufe unseres Lebens Verknüpfungen mit Farben, meistens sind es Erinnerungen: Feuer = Rot, Gras = Grün, Zitrone = Gelb
2.Farben können auch Gefühle in uns wecken: Rot = gefährlich, Grün = giftig, Gelb = frisch
Und auch in unserer Sprache gibt es Beispiele, in denen wir uns über Farben mitteilen:
„Ich sehe Rot!“
Rot  mit seiner Bedeutung von Energie, Feuer, Hitze, Aktivität und Bewegung, wirkt anregend auf alles in unserem Körper. Meist kriegen wir einen roten Kopf, wenn wir uns so richtig ärgern.
„Komm, wir machen eine Fahrt ins Blaue!“ Die Fahrt ins Blaue stammt aus früheren Zeiten, als noch häufig der blau blühende Flachs angebaut wurde. Machte man einen Ausflug in die Natur, so fuhr man ins Blaue.

Wir Kinder, die zusammen mit Sabine Gefühlsbilder gemalt haben, konnten viele Beispiele benennen, erfuhren mehr über die Bedeutung und Wirkung von Farben, und haben diese in Bildern umgesetzt. Dabei haben wir eigene Gefühlgeschichten (die wir schon einmal erlebt haben) erzählt und den jeweiligen Gefühlen Farben zugeordnet. Danach haben wir uns aus einer Bildersammlung entsprechende Vorlagen herausgesucht und die Bilder mit den entsprechenden Farben gestaltet.

Je bewusster wir unsere Gefühle erleben, sie „für wahr nehmen“ und beim Namen nennen können, umso reicher erleben wir uns selbst, nehmen unser eigenes Wesen wahr und ernst. Indem wir lernen, unsere Gefühle zu formulieren und zu gestalten, geben wir uns selbst einen stärkeren Ausdruck, werden sicherer und fühlen uns besser.


Kontakt:
SOS-Rassismus-NRW
c/o Sabine Ranft
Atelier ArTenWEISE
Wiesenstrasse 20
37073 Göttingen

www.artenweise.de
Email:
webmaster@artenweise.de

Bericht Nr. 64

Da das Thema „Umgang mit Aggressionen" seit langem ein Wunschthema für eine Fortbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war, entschloss sich die Leitungsrunde der CJG Kinder- und Jugendhilfe St. Josef, im Jahre 2008 eine umfassende Schulung für alle Mitarbeitenden in diesem Bereich zu starten. Das Besondere an dieser Idee war der Gedanke, dass weitgehend alle Pädagogen die gleiche Schulung erhalten sollten und in einem 2. Schritt dann die Jugendlichen unserer Gruppen ebenfalls die Schulung absolvieren sollten. Wir wollten somit erreichen, dass wir in unseren Teams und Gruppen einen einheitlichen Umgang mit dem Thema „Aggression" haben, was z. B. das gemeinsame Verständnis herstellen und das Aushandeln von Regeln vereinfachen würde.

Es gelang uns, für diese Fortbildung und Schulung der Gruppen einen sehr renommierten Experten zu engagieren. Ulrich Krämer, gelernter Schauspieler und Coolnesstrainer und Leiter der Firma „Krämer Trainings", machte mit uns Erwachsenen am 25. und 26. März ein zweitägiges Fortbildungsprogramm.
Wir lernten in diesen 2 Tagen viele verschiedene Aspekte von Aggression und unseren Umgang damit kennen. In einer guten Mischung von Information und Selbsterfahrung konnten wir wichtige Erfahrungen sammeln. Theorie und Selbstreflexion, Kampfspiele nach festen Regeln und interessante Rollenspiele zum Thema zeigten uns, wie unsere eigenen Muster immer wieder zum Vorschein kamen und uns ganz unterschiedlich beeinflussen. Aber auch das Über vom aushalten und Umgehen mit brenzligen Situationen kam nicht zu kurz.

Kontakt:
CJG Kinder- und Jugendhilfe St. Josef
Wilfried Vonderbank
Am Portzenacker 1a
51069 Köln

Bericht Nr. 65

Coolnesstrainings der Tagesgruppe Ypsilon

In der Tagesgruppe Ypsilon werden ältere Kinder und Jugendliche (Aufnahmealter zwischen 10 und 13 Jahren) und deren Familien pädagogisch begleitet, die in solch belasteter Situation leben, dass eine ambulante Hilfe (Beratung, Therapie) allein nicht ausreicht.

In der pädagogischen Arbeit, die 4 wesentliche Grundlagen (Einzelförderung, Familienarbeit, Gruppenarbeit, ,externe" Helfer wie z.B. Schulen, Vereine und das Jugendamt) mit ein bezieht, bietet die Tagesgruppe u.a. durch die zeitweise räumliche Trennung des Jugendlichen Entlastung und Neuorientierung. Die eng vernetzte Zusammenarbeit aller Beteiligten soll die familiären Beziehungen unterstützen und ein stabiles System entwickeln.
Die Idee für ein Coolnesstraining in der Tagesgruppe Ypsilon für ältere Kinder und Jugendliche begleitete das pädagogische Team der Tagesgruppe schon seit einiger Zeit.
Täglich haben wir mit dem Thema ,,Gewalt" in vielfältiger Äußerung, Ausprägung und Auswirkung zu tun: Sei es durch den verbalen oder körperlichen Ausdruck der Kinder und Jugendlichen, durch deren Erzählungen aus Schulen oder ihrem Freizeitbereich sowie den individuellen Erfahrungen eines jeden Einzelnen – nicht zuletzt durch das familiäre, häusliche Umfeld und den sich angeeigneten Umgang damit.

An dem Coolnesstraining nahmen an 4 Tagen 5 Mädchen und 5 Jungen im Alter zwischen 12 und 15 Jahren teil, u.a. aus unterschiedlichen Kulturkreisen und den verschiedensten Verhaltensausprägungen und emotionaler Bedürftigkeit der einzelnen Kids.
Der engagierte Anti-Gewalt Trainer gestaltete die Arbeit methodenreich. Zum Beispiel durch Kooperationsspiele, mit denen Erfolg durch gemeinsame, kreative Zusammenarbeit erfahrbar gemacht wurde oder Selbstbehauptungs- und Kampfspiele, um eigene Stärken und Ressourcen zu erkennen und aktivieren. Aber in Rollenspielen oder in der Darstellung von konflikthaften Situationen („Dunkle Gasse") bekamen die Kids ebenso einen guten Einblick in die (Aus)Wirkungen eigener Verhaltensweisen. Während der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen ergaben sich spontan auch Situationen, in denen sie sich mit Opposition und Aggression ausprobieren konnten und neue Grenzerfahrungen machten.

Fazit: Mitmachen – mutig sein - Gemeinschaft (er-) leben!

Kontakt:
CJG Kinder- und Jugendhilfe St. Josef
Wilfried Vonderbank
Am Portzenacker 1a
51069 Köln

Bericht Nr. 66

Coolnesstraining der Gruppe Dojo

Das Thema Gewalt und Gewalterfahrungen begleitet viele unserer Jugendlichen. Da es in der Gruppe zu körperlichen Übergriffen und Androhung von Gewalt kam, wurde ein ganzheitliches Konzept zum gewaltfreien Umgang miteinander gesucht.
Einige unserer Kinder sind durch eigene Gewalterfahrungen geprägt und reagieren somit in Konfliktsituationen ebenfalls mit Gewalt.
Das Coolnesstraining sollte unseren Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, den Alltag gewaltfreier zu gestalten.
Es sollten deeskalierende Strategien entwickelt werden, die den Kindern hilfreich in Konflikten sein können.

Die Selbstreflexion war ein wichtiger Bestandteil.
Durch viele praktische und alltagsnahe Übungen konnten die Kinder und Jugendlichen erfahren, dass es auch andere Strategien gibt, um auf Provokationen oder Gewaltandrohungen zu reagierten.
Durch Kooperationsübungen erlebten die Kinder ihre eigenen Positionen und den Zusammenhalt der Gruppe auf eine wertvolle Art, die im Gruppenalltag nur selten herzustellen ist.
Somit war die 4 tägige Fortbildung eine wertvolle Erfahrung für die Kinder der Gruppe, aus der wir Regeln und Strategien für unser Gruppenleben übernehmen und entwickeln konnten.
Die erlernten Strategien helfen uns weiterhin zur Prävention und Reflexion von Situationen, in denen es zu verbalen oder körperlicher Gewalt kommt.

Kontakt:
Gruppe Dojo
CJG Kinder- und Jugendhilfe St. Josef
Wilfried Vonderbank
Am Portzenacker 1a
51069 Köln

Bericht Nr. 67

Coolnesstraining mit den Jugendlichen der AWG 7ieben

Nachdem 3 Mitarbeiter-Teams die Fortbildung Coolnesstraining durchlaufen hatten, haben in den folgenden Monaten die Gruppen Dojo, Ypsilon und 7ieben das Jugendlichen-Training absolviert. An jeweils 2 Wochenenden konnten die Jugendlichen den Umgang mit Aggression, häuslicher Gewalt und die Entwicklung von Coolness erlernen sowie eine Menge Selbsterfahrung sammeln. Dabei gelang dem Trainer Herrn Schüler eine prima Mischung von Kooperationsspielen und Konfrontationsübungen. Die Rückmeldungen waren prima, sodass wir hoffen können, dass das Training für den Umgang der Jugendlichen untereinander und auch außerhalb unserer Gruppen Früchte trägt.
Auch der Stadtanzeiger berichtete:

Coole Köpfe brauchen keine starken Fäuste
Coolness-Training soll gewaltfreien Umgang untereinander fördern.
Dünnwald - „Es geht nicht darum, dass die Kinder und Jugendlichen sich selbst cool finden, sondern sie sollen lernen, in einer hitzigen Situation einen kühlen Kopf zu bewahren." So umreißt Trainer Arne Schüler die Zielsetzung eines „Coolness-Trainings", das er in den vergangenen Wochen mit drei Gruppen aus unterschiedlichen Altersstufen aus dem CJG Kinderheim St. Josef am Portzenacker durchgeführt hat. In dem katholischen Heim leben derzeit 116 Kinder und Jugendliche.

Jede Gruppe war an vier Tagen je vier Stunden mit Kampf- und Rollenspielen beschäftigt. Schüler: „Mit Schaumstoffschlägern kann man sich mal ordentlich verzimmern, ohne dass es wehtut." Aber über allen Übungen, Kämpfchen und Spielen standen klare Regeln: Respekt Zuhören, Vertraulichkeit und ganz besonders eine Stopp-Regel.- „Es geht um das Erkennen von eigenen Grenzen und den Grenzen der anderen. So können eskalierende Situationen entspannt oder vermieden werden."

Zum Motto „Gewaltfreier Umgang untereinander" finden im Dünnwalder Kinderheim außer diesem Training weitere Seminare und Workshops statt. „Wir reagieren damit auf die zunehmende Gewaltbereitschaft unter Kinder und Jugendlichen und möchten ein deutliches Zeichensetzen", sagt Wilfried Vonderbank aus der Heimleitung. „Das Training ermöglicht ihnen, Konfliktlösungsmodelle kennenzulernen und sich selbst in Stresssituationen besser einzuschätzen. Erzieher Andreas Nieudonne hofft, dass sich das Coolness-Training auf den Alltag der Jugendlichen auswirkt. „Natürlich kann man aus bösen Buben keine Engel machen, aber wir nehmen die Regeln jetzt mit in die Ferien." Die Coolness-Gruppe fährt zwei Wochen an die Nordsee. (NR)

Kontakt:
CJG Kinder- und Jugendhilfe St. Josef
Wilfried Vonderbank
Am Portzenacker 1a
51069 Köln

Bericht Nr. 68

Selbstbehauptungstraining für Mädchen
der 8.Klassen der Realschule Lipperode

Die Idee war ein zweitägiges Training für Mädchen der achten Klasse zum Thema „Selbstbehauptung“ anzubieten mit dem Schwerpunkt auf Selbstbehauptung in ihrem Lebensumfeld (häusliche Gewalt), angepasst an ihre Lebenssituation.
Das Konzept des Trainings war in verschiedene Abschnitte eingeteilt, die immer wie-der durch „warming up´s“ aufgelockert wurden, um den Spaß am Lernen aufrechtzu-erhalten. Es wurde mit einem gemeinsamen Mittagessen begonnen, um die Mäd-chen in lockerer Atmosphäre ankommen zu lassen und ihnen die Möglichkeit zu ge-ben sich sowohl untereinander, als auch die Teamerinnen zwanglos kennen zuler-nen.
Beim Kennen lernen konnten die Mädchen anhand von verschiedenen Übungen ihre Gefühlslage im „Hier und Jetzt“ beschreiben. Sie erzählten sich gegenseitig die Ge-schichte ihres Namens. Durch das anschließende Festlegen von Regeln für die Gruppe und Abfragen ihrer eigenen Wünsche und Erwartungen an das Training, wurden Ziele und Rahmenbedingungen für ein vertrauensvolles Miteinander im Trai-ning geklärt. Dabei wurden die Meinungen jeder Einzelnen von den Teamerinnen in ihrer Wichtigkeit bestärkt.
Die Thematisierung von Stärken war ein weiterer Punkt des Trainings. Nach der Er-arbeitung verschiedener Definitionen zum Begriff „Stärke“ allgemein, ging es darum herauszufinden wo die eigenen Stärken liegen und diese auch zu benennen.
Anschließend ging es um Signale mit der Stimme. Um die eigene Meinung zu un-terstreichen und klar zu machen, was frau möchte oder nicht, sollte sie auch stimmlich klare Signale setzten. Die Mädchen konnten die Kraft ihrer Stimme durch verschiedene Übungen austesten und ihre Wirkung erkennen.
Neben der Stimme spielt die Körperhaltung als Signal eine entscheidende Rolle bei der Selbstbehauptung. Die Mädchen erarbeiteten welche Körperhaltung dem gegen-über sicheres und welche unsicheres Auftreten signalisiert und probierten aus welche körperlichen Signale wichtig sind z.B. um ein „Stopp“ zu erreichen um ernst genom-men zu werden.
Um die Anwendung des Gelernten ging es im weiteren Verlauf des Trainings. Das vorher Erlernte wurde anhand von Rollenspielen praktisch geübt. Dabei ließen die Mädchen auch eigene Erfahrungen mit Situationen einfließen und unterstützten sich bei der Problemlösung.
Zum Abschied gaben die Mädchen durchweg positive Rückmeldungen. Bei der Ü-berprüfung ihrer Wünsche an das Training, ergab sich, dass die Wünsche zwar erfüllt wurden, sie aber gern noch tiefer in das Thema eingestiegen wären.

