Evangelische Kirche von Weszfalen

Die „Ökumenische Dekade zur Überwindung von Gewalt“

Die „Dekade zur Überwindung von Gewalt. Kirche für Frieden und Versöhnung“ ist vom Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) auf der 8. Vollversammlung in Harare (Zimbabwe) für das 1. Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts beschlossen worden. Im Jahre 2001 wurde sie in Potsdam für die Jahre 2001-2010 eröffnet. Die Kirchen in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK), haben im Oktober 2000 beschlossen, die Dekade mit zu tragen: „Wir sehnen uns nach einer Gemeinschaft für die Menschen, in der niemand ausgeschlossen wird und jeder ein menschenwürdiges Leben in Frieden leben kann“.

Kirchen, ökumenische Organisationen und alle Menschen guten Willens sind aufgerufen,

  • sich gemeinsam für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung auf lokaler, regionaler und weltweiter Ebene einzusetzen;
  • sich kreative Ansätze zur Friedensstiftung, die mit dem Geist des Evangeliums im Einklang stehen, zu Eigen zu machen;
  • mit lokalen Gemeinschaften, säkularen Bewegungen und Angehörigen anderer Religionen zusammenzuarbeiten und gemeinsam eine Kultur des Friedens anzustreben;
  • Menschen, die systematisch von Gewalt unterdrückt werden, handlungsfähig zu machen und Solidarität mit allen zu üben, die sich für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung einsetzen;
  • gemeinsam Buße zu tun für unsere Mitschuld an der Gewalt und theologisch darüber nachzudenken, wie Geist, Logik und Praxis der Gewalt überwunden werden können.

So sollten also in der Dekade Kirchen, Netzwerke und einzelne Christen Angebote zu gewaltfreier Konfliktlösung entwickeln, Aktionen und theologische Reflexionen im interreligiösen und interkulturellen Dialog veranstalten, allerorten Informationsarbeit leisten und längerfristige Initiativen auch in Zusammenarbeit mit nichtkirchlichen Gruppen gründen.

In jedem Jahr hat die Dekade einen regionalen Jahresschwerpunkt, im Jahr 2007 ist der Fokus Europa. Kirchen in Europa sind dazu aufgerufen, in ihrem konkreten Umfeld versteckte und nicht ins Bewusstsein dringende Gewalt sichtbar werden zu lassen und Wege und Methoden zur Überwindung von Gewalt zu entdecken und zu entwickeln.

Es ist ausdrückliches Ziel der Dekade, Bündnisse und Verbindungen zwischen den Kirchen, Netzwerken und Bewegungen zu stärken, gleichzeitig aber auch – gerade über den Raum der Kirche hinaus – Projekte zu unterstützen und zu koordinieren, die Überwindung von Gewalt und gewaltfreie Konfliktlösung zum Ziel haben.

Nachdem wir in der EKvW in der ersten Hälfte der Dekade die klassischen politischen Themen der Globalisierung und der Friedensfrage bearbeitet haben, richten wir mit dem Schwerpunktthema "Häusliche Gewalt" in den Jahren 2007/2008 den Fokus auf ein anderes Phänomen der Gewalt. Wir wollen damit versuchen, unserem Anspruch gerecht zu werden, uns ganzheitlich mit dem breiten Spektrum direkter und struktureller Gewalt zu Hause, in Gemeinschaften und auf internationaler Ebene auseinanderzusetzen.

Mehr Informationen unter:

http://gewaltueberwinden.org/de

www.oikumene.org

www.moewe-westfalen.de

 

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