Kontakt:
Graf Bernhard Realschule
E. Sadowski
Sandstr. 7
59558 Lippstadt - Lipperode

Bericht Nr. 69

Projekt im Rahmen von Gewaltprävention (häusliche Gewalt) und Entwicklung eines positiven Selbstbildes

Die Schülergalerie
Die Schülergalerie ist ein Kunstprojekt der Hauptschule an der Beisingstraße, das 1998 ins Leben gerufen wurde und  mittlerweile die vierte Generation von jungen Künstlerinnen und Künstlern unserer Schule präsentiert.
Ausstellungsorte unserer bisherigen Kunstwerke waren: die Zeche Carl, der Westfalenpark in Dortmund, der Landtag in Düsseldorf, die Kaufhof Galeria in Essen, die Stadtbibliothek in Essen, das Kulturfenster der Mayerschen Buchhandlung in Essen, die Kunstspur in Essen und das Maschinenhaus auf dem Gelände der Zeche Carl.
Die Ausstellung ist von zentraler Bedeutung zum Abschluss des jeweiligen Projektes.In der Werkschau präsentieren die „ kleinen Künstlerinnen und Künstler “ ihre Bilder einem öffentlichen Publikum und können über die positive Rückmeldung der Besucher aus Lob und Anerkennung ein positives Selbstbild entwickeln. Die Präsentation nach außen besitzt ein höheres Maß an Ernsthaftigkeit, als der Erfolg in Schule, weil die bestätigende Rückmeldung zeitnäher zum Ergebnis der produktiven Tätigkeit liegt. Die Projektzeiten liegen außerhalb der regulären Unterrichtszeiten und bedingen die Bereitschaft zum zielgerichteten, konsequenten arbeiten und fordern schließlich Zuverlässigkeit. Schlüsselqualifikationen also, deren Entwicklung für unsere Jugendlichen  auf dem Bildungshintergrund der Hauptschule mit der Perspektive Berufsausbildung von enormer Relevanz sind.
Ebenso wichtig sind die außerschulischen Lernorte, sie ermöglichen das von Schule vielleicht belastete Verhältnis zur Produktivität in neutralen Räumen erfolgreich zu gestalten, hierbei wirkt die Einbindung von außerschulischen Partnern unterstützend. Die Präsentation der individuell erbrachten Leistung in der Gemeinschaftsausstellung gibt dem Einzelnen einen Schonraum in der Öffentlichkeit und gewährt ihm gleichsam das persönliche Erfolgserlebnis über die Gruppe. Die Konstellation zwischen Ich und Wir Gefühl fördert die Hinführung zur produktiven Teamfähigkeit.
Die Schülergalerie beinhaltete bislang die Themen  Pop-Art, Künstler wie Keith Haring, Roy Lichtenstein und Andy Warhol, Objektgestaltungen (Kürbisse) zum Thema Helloween und in Kooperation mit den Künstlerinnen Frau Schuh und Frau Welker wurden Bildcollagen mit dem Thema , was mich bewegt , erstellt.
Den Anstoß zu dem Projekt  Schülergalerie gaben meine positiven Erfahrungen mit Schülerinnen und Schülern der Vestischen Kinderklinik in Datteln, wo ich ein ähnliches Projekt in den Jahren 1996/97 realisieren konnte.Die besondere psycho-soziale Situation der Jugendlichen unserer Schule,z.B. Schwierigkeiten sich in der deutschen Sprache zu artikulieren oder als Hauptschülerin/Hauptschüler keinen nennenswerten Stellenwert im gesellschaftlichen Alltag zu besitzen sind der Ausgangspunkt, sich über das Bild auszudrücken, nonverbal zu kommunizieren und Anerkennung zu finden. Darüber hinaus bietet mir das Projekt ,als betreuendem Lehrer außerhalb von Schule die Möglichkeit einer modifizierten Rolle. Partnerschaftliches Handeln besitzt einen großen Stellenwert und wird von Beteiligten erkannt und genutzt, sowohl im Kontext der Sache, als auch, dass ich über die persönlichen Gespräche ebenso einen partnerschaftlichen Kontakt aufbauen kann und ihnen eine Hilfestellung biete, soweit mir das möglich ist oder anderweitig Hilfe von außerschulischen Partnern, wie dem Kinderschutzbund einhole, was im Falle von zwei Jugendlichen auch erfolgreich entwickelt werden konnte. Gerade die Ebene der sozialen Dimension gibt dem Projekt eine weitere wertvolle Komponente nämlich, den Einzelnen in seiner Person wichtig und ernst zu nehmen .

Kontakt:
Hauptschule an der Beisingstraße
Ralf Funzke
Beisingstr. 22
45141 Essen

Bericht Nr. 70

Selbstbehauptung für Mädchen

Im Rahmen der Ausstellung Rosenstraße 76 und zur Vertiefung des Themenfeldes „Häusliche Gewalt“ im Zeitraum 1.2.-30.10.2008 hat die Pfadfinderinnenschaft St. Georg, Diözesanverband Paderborn e.V. ein zweitägiges Projekt – Thema Selbstbehauptung für Mädchen in ihrer Einrichtung, dem PSG Mädchen- und Frauentreff Kratzbürste, Hakenstr. 13, 44139 Dortmund, am 27. und 28. September 2008 in der Zeit von 10 – 17 Uhr durchgeführt. Teilgenommen haben 14 Mädchen im Alter von 8-11 Jahren.

In der ersten Phase des Projektes setzten sich die Teilnehmerinnen unter Anleitung der Referentin intensiv mit bedrohlichen Situationen ihrer Alltagswelt auseinander. Mit Hilfe von Wahrnehmungsübungen näherten sie sich dem sensiblen Bereich der häuslichen Gewalt.

In der zweiten Phase entwickelten die Mädchen unterstützt von der Referentin vielfältige Handlungsstrategien in brenzligen Alltagssituationen. Die Mädchen entdeckten in Rollenspielen ihre Stärken und übten sich in bedrohlichen Situationen zu behaupten und zu schützen.

In den Pausen zwischen den Arbeitseinheiten wurde gemeinsam eine warme Mahlzeit zubereitet, gegessen und getrunken. Diese Unterbrechung diente nicht nur der Entspannung sondern bot auch die Möglichkeit des informellen Austausches auf gleicher Augenhöhe untereinander und des Vier-Augen-Gespräches mit der Referentin.

Die Vertiefung und Reflexion des Workshops waren die Schwerpunkte der abschließenden Phase. In diesem Teil erarbeitete die Referentin gemeinsam mit den Mädchen, welche Hilfsangebote in ihrem nahen Umfeld bestehen. Im Anschluss daran stellte die Referentin Hilfsangebote auf kommunaler Ebene vor.

Das Feedback der Mädchen zu den Projekteinheiten war sehr positiv. Darüber hinaus wurden unsere Räumlichkeiten und das leckere Essen gelobt.

Kontakt:
Pfadfinderinnenschaft St. Georg/Paderborn
Barbara Klein Senge
Hakenstr. 13
44139 Dortmund

Bericht Nr. 71

Als „Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh“ entwickelt sich seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit von Verantwortlichen aus Schulen, Jugendarbeit, Kirche und Polizei u.a. zur Gewaltprävention. Eine dabei entwickelte und erfolgreiche Arbeitsform ist die „Eltern-AG“. Im Rahmen einer wöchentlichen Schulstunde praktizieren Eltern – zunächst im Rahmen einer halbjährlichen, fachlichen  Begleitung das, was im Lehrplänen „soziales Lernen“ genannt wird.

Im abgelaufenen Schulhalbjahr haben sich einige der Schulklassen – initiiert durch den Impuls des Projekts Rosenstraße 76 – besonders mit dem Thema der häuslichen Gewalt beschäftigt. Im Rahmen eines unter den Fachleuten abgestimmten Rahmenprogramms ging es dabei im Rahmen von Spielen und Übungen zunächst darum, mit den Kindern und Jugendlichen Formen (auch häuslicher) Gewalt zu erkennen und benennen zu können. Erstaunlich war für viele der begleitenden Eltern, wie einfach Kinder den Gewaltbegriff füllen, denn Gewalt „tut weh“ – sei es nun „am Körper“ (physisch) oder „am Herzen“ (psychisch).

Aus dieser Erkenntnis konnten dann regelmäßig (Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen) im Rahmen von Übungen zur Wahrnehmung, Sensibilisierung und Kommunikation Erkenntnisse über die Grenzen der eigenen Person und von Anderen mit allen Sinnen abgeleitet werden. Erkenntnisse über das eigene (Selbstwert-)Gefühl konnten übertragbar gemacht werden auch auf andere Personen, was einerseits Mitleidsempfindungen erzeugen kann und so Hilfsangebote für andere Menschen selbstverständlicher werden ließ. Andererseits erschloss sich dadurch aber auch für das (gefühlte) „Opfer“ regelmäßig ein erleichterter Zugang zum Hilfe-Holen und Hilfe-Annehmen.

Im Rahmen der Entwicklung von Schutzfaktoren wurden die Kinder und Jugendlichen auch gebeten, zu beschreiben, was nach ihrer Einschätzung und Erfahrung helfen könne, Formen der (häuslichen) Gewalt zu mindern. Sehr häufig ergaben sich Rückmeldungen, die unter die Überschriften „Anerkennung und Wertschätzung“ passten. Daneben ergaben sich auch regelmäßig Entdeckungen in den Bereich der Selbstbehauptung, z.B. durch Körpersprache-Training.

Zwei Besonderheiten seien zum Abschluss erwähnt: Zum einen ergab eine im Rahmen von Fallstudienarbeiten der Uni Bielefeld in den beteiligten sechsten Klassen durchgeführte Evaluation des (Eltern-AG-)Programms signifikante positive Veränderungen bei den Schülerinnen und Schülern. Daneben dürfte der Einfluss auf die beteiligten Elternteile (pro Klasse mindestens sechs) nicht zu unterschätzen sein. Überdurchschnittlich häufig ergaben sich Rückmeldungen persönlicher Weiterentwicklungen aus dem genannten Personenkreis.
Für das kommende Schuljahr wurden bereits drei neue sechste Klassen von Eltern für die Weiterführung des Projekts vorgeschlagen.

Das vorliegende Bild zeigt die Klasse 6a Städt. Gymnasiums Gütersloh bei der schwierigen Aufgabe, sich selbst unter erschwerenden Umständen noch erfolgreich einer gemeinsamen Problemlösung zu nähern, ohne dass eine/r „auf der Strecke bleibt“. 

Kontakt:
Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh
c/o Carl W. Borgstedt
Herzebrocker Straße 142, 33334 Gütersloh
Tel. 05241/8691870
carl-wilhelm.borgstedt@polizei.nrw.de

Bericht Nr. 72

Als „Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh“ entwickelt sich seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit von Verantwortlichen aus Schulen, Jugendarbeit, Kirche und Polizei u.a. zur Gewaltprävention. Eine dabei entwickelte und erfolgreiche Arbeitsform ist die „Eltern-AG“. Im Rahmen einer wöchentlichen Schulstunde praktizieren Eltern – zunächst im Rahmen einer halbjährlichen, fachlichen  Begleitung das, was im Lehrplänen „soziales Lernen“ genannt wird.

Im abgelaufenen Schulhalbjahr haben sich einige der Schulklassen – initiiert durch den Impuls des Projekts Rosenstraße 76 – besonders mit dem Thema der häuslichen Gewalt beschäftigt. Im Rahmen eines unter den Fachleuten abgestimmten Rahmenprogramms ging es dabei im Rahmen von Spielen und Übungen zunächst darum, mit den Kindern und Jugendlichen Formen (auch häuslicher) Gewalt zu erkennen und benennen zu können. Erstaunlich war für viele der begleitenden Eltern, wie einfach Kinder den Gewaltbegriff füllen, denn Gewalt „tut weh“ – sei es nun „am Körper“ (physisch) oder „am Herzen“ (psychisch).

Aus dieser Erkenntnis konnten dann regelmäßig (Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen) im Rahmen von Übungen zur Wahrnehmung, Sensibilisierung und Kommunikation Erkenntnisse über die Grenzen der eigenen Person und von Anderen mit allen Sinnen abgeleitet werden. Erkenntnisse über das eigene (Selbstwert-)Gefühl konnten übertragbar gemacht werden auch auf andere Personen, was einerseits Mitleidsempfindungen erzeugen kann und so Hilfsangebote für andere Menschen selbstverständlicher werden ließ. Andererseits erschloss sich dadurch aber auch für das (gefühlte) „Opfer“ regelmäßig ein erleichterter Zugang zum Hilfe-Holen und Hilfe-Annehmen.

Im Rahmen der Entwicklung von Schutzfaktoren wurden die Kinder und Jugendlichen auch gebeten, zu beschreiben, was nach ihrer Einschätzung und Erfahrung helfen könne, Formen der (häuslichen) Gewalt zu mindern. Sehr häufig ergaben sich Rückmeldungen, die unter die Überschriften „Anerkennung und Wertschätzung“ passten. Daneben ergaben sich auch regelmäßig Entdeckungen in den Bereich der Selbstbehauptung, z.B. durch Körpersprache-Training.

Zwei Besonderheiten seien zum Abschluss erwähnt: Zum einen ergab eine im Rahmen von Fallstudienarbeiten der Uni Bielefeld in den beteiligten sechsten Klassen durchgeführte Evaluation des (Eltern-AG-)Programms signifikante positive Veränderungen bei den Schülerinnen und Schülern. Daneben dürfte der Einfluss auf die beteiligten Elternteile (pro Klasse mindestens sechs) nicht zu unterschätzen sein. Überdurchschnittlich häufig ergaben sich Rückmeldungen persönlicher Weiterentwicklungen aus dem genannten Personenkreis.
Für das kommende Schuljahr wurden bereits drei neue sechste Klassen von Eltern für die Weiterführung des Projekts vorgeschlagen.

Das vorliegende Bild zeigt die Klasse 6b Städt. Gymnasiums Gütersloh beim Pyramidenbau in ganz eigener Art. Distanzen konnten besser eingehalten werden, der gemeinsame Erfolg  sensibilisierte dafür, was bei gegenseitiger (Be-)Achtung alles möglich ist.

Kontakt:
Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh
c/o Carl W. Borgstedt
Herzebrocker Straße 142, 33334 Gütersloh
Tel. 05241/8691870
carl-wilhelm.borgstedt@polizei.nrw.de

Projekt Nr. 73

Als „Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh“ entwickelt sich seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit von Verantwortlichen aus Schulen, Jugendarbeit, Kirche und Polizei u.a. zur Gewaltprävention. Eine dabei entwickelte und erfolgreiche Arbeitsform ist die „Eltern-AG“. Im Rahmen einer wöchentlichen Schulstunde praktizieren Eltern – zunächst im Rahmen einer halbjährlichen, fachlichen  Begleitung das, was im Lehrplänen „soziales Lernen“ genannt wird.

Im abgelaufenen Schulhalbjahr haben sich einige der Schulklassen – initiiert durch den Impuls des Projekts Rosenstraße 76 – besonders mit dem Thema der häuslichen Gewalt beschäftigt. Im Rahmen eines unter den Fachleuten abgestimmten Rahmenprogramms ging es dabei im Rahmen von Spielen und Übungen zunächst darum, mit den Kindern und Jugendlichen Formen (auch häuslicher) Gewalt zu erkennen und benennen zu können. Erstaunlich war für viele der begleitenden Eltern, wie einfach Kinder den Gewaltbegriff füllen, denn Gewalt „tut weh“ – sei es nun „am Körper“ (physisch) oder „am Herzen“ (psychisch).

Aus dieser Erkenntnis konnten dann regelmäßig (Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen) im Rahmen von Übungen zur Wahrnehmung, Sensibilisierung und Kommunikation Erkenntnisse über die Grenzen der eigenen Person und von Anderen mit allen Sinnen abgeleitet werden. Erkenntnisse über das eigene (Selbstwert-)Gefühl konnten übertragbar gemacht werden auch auf andere Personen, was einerseits Mitleidsempfindungen erzeugen kann und so Hilfsangebote für andere Menschen selbstverständlicher werden ließ. Andererseits erschloss sich dadurch aber auch für das (gefühlte) „Opfer“ regelmäßig ein erleichterter Zugang zum Hilfe-Holen und Hilfe-Annehmen.

Im Rahmen der Entwicklung von Schutzfaktoren wurden die Kinder und Jugendlichen auch gebeten, zu beschreiben, was nach ihrer Einschätzung und Erfahrung helfen könne, Formen der (häuslichen) Gewalt zu mindern. Sehr häufig ergaben sich Rückmeldungen, die unter die Überschriften „Anerkennung und Wertschätzung“ passten. Daneben ergaben sich auch regelmäßig Entdeckungen in den Bereich der Selbstbehauptung, z.B. durch Körpersprache-Training.

Zwei Besonderheiten seien zum Abschluss erwähnt: Zum einen ergab eine im Rahmen von Fallstudienarbeiten der Uni Bielefeld in den beteiligten sechsten Klassen durchgeführte Evaluation des (Eltern-AG-)Programms signifikante positive Veränderungen bei den Schülerinnen und Schülern. Daneben dürfte der Einfluss auf die beteiligten Elternteile (pro Klasse mindestens sechs) nicht zu unterschätzen sein. Überdurchschnittlich häufig ergaben sich Rückmeldungen persönlicher Weiterentwicklungen aus dem genannten Personenkreis.
Für das kommende Schuljahr wurden bereits drei neue sechste Klassen von Eltern für die Weiterführung des Projekts vorgeschlagen.

Das vorliegende Bild zeigt die Klasse 6e Städt. Gymnasiums Gütersloh beim erfolgreichen Bau einer Pyramide. Obwohl es nicht ganz einfach war, jemanden so nahe zu (er)tragen, überwog doch das Gefühl des gemeinsamen Erfolgs.

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Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh
c/o Carl W. Borgstedt
Herzebrocker Straße 142, 33334 Gütersloh
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Bericht Nr. 74

Als „Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh“ entwickelt sich seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit von Verantwortlichen aus Schulen, Jugendarbeit, Kirche und Polizei u.a. zur Gewaltprävention. Eine dabei entwickelte und erfolgreiche Arbeitsform ist die der Aus- und Fortbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Einerseits sind das Menschen, die sich aus Gründen ihres Berufes um das Thema Gewalt kümmern, zum anderen aber auch solche, die das tun aus Gründen einer Berufung, nämlich als ehrenamtlich Tätige und besonders auch als Eltern. Für diesen Personenkreis bieten wir regelmäßig zwei- bis dreitägige Workshops an, innerhalb derer auch das eigene Methodenrepertoire erweitert werden soll. Im Rahmen einer Diplomarbeit an der Universität Bielefeld wurde diese Arbeitsform evaluiert, wobei positive Effekte belegt werden konnten. In diesem Jahr wurde  - initiiert durch das Projekt „Rosenstraße 76“ – von den Verantwortlichen ein Schwerpunkt bei der  Bearbeitung des Themas der „häuslichen Gewalt“ gesetzt.

Das Programm basiert auf spielerischen Impulsen zur Thematisierung des vielschichtigen Bereiches der Gewalt; mit allen Sinnen sollen die Teilnehmer/-innen Erfahrungen machen und im doppelten Sinne „begreifen“ können. Zunächst geht es darum, unterschiedliche  Formen (auch häuslicher) Gewalt zu erkennen und zu benennen. Schnell wird klar, dass die Fokussierung auf die Sicht des Leidenden (des „Opfers“) den sonst oft sperrigen Gewaltbegriff ganz leicht erfassbar macht, denn Gewalt „tut weh“ – sei es nun „am Körper“ (physisch) oder „in der Seele“ (psychisch). Auch die häufig integrierte Machtkomponente beim „Täter“ lässt sich durch entsprechende Übungen schnell und hautnah fühlbar machen.

Aus dieser neuen Position können dann im Rahmen von Übungen zur Wahrnehmung, Sensibilisierung und Kommunikation neue Erkenntnisse über die Grenzen der eigenen Person und von Anderen mit allen Sinnen abgeleitet werden. Neue Erfahrungen mit dem eigenen (Selbstwert-)Gefühl können übertragbar gemacht werden auch auf andere Personen, was einerseits Mitleidsempfindungen erzeugen kann und so Hilfsangebote für andere Menschen selbstverständlicher werden lässt. Andererseits erschließt sich dadurch aber auch für das (gefühlte) „Opfer“ regelmäßig ein erleichterter Zugang zum Hilfe-Holen und Hilfe-Annehmen. Daneben ergaben sich auch regelmäßig Entdeckungen in den Bereich der Selbstbehauptung, z.B. durch Körpersprache-Training.

Bei der Frage nach wirksamen Schutzfaktoren vor (häuslicher) Gewalt wird schnell klar, dass Machtkreisläufe eher von außen durchbrochen werden können und daher Aufmerksamkeit zu fördern ist ebenso wie die Bereitschaft zur und das Wissen um deeskalative Möglichkeiten der Intervention.

Das Bild zeigt eine (bedrängte?) Eltern-Gruppe des Städt. Gymnasiums Gütersloh im Rahmen einer Übung im Juni 2008, die deutlich werden ließ, wie leicht die Grenzen eines Anderen überschritten werden und wie viel Spaß auch die Ausübung von „Macht“ macht.

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Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh
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Bericht Nr. 75

Die Regenmacher

Häusliche Gewalt ist wie schlechtes Wetter, manchmal wie ein Unwetter mit Blitzeinschlag oder wie ein Donnerwetter mit Hagel und Tränen …und manchmal kommt es auch noch schlimmer …

In solchen Zeiten wünschen wir Kinder uns schönes Wetter, mit lachender Sonne und fröhlichen Menschen und einen Zauberstab, mit dem wir das schlechte Wetter und die schlechte Stimmung, den Ärger und die Brüllerei verzaubern und vertreiben können.

Wir Kinder, die dieses Regenmacher – Projekt gemacht haben besitzen nun alle einen Regenstock, den wir bei Ärger und Stress herausholen und in Gang setzen um damit deutlich zu machen, dass jetzt Schluss mit Ärger und Krawall ist.

Der Regenstock ist ein altes, traditionelles Musikinstrument, das in vielen lateinamerikanischen Ländern gespielt wird. Sein Ursprung ist das sehr trockene Atacama-Gebiet im Norden Chiles. Traditionell benutzen die Menschen als Klangkörper den hohlen Stamm eines großen Kaktus. Die Stacheln des Kaktus schlagen sie wie Nägel nach innen in den Stamm. Sie verschließen eine Öffnung des Kaktus mit einem passend großen Holzstück, schütten kleine Steinchen in das Innere des hohlen Stammes und verschließen anschließend auch das andere Ende.
Der Regenstock erzeugt den sanften Klang eines leichten Regens, der die Felder tränkt, das Wachstum des Getreides ermöglicht und so die Menschen fröhlich und wieder glücklich macht und das Überleben der Menschen sichert.

Weil es nun einen Sonnenscheinherzauberstock für unsere eher kühlen Gegenden in Westfalen (noch) nicht gibt, haben wir die Geschichte aus Lateinamerika ausgesucht und fanden die Idee mit dem Regenstock so toll, dass wir selber welche für jede/n von uns gebaut haben um sie rauszuholen wenn es zu Hause Ärger gibt. Wenn unsere Leute uns dann fragen was das Ganze und der Blödsinn soll, erzählen wir ihnen die Geschichte, dann sind sie schon mal abgelenkt und kommen nicht so leicht auf dumme Gedanken…

Bauanleitung + Material: 1 lange Paketrolle, 200 Nägel (ca. 4 cm lang, je nach Durchmesser der Rolle), Hammer, Füllmaterial (Steinchen, Linsen oder Reis), Farbstifte oder Wasserfarbe, bunte Borte oder buntes Band.
Die Nägel in zwei Reihen spiralförmig in die Paketrollen einschlagen; der Abstand zwischen den Nägeln sollte dabei nicht mehr als 1,5 cm betragen.
Die untere Öffnung mit dem Verschlussdeckel der Paketrolle verschließen und von oben kleine Steinchen, Erbsen etc. in das Rohr schütten.
Anschließend die obere Öffnung mit dem zweiten Deckel verschließen und durch langsames Umdrehen des Regenstocks ausprobieren, mit wie viel Füllmaterial er am besten klingt (evtl. Füllmaterial zugeben oder wieder entfernen). Zur Dekoration den Regenstock anmalen und ein buntes Band oder Tuch um das obere Ende binden.

Kontakt:
SOS-Rassismus-NRW
Stefanie Posselt
Haus Villigst
58239 Schwerte
Email:
kontakt@sos-rassismus-nrw.de


Bericht Nr. 76

Jedes Kind ist einzigartig …

und nicht nur das …sondern auch wertvoll, phantastisch, meistens lustig – manchmal traurig, voller Hoffnungen für das Leben, liebenswürdig und manchmal wütend, und immer auf der Suche nach Vertrautem und Neuem.

In unserem Projekt haben wir von jedem Kind ein Portrait-Photo erst ausprobiert und dann gemacht (mit einer Kamera und Bilder-sofort-drucker). Die Kinder konnten selbst entscheiden, welchen Gesichtsausdruck sie wählen: wollen sie ernst oder böse schauen, lachen oder eine Grimasse ziehen…
Dabei berieten wir die Situationen in denen Kinder ganz unterschiedlich gucken und warum sich beim einen zum Beispiel Glück im Gesicht ganz anders äußern kann als bei der anderen.

Dann ging es darum, Bilderrahmen und den Hintergrund zum Photo zu gestalten, um die je eigenen Portraits würdig zu präsentieren.
Dies geschah in sehr fantasievoller Weise. Die Holzrahmen wurden bemalt, mit Federn, Steinchen beklebt und mit vielen andern Materialien verschönert.
Auch das Passepartout  wurde ganz individuell und nach dem Geschmack jedes Kindes verziert, bemalt, beklebt.
Zu guter Letzt wurde das Foto in den Rahmen geklebt und alles zusammengebaut.
Stolz präsentierten wir dann unsere Ergebnisse gemeinsam in einer Ausstellung mit fröhlichen Künstler/innen.

In jedermann ist etwas Kostbares,
das in keinem anderen ist.
(Martin Buber)

Gebt den Kindern Liebe,
mehr Liebe,
und noch mehr Liebe!
(Astrid Lindgren)

Kontakt:
SOS-Rassismus-NRW
c/o Maj-Leena Posselt
Haus Villigst
58239 Schwerte

Bericht Nr. 77

„Coole Typen ohne Gewalt“
Konfirmanden der Evangelischen Kirchengemeinde Leverkusen-Steinbüchel

Teilnehmergruppe: Teilgenommen haben 13 Jungen der Konfirmandengruppe der Evangelischen Kirchengemeinde Leverkusen-Steinbüchel.

Projektidee: In Anlehnung an die Projektvorgaben von „Rosenstraße 76“ sollte unter dem Thema „Coole Typen ohne Gewalt“ eine Sensibilisierung für den Bereich Gewaltprävention unter Fokussierung der „Häuslichen Gewalt“ stattfinden. Hierzu sollte zunächst ein klassisches Deeskalationstraining der Gewalt Akademie Villigst stattfinden, um das Thema Gewalt in Rollen- und Teamübungen erst einmal verstehen zu lernen, sich der unterschiedlichen Erfahrbarkeit bewusst werden. Anschließend wollte man sich dem Spezialthema annehmen und neben einiger Bibelgeschichten wo häusliche Gewalt vorkommt auch noch die Internetausstellung www.rosenstrasse76.de besuchen.
Besonderheit war hier einmal die Möglichkeit, eine Konfirmandengruppe geschlechtsspezifisch zu trennen. Somit waren hier einmal nur die Jungen am Start.

Projektverlauf:  Nachdem einige Übungen umgesetzt wurden, hatte die Gruppe sich sowohl eine eigene Gruppendefinition nach dem Konsensfindungsverfahren erarbeitet wie auch sich in drohenden Eskalationsmomenten behaupten lernen. So hat man gelernt, wie man Gewaltsituationen in Bahnunterführungen und in Bussen adäquat begegnet und sich wehren kann bzw. Hilfe organisiert.
Zur Themenfokussierung nutzte man die Methode bzw. Übung „Gewaltbarometer“. Hier sollten die Teilnehmer Äußerungen wie: - Mutter brüllt Kind an - Vater hält Versprechen an seine Kinder nicht ein - Mann schlägt Frau / Frau schlägt Mann – Stubenarrest … auf einer Skala von 0 für keine Gewalt wie 10 für 100% Gewalt einordnen. Natürlich funktionierte erfahrungsgemäß dieses nicht, da jeder eine andere Ansicht hatte und den Schweregrad unterschiedlich einschätzte. Es konnte also keine Gruppeneinigung, kein einhelliges Gruppenergebnis erzielt werden.
Besonders spannend in dieser Gruppe wurde das Thema „Prostitution“ diskutiert, da die Jungen „Prostituierte“ in der Gewaltskala von 0 bis 10 einsortieren sollten. Hier wurden unterschiedlichste Praktiken (z.B. Peitscheneinsatz...) heftig diskutiert wie auch unterschiedlichste Bedingungen länderübergreifend ausgetauscht. Auch hier fand man einen Bezug zur häuslichen Gewalt, wenn Kinder durch ihre Eltern dort hineingebracht werden oder in anderen Ländern zum Überleben der ganzen Familie zur Prostitution gezwungen sind/werden.
Eine weitere Thematisierung der „Häuslichen Gewalt“ wurde durch den virtuellen Besuch der Ausstellung „Rosenstraße 76“ erzielt. Ein Besuch der ganzen Gruppe war wegen der Entfernung zu den Ausstellungsorten und auch aus terminlichen Gründen nicht möglich.

Kontakt:
Deeskalations- und Kompetenztrainer
Hartmut Gähl
Max-Horkheimer-Str.4
51377 Leverkusen

Bericht Nr. 78

„Mädchen sind gewaltig, nicht gewalttätig“
Konfirmanden der Evangelischen Kirchengemeinde Leverkusen-Steinbüchel

Teilnehmergruppe: Teilgenommen haben 15 Mädchen der Konfirmandengruppe der Evangelischen Kirchengemeinde Leverkusen-Steinbüchel.

Projektidee: In Anlehnung an die Projektvorgaben von „Rosenstraße 76“ sollte unter dem Thema „Mädchen sind gewaltig, nicht gewalttätig“ eine Sensibilisierung für den Bereich Gewaltprävention unter Fokussierung der „Häuslichen Gewalt“ stattfinden. Hierzu sollte zunächst ein klassisches Deeskalationstraining der Gewalt Akademie Villigst stattfinden, um das Thema Gewalt in Rollen- und Teamübungen erst einmal verstehen zu lernen, sich der unterschiedlichen Erfahrbarkeit bewusst werden. Anschließend wollte man sich dem Spezialthema annehmen und neben einiger Bibelgeschichten wo häusliche Gewalt vorkommt auch noch die Internetausstellung www.rosenstrasse76.de besuchen.
Besonderheit war hier einmal die Möglichkeit, eine Konfirmandengruppe geschlechtsspezifisch zu trennen. Somit waren hier einmal nur die Mädchen am Start.

Projektverlauf:  Nachdem einige Übungen umgesetzt wurden, hatte die Gruppe sich sowohl eine eigene Gruppendefinition nach dem Konsensfindungsverfahren erarbeitet wie auch sich in drohenden Eskalationsmomenten behaupten lernen. So hat man gelernt, wie man Gewaltsituationen in Bahnunterführungen und in Bussen adäquat begegnet und sich wehren kann bzw. Hilfe organisiert.
Zur Themenfokussierung nutzte man die Methode bzw. Übung „Gewaltbarometer“. Hier sollten die Teilnehmer Äußerungen wie:
Mutter brüllt Kind an
Vater hält Versprechen an seine Kinder nicht ein
Mann schlägt Frau / Frau schlägt Mann
Stubenarrest

auf einer Skala von 0 für keine Gewalt wie 10 für 100% Gewalt einordnen. Natürlich funktionierte erfahrungsgemäß dieses nicht, da jeder eine andere Ansicht hatte und den Schweregrad unterschiedlich einschätzte. Es konnte also keine Gruppeneinigung, kein einhelliges Gruppenergebnis erzielt werden.
Eine weitere Thematisierung der „Häuslichen Gewalt“ wurde durch den virtuellen Besuch der Ausstellung „Rosenstraße 76“ erzielt. Ein Besuch der ganzen Gruppe war wegen der Entfernung zu den Ausstellungsorten und auch aus terminlichen Gründen nicht möglich.

Kontakt:
Deeskalations- und Kompetenztrainer
Hartmut Gähl
Max-Horkheimer-Str.4
51377 Leverkusen

Bericht Nr. 79

„Gewalt in der Bibel“

Teilgenommen haben 17 Jungen und Mädchen der 2.Konfirmandengruppe der Evangelischen Kirchengemeinde Leverkusen-Steinbüchel.

Projektidee: In Anlehnung an die Projektvorgaben von „Rosenstraße 76“ sollte unter dem Thema „Gewalt in der Bibel“ eine Sensibilisierung für den Bereich Gewaltprävention unter Fokussierung der „Häuslichen Gewalt“ stattfinden. Hierzu sollte zunächst ein klassisches Deeskalationstraining der Gewalt Akademie Villigst stattfinden, um das Thema Gewalt in Rollen- und Teamübungen erst einmal verstehen zu lernen, sich der unterschiedlichen Erfahrbarkeit bewusst werden. Anschließend wollte man sich dem Spezialthema annehmen und neben einiger Bibelgeschichten wo häusliche Gewalt vorkommt auch noch die Internetausstellung www.rosenstrasse76.de besuchen.

Projektverlauf:  Nachdem einige Übungen umgesetzt wurden, hatte die Gruppe sich sowohl eine eigene Gruppendefinition nach dem Konsensfindungsverfahren erarbeitet wie auch sich in drohenden Eskalationsmomenten behaupten lernen. So hat man gelernt, wie man Gewaltsituationen in Bahnunterführungen und in Bussen adäquat begegnet und sich wehren kann bzw. Hilfe organisiert.
Zur Themenfokussierung nutzte man die Methode bzw. Übung „Gewaltbarometer“. Hier sollten die Teilnehmer Äußerungen wie:
Mutter brüllt Kind an
Vater hält Versprechen an seine Kinder nicht ein
Mann schlägt Frau / Frau schlägt Mann
Stubenarrest

auf einer Skala von 0 für keine Gewalt wie 10 für 100% Gewalt einordnen. Natürlich funktionierte erfahrungsgemäß dieses nicht, da jeder eine andere Ansicht hatte und den Schweregrad unterschiedlich einschätzte. Es konnte also keine Gruppeneinigung, kein einhelliges Gruppenergebnis erzielt werden.
Eine weitere Thematisierung der „Häuslichen Gewalt“ wurde durch den virtuellen Besuch der Ausstellung „Rosenstraße 76“ erzielt. Ein Besuch der ganzen Gruppe war wegen der Entfernung zu den Ausstellungsorten und auch aus terminlichen Gründen nicht möglich.

Kontakt:
Deeskalations- und Kompetenztrainer
Hartmut Gähl
Max-Horkheimer-Str.4
51377 Leverkusen

Bericht Nr. 80

„Coole Pänz wissen wie´s geht“
Grundschule Köln-Riehl / Ganztag

Teilnehmergruppe: Teilgenommen haben 12 Schüler und Schülerinnen des 1. und 2. Schuljahres der Grundschule in Köln-Riehl. Hier handelt es sich um eine wöchentlich stattfindende Gruppe des Ganztagsbereiches, mit denen Deeskalationstrainer Hartmut Gähl ansonsten einen Selbstbehauptungskursus umsetzt.

Projektidee: Spielerisch sich dem Thema „Gewalt/Häusliche Gewalt“ nähern und darüber ins Gespräch kommen, ggf. begleiteter virtueller Besuch der Ausstellung „Rosenstraße 76“

Projektverlauf: Wollen wir ehrlich sein. Mit Pänz aus dem 1. und 2. Schuljahr ein solches Thema anzugehen ist schwierig und kann nur behutsam erfolgen. Neben einiger spielerischer Übungen zum Thema „Gewalt“ und „Nein sagen“ sowie Regeln aufstellen und dann auch tatsächlich einhalten wurden eher die Pausenzeiten dazu genutzt, mit den Kindern ins Gespräch über eigene Gewalterfahrungen zu kommen und empfundene Ungerechtigkeiten von Daheim zu besprechen. So wurde untereinander / miteinander sehr heftig und auch gut über Taschengeld diskutiert, warum man selber weniger bekommt als andere Kinder, über Stubenarrest, der natürlich zumeist völlig unberechtigt ist und ganz besonders das Eltern meinen immer Recht zu haben auch wenn das gar nicht stimmt. Wenn man ihnen das auch dann noch vorwirft , wird es nicht selten nur noch schlimmer. Hierzu gab es einige Tipps vom Deeskalationstrainer, dass es manchmal je nach Situation besser ist erst einmal abzuwarten und die empfundene Ungerechtigkeit zu einem passenderen Moment, wenn Eltern auch wirklich Zeit haben und aufmerksam sind noch einmal nach zu besprechen und ganz wichtig seine Standpunkte und Empfindungen deutlich zu machen. Wichtig ist immer ein Gespräch zu führen und sich nicht gegenseitig zu übertönen.
Auf einen Besuch der Ausstellung „Rosenstraße 76“ wurde verzichtet, wurde als nicht altersadäquat eingeschätzt.

Kontakt:
Deeskalations- und Kompetenztrainer
Hartmut Gähl
Max-Horkheimer-Str.4
51377 Leverkusen

Bericht Nr. 81

„Gewalt findet nicht nur an abgelegenen Orten statt“
Kollegschule Leverkusen-Opladen

Teilnehmergruppe: Teilgenommen haben 14 Schüler und Schülerinnen des 12er Jahrganges der Kollegschule Leverkusen-Opladen, Schwerpunkt `Erziehung und Soziales´. Es handelt sich folglich um angehende, staatlich anerkannte Erzieher/innen.

Projektidee: In Anlehnung an die Projektvorgaben von „Rosenstraße 76“ sollte unter dem Thema „Gewalt findet nicht nur an abgelegenen Orten statt“ eine Sensibilisierung für den Bereich Gewaltprävention unter Fokussierung der „Häuslichen Gewalt“ stattfinden. Hierzu sollte zunächst ein klassisches Deeskalationstraining der Gewalt Akademie Villigst stattfinden, um das Thema Gewalt in Rollen- und Teamübungen erst einmal verstehen zu lernen, sich der unterschiedlichen Erfahrbarkeit bewusst werden. Anschließend wollte man sich dem Spezialthema annehmen.

Projektverlauf:  Nachdem einige Übungen umgesetzt wurden, hatte die Gruppe sich sowohl eine eigene Gruppendefinition nach dem Konsensfindungsverfahren erarbeitet wie auch sich in drohenden Eskalationsmomenten behaupten lernen.
Zur Themenfokussierung nutzte man die Methode bzw. Übung „Gewaltbarometer“. Hier sollten die Teilnehmer Äußerungen wie:
Mutter brüllt Kind an
Vater hält Versprechen an seine Kinder nicht ein
Mann schlägt Frau / Frau schlägt Mann
Stubenarrest

auf einer Skala von 0 für keine Gewalt wie 10 für 100% Gewalt einordnen. Natürlich funktionierte erfahrungsgemäß dieses nicht, da jeder eine andere Ansicht hatte und den Schweregrad unterschiedlich einschätzte. Es konnte also keine Gruppeneinigung, kein einhelliges Gruppenergebnis erzielt werden.
Eine weitere Thematisierung der „Häuslichen Gewalt“ wurde durch den virtuellen Besuch der Ausstellung „Rosenstraße 76“ erzielt. Ein Besuch der ganzen Gruppe war wegen der Entfernung zu den Ausstellungsorten und auch aus terminlichen Gründen nicht möglich.

Anmerkung der Kooperationslehrerin Frau Hertel:
Allen Teilnehmer/innen hat diese Form der Thematisierung von „Gewalt/Häusliche Gewalt“ riesigen Spaß gemacht und können dieses Projekttraining nur empfehlen. Eine Teilnehmerin sagte gar, dass sie selber dieses Training genau so noch einmal besuchen würde und das am liebsten schon morgen.

Kontakt:
Deeskalations- und Kompetenztrainer
Hartmut Gähl
Max-Horkheimer-Str.4
51377 Leverkusen

Bericht Nr. 82

„Gewalt findet nicht nur an abgelegenen Orten statt“
Kollegschule Leverkusen-Opladen

Teilnehmergruppe: Teilgenommen haben 12 Schüler und Schülerinnen des 11er Jahrganges der Kollegschule Leverkusen-Opladen, Schwerpunkt `Erziehung und Soziales´. Es handelt sich folglich um angehende, staatlich anerkannte Erzieher/innen.

Projektidee: In Anlehnung an die Projektvorgaben von „Rosenstraße 76“ sollte unter dem Thema „Gewalt findet nicht nur an abgelegenen Orten statt“ eine Sensibilisierung für den Bereich Gewaltprävention unter Fokussierung der „Häuslichen Gewalt“ stattfinden. Hierzu sollte zunächst ein klassisches Deeskalationstraining der Gewalt Akademie Villigst stattfinden, um das Thema Gewalt in Rollen- und Teamübungen erst einmal verstehen zu lernen, sich der unterschiedlichen Erfahrbarkeit bewusst werden. Anschließend wollte man sich dem Spezialthema annehmen.

Projektverlauf: Nachdem einige Übungen umgesetzt wurden, hatte die Gruppe sich sowohl eine eigene Gruppendefinition nach dem Konsensfindungsverfahren erarbeitet wie auch sich in drohenden Eskalationsmomenten behaupten lernen.
Zur Themenfokussierung nutzte man die Methode bzw. Übung „Gewaltbarometer“. Hier sollten die Teilnehmer Äußerungen wie:
Mutter brüllt Kind an
Vater hält Versprechen an seine Kinder nicht ein
Mann schlägt Frau / Frau schlägt Mann
Stubenarrest

auf einer Skala von 0 für keine Gewalt wie 10 für 100% Gewalt einordnen. Natürlich funktionierte erfahrungsgemäß dieses nicht, da jeder eine andere Ansicht hatte und den Schweregrad unterschiedlich einschätzte. Es konnte also keine Gruppeneinigung, kein einhelliges Gruppenergebnis erzielt werden.
Eine weitere Thematisierung der „Häuslichen Gewalt“ wurde durch den virtuellen Besuch der Ausstellung „Rosenstraße 76“ erzielt. Ein Besuch der ganzen Gruppe war wegen der Entfernung zu den Ausstellungsorten und auch aus terminlichen Gründen nicht möglich.

Kontakt:
Deeskalations- und Kompetenztrainer
Jürgen Breland
Talstraße 112
40764 Leverkusen

Bericht Nr. 83

Was Jugendliche gegen häusliche Gewalt unternehmen können.

Wir Ruhrkanaker haben im Februar 2008 gemeinsam mit dem Präses in der alten Kirche in Soest das Projekt Rosenstrasse 76 eröffnet.

Dabei ist uns etwas aufgefallen was uns gestört hat. Die Leute dort haben vor allem davon gesprochen, dass wir alle gut aufpassen sollen, wenn andere Leute Probleme haben oder Ärger machen mit der häuslichen Gewalt. Wir meinen aber, dass jeder und jede von uns was mit der häuslichen Gewalt zu tun hat und jede und jeder auch auf sich selber und auch auf seine eigenen Leute aufpassen muss.

Zum Beispiel haben wir Kinder das Recht herauszufinden, wann unseren Eltern die Nerven platzen. Unsere Eltern haben dann die Aufgabe uns die Grenzen und die ihrer Nerven aufzuzeigen. Wenn sie brüllen oder uns dann schlagen ist das schlimm, aber schlimmer noch ist es, wenn sie gar nichts tun oder uns links liegen lassen und mit Nichtbeachtung strafen, oder uns die Liebe entziehen. Über solche Probleme haben wir gesprochen und einige Projekte gemacht und überlegt was wir Kinder und Jugendliche machen können, wenn es zu Hause Ärger gibt, damit es dann nicht kracht.

Deshalb haben wir dann auch zum Beispiel die Geheimwaffel gegen häusliche Gewalt gemacht, um in Ärger-, Streit- oder Stresssituationen etwas (paradoxes) in der Hand zu haben um die Situation zu unterbrechen, zu entspannen und Zeit zum  Überlegen zu haben wie man den Stress auch anders erledigen kann.

Auf unsere Geheimwaffel gegen häusliche Gewalt haben wir folgenden Text gedruckt:

Diese Geheimwaffel wird TOP SECRET getragen und in kritischen, gewalttätigen Situationen (zum Beispiel, wenn der Mutter oder dem Vater „der Kragen platzt“ und sie Stress machen wollen …) herausgeholt, um die Situation zu unterbrechen und zu entspannen.

Beispiel: Du kommst in eure Küche weil dort deine Mutter deine Schwester anbrüllt. Du ziehst die Geheimwaffel heraus und rufst laut dazwischen: „Stop, Halt, hier liegen die Nerven blank. Hört bitte auf, ich habe hier eine Lösung! Diese Geheimwaffel gegen häusliche Gewalt stärkt eure Nerven und beruhigt das Gemüt. Krawall und Gewalt lösen unsere Probleme nicht!“

Wenn dann deine Leute dich erstaunt und mit offenem Mund anglotzen (weil sie nicht gleich verstehen, was du willst) reichst du ihnen je eine Waffel (und eine isst du besser gleich selber mit). Dann erklärst du ihnen, - klar in der Sprache – mäßigend im Ton – dass Randale und Gewalt in aller Regel das Gegenteil von dem bewirken, was eigentlich erreicht werden soll …

Gewalt löst niemals ein Problem,
sie selber ist das Problem
als dessen Lösung sie sich ausgibt!


Die Geheimwaffel ist kein Patentrezept – aber eins von vielen Beispielen dafür, dass man Stress auch anderes als nur mit Gegenstress oder Randale begegnen kann.  Wer will, kann die Geheimwaffeln bei uns im 12er Pack bestellen.

Kontakt:
Ruhrkanaker
Feray, Daniel, Ersen, Aslihan, Dominik, Benjamin, Xenia, Shirin + Timo.
c/o SOS-Rassismus-NRW
Haus Villigst
58239 Schwerte
Tel: 02304-755190

Bericht Nr. 84

Gewaltprävention in Alltag und Familie

Wenn Kinder zu Hause Gewalt erfahren, prägt diese Erfahrung meist ein ganzes Leben. Die eigenen Leiden im Kindesalter werden nicht selten weitergegeben an Gleichaltrige oder später an Partner/innen, die eigenen Kinder. Deshalb ist es wichtig, den Kreislauf der Gewalt so früh wie möglich zu unterbrechen.
Wie verhalte ich mich, wenn ich provoziert, beleidigt, bedrängt werde oder mitbekomme, dass anderen dies widerfährt? Wie kann ich meine Zivilcourage stärken, um für derartige Situationen gewappnet zu sein?
Anhand von gezielten Wahrnehmungs- und Körperübungen auf Grundlage des Boalschen Forumtheaters erweitern Sie Ihre konkreten Handlungsmöglichkeiten um wertvolle neue Alternativen und sind auf unangenehme Situationen, die der Alltag überall bereithalten kann, vorbereitet.

An zwei Tagen haben sich 25 Student/innen mit dem Themenfeld „Gewaltprävention“ auseinandergesetzt. Die Teilnehmenden haben alle Migrationshintergrund. Für dieses Projekt konnten wir die Sozialpädagogin Günay Köse aus Köln als Seminarleitung gewinnen. Inhaltlich hat sich die Seminargruppe an den zwei Tagen mit folgenden Themen auseinandergesetzt:

1. Tag:
-Erwartungen und Wünsche der Teilnehmerinnen
-Was ist Gewalt?
-Formen der Gewalt: Non-verbale, verbale, körperliche Gewalt
-Was ist häusliche Gewalt? Hierzu wurde die Präsentation des Projekts Rosenstrasse 76 im Internet besucht mit anschließender Diskussion in Kleingruppen
-Kulturelle Unterschiede bezüglich Familienidentität und Leitlinien in der Kindererziehung
-gezielte Wahrnehmungs- und Körperübungen:   Gefühle zeigen und Gefühle anderer wahrnehmen
-Training zur Verstärkung der (Ich)Wahrnehmung / Methode: Grundlagen des Boalschen Theaters

2. Tag:
Lösungswege und Strategien zur Konfliktbearbeitung im Familienalltag
-Erweiterung konkreter Handlungsmöglichkeiten und Entwicklung neuer -alternativen
-Kreativer Umgang mit dem Themenbereich:
Fallbeispiele, Rollenspiele, z.T. eigene Gewalterfahrungen wurden zunächst in kurze Texten und dann szenisch in Gruppenarbeit in kleine Theaterstücke kreativ umgesetzt und bearbeitet
-Vertiefungs- und Anwendungsübungen der neu erworbenen Handlungs- und Sozialkompetenzen im Alltagsgeschehen

Eine offene, kooperative Atmosphäre und insbesondere die Einbeziehung einer Sozialpädagogin aus dem gleichen Kulturkreis der Teilnehmenden war besonders hilfreich, um sich diesem Thema teilnehmer/innenorientiert zu nähern.
Der Einstieg über den Besuch der virtuellen Ausstellung erwies sich als passgenau für die Bearbeitung dieser „heiklen“ Thematik, löste so Hemmschwellen.
Die Teilnehmenden benannten in der abschließenden Seminarbewertung die vielfältigen Körperübungen zur Stärkung des Selbstbewusstseins und die Vermittlung interkultureller Kompetenzen in Bezug auf konstruktive Konfliktbearbeitung als besonders praktikabel.

Kontakt:
PEV - Familienbildungsstätte
Anke Dander
Hohenstaufenallee 1
45888 Gelsenkirchen

Bericht Nr. 85

„Auf dem Weg zu mir 2“
Gesamtschule Neuwerk Mönchengladbach
                                                                       

An 2 Tagen haben wir zusammen mit der Lehrerin Frau Hüsch während der Projektwoche der Schule mit 19 Schüler/innen aus den Klassen 5-9 an dem Thema „ Auf dem Weg zu mir“ gearbeitet.

Es war unser Ziel, die Schüler zu befähigen, eigene Gefühle wahrnehmen zu können, sie erkennen und benennen zu können und zugleich Mitmenschen, in diesem Fall Mitschüler- und schülerinnen in deren Gefühlen wahrnehmen zu können.
Die Wechselwirkungen der aufeinander prallenden Gefühlsregungen sollten thematisiert und bewusst gemacht werden.

Wir haben damit begonnen, indem wir mit den Kindern eine große Bandbreite der ihnen bekannten Gefühlen gesammelt haben und uns von ihnen Situationen haben erzählen lassen, aus denen sie diese Gefühle kennen.
Um auch in „schwierigere“ Gefühlsbereiche, wie Ärger, Trauer, Wut, Aggressionen vorzust0ßen, haben wir vertiefende Darstellungen von Gefühlen verwendet.

In dieser Phase ist schnell eine entspannte und vertrauensvolle Atmosphäre entstanden, die es ermöglichte, tiefer in die „Gefühlswelten“ einzusteigen.
In Rollenspielen, die den Kindern viel Spaß gemacht heben, wurden einige der erlebten Situationen dargestellt und in den Besprechungen der Rollenspiele wurden den Schülern und Schülerinnen schnell die eigenen Verhaltensweisen in Bezug auf ihre Gefühle und die Wechselwirkungen des Verhaltens im Umgang mit dem Mitmenschen bewusst.

Im Folgenden boten wir den Kindern an, die unterschiedlichen Gefühle auf den mitgebrachten Perkussionsinstrumenten (Trommeln, Gongs, Becken, Waterphone, Vibraphon, Winddreher, Oceandrum, Flöten u.v.a.) darzustellen.
Schnell überwanden die Kinder ihre Scheu, vor uns und den anderen Schülern etwas zu musizieren und sie begannen mit großer Freude und Experimentierlust, auf den Instrumenten zu spielen. Nach einer ausgiebigen Phase des freien Spielens, auch um die Möglichkeiten der Instrumente zu erfahren, forderten wir die Kinder auf, die zuvor besprochenen Gefühle auf den Instrumenten darzustellen. Mit großer Kreativität entwickelten die Schüler hierzu musikalische Ideen und präsentierten mit Freude ihre kleinen Werke.

In einer weiteren Phase ermutigten wir die Schüler, ohne Worte, „nur“ mit den Klängen der Instrumente miteinander in Kontakt zu gehen. Dabei sollten sie durchaus Stimmungen in Musik umsetzen und mit diesem musikalischem Ausdruck in Kontakt mit Anderen gehen.
Zunächst ist es den Schülern schwer gefallen, ohne Worte in Kontakt zu gehen, aber mit zunehmenden Verlauf der Übung war es deutlich, dass sie über die Musik kommunizierten, dass es ihnen gelang, Stimmungen aufzunehmen und unterschiedlich – so wie es ihnen zumute war – darauf zu reagieren. Es ist ein sehr schönes und vielfältiges Frage- und Antwortspiel entstanden, zwischen Paaren, aber auch zwischen Einzelnen und Gruppen und zwischen Gruppen untereinander.
Im anschließenden Auswertungsgespräch realisierten die Schülerinnen und Schüler die musikalische Umsetzung von Gefühlen als eine positive Möglichkeit des Ausdrucks von Gefühlen.

Kontakt:
Purpur Projekt e.V zur Förderung von Kreativität und künstlerischer Bildung:
c/o Arinya Berges
Nienburgstr.148
48147 Münster
Telefon: 0251-778202
Mail:
Arinya.Berges@gmx.de

Astrid Hüsch(Lehrerin)
Gesamtschule Neuwerk
Nespelerstr. 75
41066 Mönchengladbach

Bericht Nr. 86

„Trommeln ist Leben“
Purpurprojekt Münster     
                                                                                       

Im Rahmen einer Ferienbetreuung habe ich mit Frau Berges drei Tage lang mit Grundschulkindern im Alter von 6 bis 10 Jahren an dem Thema „Trommeln ist Leben“ gearbeitet.

Es war unser Ziel, das Bewusstsein der Kinder für ihre eigenen Gefühle zu schärfen und ihnen mit ihrer Stimme und verschiedenen Musikinstrumenten eine Möglichkeit des Ausdrückens für ihre Gefühle anzubieten.
Dabei sollten die Freude am alleinigen und gemeinsamen Singen und Musizieren im Mittelpunkt stehen.

Wir begannen mit dem Erlernen des indianischen Kinderliedes „Navajo Stone Game“ und dem Einüben des dazugehörigen Spieles. Es handelt sich dabei um ein recht  archaisches indianisches Lied mit einem ausgesprochen fröhlichen Spielablauf, indem Steine in einem bestimmten Bewegungsablauf von Hand zu Hand immer im Kreis wandern, dabei werden die Bewegungen und der Gesang der Kinder immer schneller, bis der Kreislauf meist unter großem Gelächter der Beteiligten zusammenbricht.
Trotz des jungen Alters der Kinder war ein reflektierendes Gespräch über diese Phase möglich und die Kinder haben auf unsere Fragen ihre Gefühle bei diesem Spiellied durchaus benennen können.
In ihrer Mitteilungsfreude haben die Kinder auch gerne über Gefühle berichtet, die ihnen bekannt sind, die sie aber im Verlauf des Spielliedes nicht erlebt hatten.
So hatten wir bald eine Bandbreite von Gefühlen zusammengesammelt; die von den Kindern genannten Gefühle haben wir durch die mitgebrachten Abbildungen festgehalten, indem wir die verschiedenen Darstellungen an die Wand hefteten.

Im Folgenden baten wir die Kinde, die vielfältigen Instrumente, die wir mitgebracht hatten (Trommeln, Gongs, Becken, Waterphone, Vibraphon, Winddreher, Oceandrum, Flöten u.v.a.), einfach auszuprobieren und darauf zu spielen.
Durch den hohen Aufforderungscharakter der Instrumente und wegen des jungen Alters der Kinder waren sie im positiven Sinne „hemmungslos“ und es entstand eine lang andauernde Phase, indem sie mit großer Freude drauf losgespielt haben und sich mit den unterschiedlichen Klängen vertraut gemacht haben.
Es war den Kindern deutlich anzusehen, dass sie dabei neben dem Experimentieren mit den Klängen und dem Ausprobieren der Instrumente unbewusst
unterschiedlichste Gefühle zum Ausdruck brachten.

Im weiteren Verlauf der Einheit haben wir dann auf die ausgewählten Darstellungen der Gefühle, die wir ja an der Wand fixiert hatten, zurückgegriffen und haben mit den Kindern gemeinsam Instrumente und Klänge ausgewählt, um die verschiedenen Gefühle auszudrücken. Es war vielen Kindern sogar möglich, Begründungen zu formulieren, warum sie gerade diesen oder jenen Klang für ein bestimmtes Gefühl ausgewählt hatten.

Nachdem wir uns für alle unsere ausgewählten Darstellungen auf einen gemeinsamen musikalischen Ausdruck einigen konnten, haben wir mit den Kindern noch mehrere Spielsequenzen durchgeführt – sie konnten dabei kurze Geschichten musikalisch umsetzen, was sie mit großer Freude und kreativen Ideen durchgeführt haben. 

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Bericht Nr. 87

„Trommeln ist Leben 2  „
Purpurprojekt Münster
                                                                                             

An 2 Tagen haben wir zusammen mit der Schulsozialarbeiterin Frau Foitzik in der Klasse 6 c mit 30 Schüler/innen an dem Thema „ Trommeln ist Leben …“ gearbeitet.
Unser Ziel war es, die Schülerinnen und Schüler darin zu stärken, Gefühle wahrnehmen, erkennen und benennen zu können und sie in die Lage zu versetzen, die musikalische Umsetzung von Gefühlen als eine Möglichkeit des Ausdrucks von Gefühlen kennen zu lernen.

Unser besonderes Augenmerk lag auf der Thematik des Umgangs mit Gewalt. Dabei stellten wir die Frage, wie wir mit Aggressionen umgehen können, in den Vordergrund und haben daran gearbeitet, wie wir die eher aggressiven Gefühlen in einen „friedlichen“ Ausdruck bringen können.
Dazu haben wir die Kinder mit einem spielerischen Umgang verschiedener Percussioninstrumente ( Trommeln, Gongs, Becken, Waterphone, Vibrafon, Winddreher, Oceandrum, Flöten u.a.) bekannt gemacht, um ihnen musikalisches Handeln und Erleben als eine Möglichkeit des Ausdrucks von Gefühlen vorzustellen.

Zunächst haben wir mit den Schülerinnen und Schülern anhand unterschiedlicher Darstellungen mehrere Gefühle benannt und mit ihnen gemeinsam darüber gesprochen, ob und wie sie diese Gefühle erleben und ob, bzw. wie sie ihnen Ausdruck verleihen können.

An Fallbeispielen präsentierten die Schüler und Schülerinnen in Rollenspielen die ihnen bekannten Verhaltensmuster im Ausdruck der zuvor besprochenen Gefühle.
Im Folgenden haben wir mit den Schülerinnen und Schülern an den Musikinstrumenten gearbeitet und sie im experimentellen Spielen erproben lassen, welche Darstellungsmöglichkeiten zum Ausdruck der Gefühle sie an den Instrumenten entwickeln.

Mit viel Konzentration und Freude entwickelten die Schüler kreative musikalische Ideen, um die Bandbreite ihrer Gefühle auszudrücken. Es entstanden spannende Sequenzen, dabei nahmen die Kinder die Möglichkeit wahr, ihren Gefühlen im Einzelnen aber auch im Kontakt mit Anderen Ausdruck zu verleihen.  
In einer Geschichte, die die Schülerinnen und Schüler musikalisch darstellten, wurde abschließend ein breites Spektrum an Gefühlen mit Hilfe der unterschiedlichsten Instrumente dargestellt.

Kontakt:
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c/o Arinya Berges
Nienburgstr.148
48147 Münster
Telefon: 0251-778202
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Arinya.Berges@gmx.de

Nathalie Foitzik (Schulsozialarbeiterin) der Realschule im
Schulzentrum Telgte
August-Winkhaus-Straße 4
48291 Telgte

 

Bericht Nr. 88

„Trommeln ist Leben 4  „
Purpurprojekt Münster 
                                                                                             

An 2 Tagen haben wir zusammen mit der Schulsozialarbeiterin Frau Foitzik in der Klasse 6 a mit 30 Schüler/innen an dem Thema „ Trommeln ist Leben …“ gearbeitet.
Unser Ziel war es, die Schülerinnen und Schüler darin zu stärken, Gefühle wahrnehmen, erkennen und benennen zu können und sie in die Lage zu versetzen, die musikalische Umsetzung von Gefühlen als eine Möglichkeit des Ausdrucks von Gefühlen kennen zu lernen.

Unser besonderes Augenmerk lag auf der Thematik des Umgangs mit Gewalt. Dabei stellten wir die Frage, wie wir mit Aggressionen umgehen können, in den Vordergrund und haben daran gearbeitet, wie wir die eher aggressiven Gefühlen in einen „friedlichen“ Ausdruck bringen können.
Dazu haben wir die Kinder mit einem spielerischen Umgang verschiedener Percussioninstrumente ( Trommeln, Gongs, Becken, Waterphone, Vibrafon, Winddreher, Oceandrum, Flöten u.a.) bekannt gemacht, um ihnen musikalisches Handeln und Erleben als eine Möglichkeit des Ausdrucks von Gefühlen vorzustellen.

Zunächst haben wir mit den Schülerinnen und Schülern anhand unterschiedlicher Darstellungen mehrere Gefühle benannt und mit ihnen gemeinsam darüber gesprochen, ob und wie sie diese Gefühle erleben und ob, bzw. wie sie ihnen Ausdruck verleihen können.

An Fallbeispielen präsentierten die Schüler und Schülerinnen in Rollenspielen die ihnen bekannten Verhaltensmuster im Ausdruck der zuvor besprochenen Gefühle.
Im Folgenden haben wir mit den Schülerinnen und Schülern an den Musikinstrumenten gearbeitet und sie im experimentellen Spielen erproben lassen, welche Darstellungsmöglichkeiten zum Ausdruck der Gefühle sie an den Instrumenten entwickeln.

Mit viel Konzentration und Freude entwickelten die Schüler kreative musikalische Ideen, um die Bandbreite ihrer Gefühle auszudrücken. Es entstanden spannende Sequenzen, dabei nahmen die Kinder die Möglichkeit wahr, ihren Gefühlen im Einzelnen aber auch im Kontakt mit Anderen Ausdruck zu verleihen.  
In einer Geschichte, die die Schülerinnen und Schüler musikalisch darstellten, wurde abschließend ein breites Spektrum an Gefühlen mit Hilfe der unterschiedlichsten Instrumente dargestellt.

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Nathalie Foitzik (Schulsozialarbeiterin)
der Realschule im
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Bericht Nr. 89

„Trommeln ist Leben 4  „
Purpurprojekt Münster 
                                                                                             

An 2 Tagen haben wir zusammen mit der Schulsozialarbeiterin Frau Foitzik in der Klasse 6 b mit 30 Schüler/innen an dem Thema „ Trommeln ist Leben …“ gearbeitet.
Unser Ziel war es, die Schülerinnen und Schüler darin zu stärken, Gefühle wahrnehmen, erkennen und benennen zu können und sie in die Lage zu versetzen, die musikalische Umsetzung von Gefühlen als eine Möglichkeit des Ausdrucks von Gefühlen kennen zu lernen.

Unser besonderes Augenmerk lag auf der Thematik des Umgangs mit Gewalt insbesonders häusliche Gewalt. Dabei stellten wir die Frage, wie wir mit Aggressionen  umgehen können, in den Vordergrund und haben daran gearbeitet, wie wir die eher aggressiven Gefühlen in einen „friedlichen“ Ausdruck bringen können.
Dazu haben wir die Kinder mit einem spielerischen Umgang verschiedener Percussioninstrumente ( Trommeln, Gongs, Becken, Waterphone, Vibrafon, Winddreher, Oceandrum, Flöten u.a.) bekannt gemacht, um ihnen musikalisches Handeln und Erleben als eine Möglichkeit des Ausdrucks von Gefühlen vorzustellen.

Zunächst haben wir mit den Schülerinnen und Schülern anhand unterschiedlicher Darstellungen mehrere Gefühle benannt und mit ihnen gemeinsam darüber gesprochen, ob und wie sie diese Gefühle erleben und ob, bzw. wie sie ihnen Ausdruck verleihen können.

An Fallbeispielen präsentierten die Schüler und Schülerinnen in Rollenspielen die ihnen bekannten Verhaltensmuster im Ausdruck der zuvor besprochenen Gefühle.
Im Folgenden haben wir mit den Schülerinnen und Schülern an den Musikinstrumenten gearbeitet und sie im experimentellen Spielen erproben lassen, welche Darstellungsmöglichkeiten zum Ausdruck der Gefühle sie an den Instrumenten entwickeln.

Mit viel Konzentration und Freude entwickelten die Schüler kreative musikalische Ideen, um die Bandbreite ihrer Gefühle auszudrücken. Es entstanden spannende Sequenzen, dabei nahmen die Kinder die Möglichkeit wahr, ihren Gefühlen im Einzelnen aber auch im Kontakt mit Anderen Ausdruck zu verleihen.  
In einer Geschichte, die die Schülerinnen und Schüler musikalisch darstellten, wurde abschließend ein breites Spektrum an Gefühlen mit Hilfe der unterschiedlichsten Instrumente dargestellt.

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Nathalie Foitzik (Schulsozialarbeiterin)
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Bericht Nr. 90

„Du und ich. Dortmund 1“
                                                                                                
Im Rahmen einer Eltern Kind Gruppe habe ich zwei Tage lang mit Kindern im Alter von 7-13 Jahren und deren Mütter und Väter an dem Thema „Du und ich.“ gearbeitet.
Es war unser Ziel, das Bewusstsein der Kinder und der Eltern für ihre eigenen Gefühle zu schärfen und ihnen mit ihrer Stimme und verschiedenen Musikinstrumenten eine Möglichkeit des Ausdrückens für ihre Gefühle anzubieten.
Zudem wollten wir die  Beteiligten mit einer anderen Art des Miteinander Kommunizierens bekannt machen.
Vor allem aber sollte die Freude am alleinigen und gemeinsamen Singen und Musizieren im Mittelpunkt stehen. Das Thema „Häusliche Gewalt“ wurde behutsam mit Hilfe einer Geschichte behandelt.

Wir begannen mit dem Erlernen des indianischen Kinderliedes „Navajo Stone Game“ und dem Einüben des dazugehörigen Spieles. Es handelt sich dabei um ein recht  archaisches indianisches Lied mit einem ausgesprochen fröhlichen Spielablauf, indem Steine in einem bestimmten Bewegungsablauf von Hand zu Hand immer im Kreis wandern, dabei werden die Bewegungen und der Gesang der Kinder immer schneller, bis der Kreislauf meist unter großem Gelächter der Beteiligten zusammenbricht.
Obwohl eine insgesamt sehr schöne, entspannte Atmosphäre herrschte, kam es durch den Ehrgeiz einiger Kinder zu kleinen Streitereien mit ihren Müttern – denn die Kinder zeigten sich zum Teil sehr geschickt und schnell – und es waren eher einige Mütter, die den Kreis zum Erliegen brachten.

In einem reflektierenden Gespräch äußerten sich Eltern und Kinder und konnten ihre Gefühle von Spaß, Freude, bis hin zu Verärgerung und Enttäuschung (über den unterbrochenen Spielfluss) gut benennen.
In ihrer Mitteilungsfreude haben besonders die Kinder auch gerne über Gefühle berichtet, die ihnen bekannt sind, die sie aber im Verlauf des Spielliedes nicht erlebt hatten.
So hatten wir bald eine Bandbreite von Gefühlen zusammengetragen; es war für die Gruppe auch leicht möglich, die mitgebrachte Abbildungen den genannten Gefühlen zuzuordnen.
Im Folgenden bat ich die Kinder und Eltern, die vielfältigen Instrumente, die wir mitgebracht hatten (Trommeln, Gongs, Becken, Waterphone, Vibraphon, Winddreher, Oceandrum, Flöten u.v.a.), einfach auszuprobieren und darauf zu spielen.
Durch den hohen Aufforderungscharakter der Instrumente waren sie im positiven Sinne „hemmungslos“ und es entstand eine lang andauernde Phase, indem sie mit großer Freude drauf losgespielt haben und sich mit den unterschiedlichen Klängen vertraut gemacht haben.

Nach der Ausprobierphase bat ich die Kinder, sich mit ihren Müttern und Instrumenten ihrer Wahl zusammenzusetzen und sich eine der Abbildungen mit den dargestellten Gefühlen auszusuchen. Ich bat sie, im Folgenden, auf der Grundlage des gewählten Gefühls musikalisch miteinander „in’s Gespräch zu kommen“.
Dabei waren Absprachen über reale oder fiktive Situationen erlaubt – diese konnten dann musikalisch dargestellt werden.
Im Mittelpunkt sollte aber das Aufeinander Eingehen – Zuhören und Antworten – stehen, und das ohne Worte, eben nur mit musikalischen Mitteln.
Es entstanden interessante und vielfältige Spielsequenzen, in denen sich die Partner intensiv mit den Gefühlen beschäftigten.
In einer Präsentationsphase wurden die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten der Gefühle dargestellt - interessant war es hierbei zu sehen, wie viele verschiedene Ausdrucks- und damit Umgangsmöglichkeiten es für ein und dasselbe Gefühl geben kann!
Insgesamt zeigten die Kinder mit ihren Eltern viel Mut, sich darzustellen und hatten nach anfänglicher Scheu auch viel Freude beim Experimentieren mit den Instrumenten.
Zwischendurch habe ich mit ihnen einen einfachen Groove eingeübt, so dass am Schluss neben den Spielszenen auch ein gemeinsames Stück gespielt werden konnte.

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c/o Arinya Berges
Nienburgstr.148
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Bericht Nr. 91

„Du und Ich, Dortmund 2“ Liebig Grundschule Dortmund
                                                                                           
An 4 Tagen habe ich zusammen mit der Ganztagsbetreuung Frau Gebhard im Rahmen des offenen Ganztags mit SchülerInnen aus der 1./2. Klasse an dem Thema „ Du und Ich“ gearbeitet. Das Thema „Häusliche Gewalt“ wurde behutsam mit Hilfe einer Geschichte behandelt. Möglichkeiten der Unterstützung und Hilfe wurden aufgezeigt.

Es war unser Ziel, das Bewusstsein der Kinder für ihre eigenen Gefühle zu schärfen und ihnen mit ihrer Stimme und verschiedenen Musikinstrumenten eine Möglichkeit des Ausdrückens für ihre Gefühle anzubieten. Dabei sollten die Freude am alleinigen und gemeinsamen Singen und Musizieren im Mittelpunkt stehen.

Wir begannen mit dem Erlernen des indianischen Kinderliedes „Navajo Stone Game“ und dem Einüben des dazugehörigen Spieles. Es handelt sich dabei um ein recht  archaisches indianisches Lied mit einem ausgesprochen fröhlichen Spielablauf, indem Steine in einem bestimmten Bewegungsablauf von Hand zu Hand immer im Kreis wandern, dabei werden die Bewegungen und der Gesang der Kinder immer schneller, bis der Kreislauf meist unter großem Gelächter der Beteiligten zusammenbricht.
Trotz des jungen Alters der Kinder war ein reflektierendes Gespräch über diese Phase möglich und die Kinder haben auf unsere Fragen ihre Gefühle bei diesem Spiellied durchaus benennen können.
In ihrer Mitteilungsfreude haben die Kinder auch gerne über Gefühle berichtet, die ihnen bekannt sind, die sie aber im Verlauf des Spielliedes nicht erlebt hatten.
So hatten wir bald eine Bandbreite von Gefühlen zusammengesammelt; die von den Kindern genannten Gefühle haben wir durch die mitgebrachten Abbildungen festgehalten, indem wir die verschiedenen Darstellungen an die Wand hefteten.

Im Folgenden baten wir die Kinde, die vielfältigen Instrumente, die wir mitgebracht hatten (Trommeln, Gongs, Becken, Waterphone, Vibraphon, Winddreher, Oceandrum, Flöten u.v.a.), einfach auszuprobieren und darauf zu spielen.
Durch den hohen Aufforderungscharakter der Instrumente und wegen des jungen Alters der Kinder waren sie im positiven Sinne „hemmungslos“ und es entstand eine lang andauernde Phase, indem sie mit großer Freude drauf losgespielt haben und sich mit den unterschiedlichen Klängen vertraut gemacht haben.
Es war den Kindern deutlich anzusehen, dass sie dabei neben dem Experimentieren mit den Klängen und dem Ausprobieren der Instrumente unbewusst
unterschiedlichste Gefühle zum Ausdruck brachten.

Im weiteren Verlauf der Einheit haben wir dann auf die ausgewählten Darstellungen der Gefühle, die wir ja an der Wand fixiert hatten, zurückgegriffen und haben mit den Kindern gemeinsam Instrumente und Klänge ausgewählt, um die verschiedenen Gefühle auszudrücken. Es war vielen Kindern sogar möglich, Begründungen zu formulieren, warum sie gerade diesen oder jenen Klang für ein bestimmtes Gefühl ausgewählt hatten.

Nachdem wir uns für alle unsere ausgewählten Darstellungen auf einen gemeinsamen musikalischen Ausdruck einigen konnten, haben wir mit den Kindern noch mehrere Spielsequenzen durchgeführt – sie konnten dabei kurze Geschichten musikalisch umsetzen, was sie mit großer Freude und kreativen Ideen durchgeführt haben. 

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Frau Gebhard (Leiterin des offenen Ganztags)
Liebig Grundschule
Essenerstr.7
44139 Dortmund

Bericht Nr. 92

„Himmelhochjauchzend 2“
Averbruch Grundschule
                                                                                               

An 2 Tagen habe ich zusammen mit der Lehrerin Frau Sviga der Klasse 4 b mit 26 Schüler/innen an dem Thema „ Himmelhochjauchzend“ gearbeitet.

Das Thema „Häusliche Gewalt“ wurde behutsam mit Hilfe einer Geschichte behandelt. Möglichkeiten der Unterstützung und Hilfe wurden aufgezeigt.
Es war unser Ziel, das Bewusstsein der Kinder für ihre eigenen Gefühle zu schärfen und ihnen mit ihrer Stimme und verschiedenen Musikinstrumenten eine Möglichkeit des Ausdrückens für ihre Gefühle anzubieten.
Dabei sollten die Freude am alleinigen und gemeinsamen Singen und Musizieren im Mittelpunkt stehen.

Wir begannen mit dem Erlernen des indianischen Kinderliedes „Navajo Stone Game“ und dem Einüben des dazugehörigen Spieles. Es handelt sich dabei um ein recht  archaisches indianisches Lied mit einem ausgesprochen fröhlichen Spielablauf, indem Steine in einem bestimmten Bewegungsablauf von Hand zu Hand immer im Kreis wandern, dabei werden die Bewegungen und der Gesang der Kinder immer schneller, bis der Kreislauf meist unter großem Gelächter der Beteiligten zusammenbricht.
Trotz des jungen Alters der Kinder war ein reflektierendes Gespräch über diese Phase möglich und die Kinder haben auf unsere Fragen ihre Gefühle bei diesem Spiellied durchaus benennen können.
In ihrer Mitteilungsfreude haben die Kinder auch gerne über Gefühle berichtet, die ihnen bekannt sind, die sie aber im Verlauf des Spielliedes nicht erlebt hatten.
So hatten wir bald eine Bandbreite von Gefühlen zusammengesammelt; die von den Kindern genannten Gefühle haben wir durch die mitgebrachten Abbildungen festgehalten, indem wir die verschiedenen Darstellungen an die Wand hefteten.

Im Folgenden baten wir die Kinde, die vielfältigen Instrumente, die wir mitgebracht hatten (Trommeln, Gongs, Becken, Waterphone, Vibraphon, Winddreher, Oceandrum, Flöten u.v.a.), einfach auszuprobieren und darauf zu spielen.
Durch den hohen Aufforderungscharakter der Instrumente und wegen des jungen Alters der Kinder waren sie im positiven Sinne „hemmungslos“ und es entstand eine lang andauernde Phase, indem sie mit großer Freude drauf losgespielt haben und sich mit den unterschiedlichen Klängen vertraut gemacht haben.
Es war den Kindern deutlich anzusehen, dass sie dabei neben dem Experimentieren mit den Klängen und dem Ausprobieren der Instrumente unbewusst
unterschiedlichste Gefühle zum Ausdruck brachten.

Im weiteren Verlauf der Einheit haben wir dann auf die ausgewählten Darstellungen der Gefühle, die wir ja an der Wand fixiert hatten, zurückgegriffen und haben mit den Kindern gemeinsam Instrumente und Klänge ausgewählt, um die verschiedenen Gefühle auszudrücken. Es war vielen Kindern sogar möglich, Begründungen zu formulieren, warum sie gerade diesen oder jenen Klang für ein bestimmtes Gefühl ausgewählt hatten.

Nachdem wir uns für alle unsere ausgewählten Darstellungen auf einen gemeinsamen musikalischen Ausdruck einigen konnten, haben wir mit den Kindern noch mehrere Spielsequenzen durchgeführt – sie konnten dabei kurze Geschichten musikalisch umsetzen, was sie mit großer Freude und kreativen Ideen durchgeführt haben. 



Kontakt:
Purpur Projekt e.V zur Förderung von Kreativität und künstlerischer Bildung:
c/o Arinya Berges
Nienburgstr.148
48147 Münster
Telefon: 0251-778202
Mail:
Arinya.Berges@gmx.de

Frau Sviga (Lehrerin)
Averbruch Grundschule
Rosenstr.47
46537 Dinslaken

Bericht Nr. 93

Die Idee

Ein viertägiges Seminar mit 12 – 16 jährigen Jugendlichen in der JH Bad Honnef zu dem Thema „Gewalt“,  mit eingebunden die Behandlung des Themas „häusliche Gewalt“. Angeboten hat sich das Projekt „Rosenstraße 76“ und wurde dann auch ausgeführt.
Projektverlauf und Wirkungen
Die Gruppe war dem Thema gegenüber sehr aufgeschlossen. Teilweise waren sie sehr „betroffen“ und wurden von den „Beobachtern“ im persönlichen Gespräch aufgefangen. Der virtuelle Rundgang durch die Rosenstraße hat sich als ein optimaler Einstieg herausgestellt. Zu fast jeder Station haben sich Fragen ergeben, wurden persönliche Erfahrungen abgefragt oder erzählt oder weitere Informationen gewünscht. Die MP3-Dateien waren eindrucksvolle „Stimmen“ die auch die Gruppe still gemacht haben. Hier war eine Pause dringend nötig. Durch die verschiedenen Fragestellungen sind in den Gruppen immer wieder Diskussionen aufgekommen, die dann teilweise im Plenum weitergeführt wurden. Insgesamt wurde engagiert mitgearbeitet und mit sinnvollen Beiträgen das Thema „häusliche Gewalt“ erarbeitet.

Die Themen

Geh schweigend in den  Kreis wenn du….. / Wo habt ihr selbst schon einmal Gewalt erlebt? / Virtueller Rundgang durch die Rosenstraße / Was ist eine Beziehung? / Mit wem haben wir Beziehungen? / Warum haben wir Beziehungen? / Vor- und Nachteile von Beziehungen? / Nach welchen Eigenschaften suche ich in einer Beziehung mit einer Freundin oder einem Freund und einer Partnerin oder einem Partner? / Was ist häusliche Gewalt? / Frühe Warnzeichen in einer Beziehung
Gerichtsurteil (Rollenübung) / Konfliktbewältigung / Wohin kann ich mich wenden? / Einzel- und  Gruppenarbeiten mit Vorstellung im Plenum, bzw. direkte Diskussion im Plenum / nach dem  Projekt „feel free“

Die Gruppe

9 junge Frauen im Alter von 14/16      und 7 Jungmänner im Alter von 12/16.
Zum Teil kannten sich die Gruppenmitglieder. Bis auf einen Teilnehmer besuchen alle ein Gymnasium. Der größte Teil der Gruppe nutzt regelmäßig die Angebote des Jugendhauses der Ev. Lutherkirche in Bonn.

Kontakt:
Martina Mohr-Gärtner
Landrückenstraße 56
36148 Kalbach
Telefon  09742  9656
martina.mohr.gaertner@freenet.de

Bericht Nr. 94

Häusliche Gewalt – Konfliktmananagement (für angehende Erzieher/innen)
in Gelsenkirchen

An zwei Tagen haben sich insgesamt 19 angehende Erzieher/innen mit dem Themenfeld Konfliktmanagement insbesondere mit dem Fokus auf das Themenfeld „häusliche Gewalt“ auseinandergesetzt. Die angehenden Erzieher/innen nutzen dieses Seminar zur Vorbereitung auf ihre Praktika in Kindertagesstätten, Kinderheimen und offene Ganztagsschulen . Für dieses Projekt konnten wir neben Bianka Ledermann die Pädagogin Regine Walter aus Köln gewinnen.
Inhaltlich haben wir uns an den zwei Tagen mit folgenden Themen auseinandergesetzt:

1.Tag: (12.August 2008):

  • Erwartungen und Wünsche der Teilnehmerinnen
  • Einstiegsbingo zu häuslicher Gewalt und Konflikte im (Erziehungs-)Alltag
  • Was ist häusliche Gewalt? Hierzu haben wir die Präsentation des Projekts Rosenstrasse 76 im Internet besucht und sind virtuell durch die Ausstellung „gegangen“ mit anschließender Diskussion in Kleingruppen
  • Kinderrechte: Gesetzlicher Schutz in Deutschland (SGB§8a)
  • Kinderrechte: Beispiele und Situationsschulung – wie spreche ich meinen Verdacht im Team an?
  • Was brauchen Kinder? Konsensfindung
  • Selbstverpflichtung formulieren
  • Konflikttypen und der unterschiedliche Umgang damit

2. Tag (13.August2008)

  • Welche Themen haben uns besonders berührt? Umgang mit Gefühlen insbesondere bei dieser Thematik
  • Situationsschulung: Welche Konflikte gibt es immer wieder in Familien? Gemeinsame Ideen zu einer anderen Reaktion mit der Methde des Boalschen Theaters
  • Benennen von Täter – und Opfer-Verhalten
  • Umgang mit Eltern (mit der Methode Statuentheater von Agosto Boal)
  • Rückmeldungen geben - Gespräche führen
  • Was tut dir gut in Krisensituationen? Spannungsabbau-Methoden
  • Auswertung des Seminars

Dieses Seminar hat berührt – insbesondere auch deswegen, weil einige Teilnehmer/innen eigene Beispiele zu der besonderen Thematik beitragen konnten.
Der Perspektivwechsel – gerade für angehende Erzieher/innen – aus der Kind-Rolle (Schüler/innen-Rolle) herauszugehen und in die Rolle der/des (zukünftigen) Erzieher/in zu wechseln war für alle Beteiligten spannend.
Die gemeinsamen Diskussionen und die vielen Kleingruppen ermöglichten ein intensives Arbeiten am Thema. Zwischendurch wurden jedoch immer wieder Bewegungsaktionen durchgeführt, um Spannungen heraus zu lassen. Insbesondere die Wichtigkeit der zukünftigen Rolle als Erzieher/in in einer sozialen Einrichtung, die auch mit Kindern arbeiten werden, die (häusliche) Gewalt erfahren. Eine Sensibilisierung für dieses Thema und diese Kinder fand statt. Im zweiten Schritt wurden gemeinsam nach Handlungsstrategien gesucht, wie in der (zukünftigen) eigenen Einrichtung aber auch möglicherweise mit Eltern weiter gearbeitet werden kann. Viele Bewegungsmethoden zum Spannungsabbau wurden vermittelt (z.B. Kräfte messen, Stuhlkampf, Bermuda-Dreieck u.ä.). Zum Abschluß wurden noch miteinander entspannenden Übungen durchgeführt, die unter anderem zu einer guten und vertrauensvollen Atmopshäre beigetragen haben.

Kontakt:
Bianka Ledermann + Regine Walter
PEV
Hohenstaufenallee 1
45888 Gelsenkirchen

Bericht Nr. 95

Das Recht „Nein" zu. sagen
Selbstbehauptungstraining für Mädchen - Jugendzentrum Böllhoffhaus, Erwitte

Die Idee war ein zweitägiges Training für Mädchen im Alter von acht bis zehn Jahren zum Thema „Selbstbehauptung in alltäglichen Situationen". Hierbei ging es darum sich nicht nur in schwierigen Situationen mit Fremden, sondern auch in schwierigen familiären Situationen zu behaupten. Nachdem die Teilnehmerinnen sich durch Spiele und Übungen besser kennen gelernt hatten wurden noch einige Regeln festgelegt, die das Arbeiten in einer großen Gruppe unterstützen sollten. Zu Beginn wurde der Einsatz der Stimme geprobt. Viele Mädchen waren überrascht über welches Stimmvolumen sie verfügen und welche Auswirkungen dieses auf die Anderen hatte. Ein weiterer zentraler Aspekt war die Körpersprache. Um mit dem eigenen Körper sprechen zu können, also deutliche Signale zu senden, war es zuerst wichtig, die eigenen Gefühle erkennen und benennen zu können. In Partnerinnenarbeit wurde den Mädchen durch eigenes Erleben deutlich, welche Signale bei der Partnerin tatsächlich ankommen. Tabuzonen wurden mit Hilfe von „Mädchenköperplakaten" erarbeitet. Wichtig war den Mädchen hier die Unterscheidung zwischen Fremden und dem näheren Umfeld. Viele Mädchen äußerten, dass es oft viel schwieriger ist, gegenüber Eltern, Geschwistern oder Verwandten ein entschiedenes NEIN zu äußern und zu vertreten. An diesem Punkt war es wichtig, die Mädchen zu ermutigen, auch im Nahbereich (Familie, Geschwister, Verwandte) ihrem Bauchgefühl zu vertrauen. Am zweiten Tag wurde anhand vorgegebener Situationen herausgearbeitet, wo die Mädchen ein „Ja" — oder „Nein" — Gefühl in Bezug auf ihr näheres Umfeld haben und welche Handlungsalternativen es gibt. In verschiedene Situationen konnten die Mädchen üben einem „NEIN" Stand zu halten, was den Mädchen besonders viel Spaß machte. Die Rückmeldung der Mädchen nach dem zweitägigen Training im Jugendzentrum:

"Wir gehen mit einem guten Bauchgefühl nach Hause!"

Kontakt:
Nicola Sadowski
Jugendzentrum Büllhofhaus
Schloßallee 12
59597 Erwitte

Bericht Nr. 96

Prima Klima

Über 20 Einheiten hinweg war das Projekt Prima Klima in der Offenen Ganztagsgrundschule, der Erich Kästner-Grundschule in Erwitte, angelegt. Über diesen Zeitraum hinweg trafen sich die 26 Jungen und Mädchen im Nachmittagsbereich für eine Stunde in der Turnhalle, um bewusste Gemeinschaft zu probieren, zu reflektieren und zu trainieren und das dem Alter der Kinder entsprechend, vor allem spielerisch. Ziel war es, die Kinder für die unterschiedlichen Formen von Gewalt zu sensibilisieren oder in der Sprache der Kinder, sie zu sensibilisieren für das, was „weh tut“. Hier lag das besondere Augenmerk auch auf Situationen aus dem familiären, häuslichen Bereich. Der Migrationshintergrund einiger Kinder machte diesen Aspekt des Trainings für die Kinder besonders spannend.
„Stopp“ sagen können, wenn es mir reicht, Hilfe anzubieten und anzunehmen und Spaß an der gemeinsamen Lösung von Aufgaben entwickeln zu der jede/r ihren/ seinen Beitrag ganz unterschiedlich leisten kann, waren nur einige Schwerpunkte des Projektes.
Hier lag das Augenmerk besonders darauf, den Blickwinkel auf die positiven, förderlichen Aspekte zu legen und die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein zu fördern und zu stärken. Was kann uns helfen, die gestellte Aufgabe gemeinsam zu lösen? Wer aus unserer Gruppe hat besondere Fähigkeiten? Wer braucht Unterstützung, wem kann ich helfen? Wo sind meine eigenen Grenzen und wie kann ich diese deutlich machen?
Die Kinder sollten ermutigt werden ihre positiven Fähigkeiten und Eigenschaften (als Einzelne und als Gruppe) zu erkennen und diese auch in neuen, schwierigen Situationen einzusetzen. Die Sensibilisierung durch die Wahrnehmung der eigenen Stärken sollte die Kinder ermutigen, auch in alltäglichen Situationen, wie in Elternhaus und Schule, ihre Grenzen zu erkennen und selbstbewusst zu vertreten.

Kontakt:
Petra Bornemann
Erich Kästner Grundschule
Graf Landsberg Str. 36
59597 Erwitte

Bericht Nr.  97

Projekt zur häuslichen Gewalt von der Gruppe Kunterbunt

Das Projekt zur häuslichen Gewalt fand in der altersgemischten koedukativen Gruppe „Kunterbunt“ statt. Hier leben zurzeit 9 Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren. Ein Großteil dieser Gruppe hat im elterlichen Haushalt Gewalt miterleben oder selbst erleben müssen, was mit ein Grund ist, warum sie nun im Kinderheim leben. Ein Schwerpunkt des Projekts sollte positive Selbstannahme und Vertrauensbildung sein.
Das Projekt wurde in 2 Teile unterteilt: einem Erlebnispädagogischen Aktionstag in der Natur und einem Aktionstag im Schwimmbad
Der erste Teil wurde durch eine Pädagogin der Gruppe, die eine Erlebnispädagogische Ausbildung hat durchgeführt. Hier sollte die Gruppe gemeinsam eine Aufgabe lösen, die in Form einer Rallye gestaltet war. Die einzelnen Aufgaben konnten nur gelöst werden wenn alle kooperativ zusammen arbeiteten.
Ein Mitglied der Gruppe musste alle zum Startpunkt führen. Dem Rest der Gruppe waren die Augen verbunden.
Die Rallye unterteilte sich in folgende Stationen:
Moorpfad (Kinder müssen eine Strecke zurücklegen, ohne den Boden zu berühren und können nur vorgegebenen Teppichfließen verwenden), Spinnennetz (der Weg wird durch trennt durch ein Spinnennetz, wo jedes Kind nur durch ein Loch kann, das Netz darf nicht berührt werden), Schachbrett (auf der Erde ist ein Schachbrett aufgemalt für das es nur eine Lösung zur Überquerung gibt), Säureteig (ein großer Teig ist mit einem Seil gelegt und in der Mitte ist der Schatz als Belohnung, der Teig darf nicht berührt werden, die Kinder müssen gemeinsam eine Lösung finden den Schatz zu holen)
Am Ende saßen wir gemeinsam bei Lagerfeuer (Zutaten waren Inhalt des Schatzes) und reflektierten den Tag und malten auf Luftballons, welche Emotionen die Kinder manchmal haben und die auch zu uns gehören.
Beim 2. Teil gingen wir ein Wochenende lang ins Schwimmbad. Hier sollten die Kinder auch kooperative Spiele Lösen, wie zum Beispiel einen Gordischen Knoten (Alle Kinder stehen im Wasser und halten mit einer Hand ein Seil in dem mehrere Knoten sind. Sie müssen nun die Knoten lösen, ohne dass sie das Seil loslassen) oder sie sollten sich von Kinder auf dem Rücken tragen lassen, mit denen sie sonst nicht soviel zu tun haben.  Im Schwimmbad ging es aber primär darum, dass die Kinder sich auch mal richtig austoben können und sich selber leicht erleben können. Dank der Schwimmbadkarten können wir dies nun einmal im Monat weiter fortführen.
Insgesamt kann man sagen, dass dieses Projekt die Kinder näher zusammen geführt hat. Sie haben gespürt, dass jedes Mitglied der Gruppe wichtig ist und dass sie sich gegenseitig vertrauen können. Außerdem ist ihnen bewusster geworden, dass alle Emotionen in Ordnung sind und einen Platz in der Gruppe finden.
Die Gruppe Kunterbunt bedankt sich für die Unterstützung zur Realisierung dieses Projekts.

Kontakt:
Gruppe Kunterbunt
CJG Kinder- und Jugendhilfe St. Josef
Am Portzenacker 1a
51069 Köln

Bericht  Nr. 98

für die Realisierung eines Projektes Thema: Eltern AG (Schüler/innen + Eltern)
Als „Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh“ entwickelt sich seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit von Verantwortlichen aus Schulen, Jugendarbeit, Kirche und Polizei u.a. zur Gewaltprävention. Eine dabei entwickelte und erfolgreiche Arbeitsform ist die „Eltern-AG“. Im Rahmen einer wöchentlichen Schulstunde praktizieren Eltern – zunächst im Rahmen einer halbjährlichen, fachlichen  Begleitung das, was im Lehrplänen „soziales Lernen“ genannt wird.

Im abgelaufenen Schulhalbjahr haben sich einige der Schulklassen – initiiert durch den Impuls des Projekts Rosenstraße 76 – besonders mit dem Thema der häuslichen Gewalt beschäftigt. Im Rahmen eines unter den Fachleuten abgestimmten Rahmenprogramms ging es dabei im Rahmen von Spielen und Übungen zunächst darum, mit den Kindern und Jugendlichen Formen der (auch häuslicher) Gewalt zu erkennen und benennen zu können. Erstaunlich war für viele der begleitenden Eltern, wie einfach Kinder den Gewaltbegriff füllen, denn Gewalt „tut weh“ – sei es nun „am Körper“ (physisch) oder „am Herzen“ (psychisch).

Aus dieser Erkenntnis konnten dann regelmäßig (Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen) im Rahmen von Übungen zur Wahrnehmung, Sensibilisierung und Kommunikation Erkenntnisse über die Grenzen der eigenen Person und von Anderen mit allen Sinnen abgeleitet werden. Erkenntnisse über das eigene (Selbstwert-)Gefühl konnten übertragbar gemacht werden auch auf andere Personen, was einerseits Mitleidsempfindungen erzeugen kann und so Hilfsangebote für andere Menschen selbstverständlicher werden ließ. Andererseits erschloss sich dadurch aber auch für das (gefühlte) „Opfer“ regelmäßig ein erleichterter Zugang zum Hilfe-Holen und Hilfe-Annehmen.

Im Rahmen der Entwicklung von Schutzfaktoren wurden die Kinder und Jugendlichen auch gebeten, zu beschreiben, was nach ihrer Einschätzung und Erfahrung helfen könne, Formen der (häuslichen) Gewalt zu mindern. Sehr häufig ergaben sich Rückmeldungen, die unter die Überschriften „Anerkennung und Wertschätzung“ passten. Daneben ergaben sich auch regelmäßig Entdeckungen in den Bereich der Selbstbehauptung, z.B. durch Körpersprache-Training.

Zwei Besonderheiten seien zum Abschluss erwähnt: Zum einen ergab eine im Rahmen von Fallstudienarbeiten der Uni Bielefeld in den beteiligten sechsten Klassen durchgeführte Evaluation des (Eltern-AG-)Programms signifikante positive Veränderungen bei den Schülerinnen und Schülern. Daneben dürfte der Einfluss auf die beteiligten Elternteile (pro Klasse mindestens sechs) nicht zu unterschätzen sein. Überdurchschnittlich häufig ergaben sich Rückmeldungen persönlicher Weiterentwicklungen aus dem genannten Personenkreis.

Das vorliegende Bild zeigt die Klasse 2 b Grundschule Isselhorst in Gütersloh.

Kontakt:
Heike Schlingplässer-Dotzki
Titanweg 22, 33334 Gütersloh
Tel. 0 52 41/ 68 7519
e-Mail:
ahdotzki@t-online.de

Projekt Nr. 99

Das „Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh“ entwickelt seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit von Verantwortlichen aus Schulen, Jugendarbeit, Kirche und Polizei u.a. zur Gewaltprävention. Eine dabei entwickelte und erfolgreiche Arbeitsform ist die „Eltern-AG“. Im Rahmen einer wöchentlichen Schulstunde praktizieren Eltern – zunächst im Rahmen einer halbjährlichen, fachlichen  Begleitung das, was im Lehrplänen „soziales Lernen“ genannt wird.

Im abgelaufenen Schulhalbjahr haben sich einige der Schulklassen – initiiert durch den Impuls des Projekts Rosenstraße 76 – besonders mit dem Thema der häuslichen Gewalt beschäftigt. Im Rahmen eines unter den Fachleuten abgestimmten Rahmenprogramms ging es dabei im Rahmen von Spielen und Übungen zunächst darum, mit den Kindern und Jugendlichen Formen (auch häuslicher) Gewalt zu erkennen und benennen zu können. Erstaunlich war für viele der begleitenden Eltern, wie einfach Kinder den Gewaltbegriff füllen, denn Gewalt „tut weh“ – sei es nun „am Körper“ (physisch) oder „am Herzen“ (psychisch).

Aus dieser Erkenntnis konnten dann regelmäßig (Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen) im Rahmen von Übungen zur Wahrnehmung, Sensibilisierung und Kommunikation Erkenntnisse über die Grenzen der eigenen Person und von Anderen mit allen Sinnen abgeleitet werden. Erkenntnisse über das eigene (Selbstwert-)Gefühl konnten übertragbar gemacht werden auch auf andere Personen, was einerseits Mitleidsempfindungen erzeugen kann und so Hilfsangebote für andere Menschen selbstverständlicher werden ließ. Andererseits erschloss sich dadurch aber auch für das (gefühlte) „Opfer“ regelmäßig ein erleichterter Zugang zum Hilfe-Holen und Hilfe-Annehmen.

Im Rahmen der Entwicklung von Schutzfaktoren wurden die Kinder und Jugendlichen auch gebeten, zu beschreiben, was nach ihrer Einschätzung und Erfahrung helfen könne, Formen der (häuslichen) Gewalt zu mindern. Sehr häufig ergaben sich Rückmeldungen, die unter die Überschriften „Anerkennung und Wertschätzung“ passten. Daneben ergaben sich auch regelmäßig Entdeckungen in den Bereich der Selbstbehauptung, z.B. durch Körpersprache-Training.

Zwei Besonderheiten seien zum Abschluss erwähnt: Zum einen ergab eine im Rahmen von Fallstudienarbeiten der Uni Bielefeld in den beteiligten sechsten Klassen des letzten Schuljahres durchgeführte Evaluation des (Eltern-AG-)Programms signifikante positive Veränderungen bei den Schülerinnen und Schülern. Daneben dürfte der Einfluss auf die beteiligten Elternteile (pro Klasse mindestens sechs) nicht zu unterschätzen sein. Überdurchschnittlich häufig ergaben sich Rückmeldungen persönlicher Weiterentwicklungen aus dem genannten Personenkreis. Im laufenden Schuljahr sind (auch) aufgrund von Elterninitiativen wieder drei neue sechste Klassen im Projekt.

Das vorliegende Bild zeigt die Klasse 6g Städt. Gymnasiums Gütersloh bei der schwierigen Aufgabe, sich aus scheinbar unüberbrückbar „gegenübersitzenden“ Positionen einer gemeinsamen Problemlösung zu nähern, ohne dass eine/r „auf der Strecke bleibt“.

Kontakt:
Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh
c/o Carl W. Borgstedt
Herzebrocker Straße 142, 33334 Gütersloh
Tel. 05241/8691870
carl-wilhelm.borgstedt@polizei.nrw.de

Projekt Nr. 100

Als „Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh“ entwickelt sich seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit von Verantwortlichen aus Schulen, Jugendarbeit, Kirche und Polizei u.a. zur Gewaltprävention. Eine dabei entwickelte und erfolgreiche Arbeitsform ist die der Aus- und Fortbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Einerseits sind das Menschen, die sich aus Gründen ihres Berufes um das Thema Gewalt kümmern, zum anderen aber auch solche, die das tun aus Gründen einer Berufung, nämlich als ehrenamtlich Tätige und besonders auch als Eltern. Für diesen Personenkreis bieten wir regelmäßig zwei- bis dreitägige Workshops an, innerhalb derer auch das eigene Methodenrepertoire erweitert werden soll. Im Rahmen einer Diplomarbeit an der Universität Bielefeld wurde diese Arbeitsform evaluiert, wobei positive Effekte belegt werden konnten. In diesem Jahr wurde  - initiiert durch das Projekt „Rosenstraße 76“ – von den Verantwortlichen ein Schwerpunkt bei der Bearbeitung des Themas der „häuslichen Gewalt“ gesetzt.

Das Programm basiert auf spielerischen Impulsen zur Thematisierung des vielschichtigen Bereiches der Gewalt; mit allen Sinnen sollen die Teilnehmer/-innen Erfahrungen machen und im doppelten Sinne „begreifen“ können. Zunächst geht es darum, unterschiedliche Formen (auch häuslicher) Gewalt zu erkennen und zu benennen. Schnell wird klar, dass die Fokussierung auf die Sicht des Leidenden (des „Opfers“) den sonst oft sperrigen Gewaltbegriff ganz leicht erfassbar macht, denn Gewalt „tut weh“ – sei es nun „am Körper“ (physisch) oder „in der Seele“ (psychisch). Auch die häufig integrierte Machtkomponente beim „Täter“ lässt sich durch entsprechende Übungen schnell und hautnah fühlbar machen.

Aus dieser neuen Position können dann im Rahmen von Übungen zur Wahrnehmung, Sensibilisierung und Kommunikation neue Erkenntnisse über die Grenzen der eigenen Person und von Anderen mit allen Sinnen abgeleitet werden. Neue Erfahrungen mit dem eigenen (Selbstwert-)Gefühl können übertragbar gemacht werden auch auf andere Personen, was einerseits Mitleidsempfindungen erzeugen kann und so Hilfsangebote für andere Menschen selbstverständlicher werden lässt. Andererseits erschließt sich dadurch aber auch für das (gefühlte) „Opfer“ regelmäßig ein erleichterter Zugang zum Hilfe-Holen und Hilfe-Annehmen. Daneben ergaben sich auch regelmäßig Entdeckungen in den Bereich der Selbstbehauptung, z.B. durch Körpersprache-Training.

Bei der Frage nach wirksamen Schutzfaktoren vor (häuslicher) Gewalt wird schnell klar, dass Machtkreisläufe eher von außen durchbrochen werden können und daher Aufmerksamkeit zu fördern ist ebenso wie die Bereitschaft zur und das Wissen um deeskalative Möglichkeiten der Intervention.

Die Bilder zeigen eine Multiplikatoren-Gruppe im Haus Villigst bei zwei Sensibilisierungs-Übungen im Oktober 2008 im Haus Villigst.

Kontakt:
Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh
c/o Carl W. Borgstedt
Herzebrocker Straße 142, 33334 Gütersloh
Tel. 05241/8691870
carl-wilhelm.borgstedt@polizei.nrw.de

Bericht Nr. 102

Selbstbehauptungstraining für Jungen der 8. Klasse
an der Städt. Graf-Bernhard-Realschule in Lippstadt

Jungen stehen oft im Mittelpunkt von Konflikten, aber sie sind auch immer häufiger Opfer von Gewalt. In diesem  zweitägigen Seminars ging es deshalb schwerpunktmäßig darum, wie man Gewalt im eigenen Lebensumfeld (häusliche Gewalt) wahrnehmen und wie man mit diesen Krisen- und Konfliktsituationen umgehen kann.
Im Vordergrund standen praktische Übungen und der Einsatz von erprobten Spielen zur Wahrnehmung von Aggression und Gewaltbereitschaft und zur Selbstbehauptung und Vertrauensbildung. Der Umgang mit dem eigenen Körper, dem Partner, der Gruppe wird in diesen Übungen und Spielen für Jugendliche dieses Alters leicht gemacht.
In einer ersten Gesprächsrunde konnte jeder Teilnehmer seine Vorstellungen, seine Probleme und Erwartungen darstellen. Dabei zeigte sich, dass Mobbing ein zentrales Thema war.
Danach ging es deshalb in vielen Bereichen um Teamarbeit, die zur positiv erlebten Möglichkeit der Problemlösung wurde, indem die Gruppe Aufgaben erhielt, die sie nur lösen konnte, wenn sie klare, gemeinsame Absprachen traf, die Fähigkeit aller Gruppenmitglieder einbezog und diese sich gegenseitig unterstützten. Auf diese Art und Weise sollten das Selbstwertgefühl, das Selbstvertrauen und die Selbstachtung des einzelnen erhöht, die eigenen Kräfte und Stärken entdeckt werden. Die Teilnehmer sollten ermutigt werden, eigene Interessen und Bedürfnisse zu verfolgen und Vertrauen gegenüber den anderen  Gruppenmitgliedern aufzubauen. Dadurch bekamen die Jugendlichen einen Einblick, wie man die eigenen sozialen und emotionalen Fähigkeiten erweitern kann.
Am Ende des Seminars äußerten sich die Teilnehmer sehr positiv zum Trainingsverlauf, jedoch wären sie gerne noch tiefer in die Thematik eingestiegen. Sicherlich konnten viele Probleme nur angerissen werden, es war aber ein wichtiger Einstieg in die Auseinandersetzung mit diesem Problemfeld.

Kontakt:
Graf Bernhard Realschule
E. Sadowski
Sandstr. 7
59558 Lippstadt - Lipperode

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